Karlsruhe Hauptbahnhof: der 1913 verlegte Bahnhof – ein Ortstermin

Bahn-Slam · Ortstermin

„Sehr geehrte Fahrgäste, Karlsruhe Hauptbahnhof. Dieser Bahnhof wurde einst komplett an den Stadtrand verlegt.“

Karlsruhe Hauptbahnhof: der verlegte Bahnhof

→ 1913 zog der ganze Bahnhof um – vom Kopf- zum Durchgangsbahnhof am Stadtrand.

Lesezeit: 7 Minuten · Ortstermin · Karlsruhe

Kurz gesagt

Der Karlsruher Hauptbahnhof ist ein Durchgangsbahnhof von 1913, gebaut im Stil von Jugendstil und Klassizismus. Er ersetzte den alten Kopfbahnhof näher an der Stadt – ein kompletter Umzug. Heute nutzen ihn täglich rund 60.000 Reisende an 16 Bahnsteigen.

Empfangsgebäude des Karlsruher Hauptbahnhofs
Foto: Wilfredor, CC0, via Wikimedia Commons

Die meisten Bahnhöfe wachsen dort, wo sie einmal gebaut wurden. Der Karlsruher machte es anders: Er zog um.

1913 entstand ein völlig neuer Hauptbahnhof – weiter vom Zentrum entfernt, aber viel leistungsfähiger.

Vom Kopf- zum Durchgangsbahnhof

Der alte Bahnhof war ein Kopfbahnhof, in dem die Züge enden mussten. Das bremste den Verkehr.

Der neue Bahnhof wurde als Durchgangsbahnhof angelegt: Die Züge können durchfahren. Eröffnet wurde er in der Nacht vom 22. auf den 23. Oktober 1913.

ICE 3 im Karlsruher Hauptbahnhof
Foto: 4300streetcar, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Jugendstil für die Fächerstadt

Geplant hat den Bau der Architekt August Stürzenacker, im Stil von Jugendstil und Klassizismus. Ein repräsentatives Tor zur Stadt.

Die Neugier war groß: In den ersten Tagen lösten rund 30.000 Menschen eine Bahnsteigkarte, nur um den neuen Bahnhof zu bestaunen.

Karlsruher Hauptbahnhof bei Nacht
Foto: Killarnee, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Karlsruhe Hbf in Zahlen

1913

Eröffnung

als neuer Durchgangsbahnhof

16

Bahnsteige

großer Knoten im Südwesten

~60.000

Reisende pro Tag

einer der größten in BW

30.000

Bahnsteigkarten

Neugierige in den ersten Tagen

Quellen: Wikipedia (Karlsruhe Hauptbahnhof), Stadtlexikon Karlsruhe.

Der Umzug des Bahnhofs prägte die Stadtentwicklung nach Süden.

Knoten im Südwesten

Heute ist Karlsruhe ein wichtiger Knoten: Hier treffen ICE, TGV und Regionalzüge aufeinander, auf dem Weg Richtung Frankreich, Schweiz und quer durch Deutschland.

Die Stadt ist außerdem bekannt für ihr Stadtbahn-System, das weit ins Umland reicht – das „Karlsruher Modell“.

Vorplatz des Karlsruher Hauptbahnhofs
Foto: Achim Lammerts, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Häufige Fragen zu Karlsruhe Hbf

Warum wurde der Karlsruher Hauptbahnhof verlegt?
Der alte Kopfbahnhof bremste den Verkehr. 1913 wurde ein neuer Durchgangsbahnhof weiter südlich gebaut, durch den die Züge durchfahren können.
Wie alt ist der heutige Bahnhof?
Er wurde in der Nacht vom 22. auf den 23. Oktober 1913 eröffnet, geplant von August Stürzenacker.
Wie viele Menschen nutzen ihn?
Rund 60.000 Reisende am Tag, an 16 Bahnsteigen. Er ist einer der größten Bahnhöfe in Baden-Württemberg.
Was ist das „Karlsruher Modell“?
Ein Verkehrskonzept, bei dem Stadtbahnen vom Straßenbahnnetz der Stadt direkt auf die Eisenbahngleise ins Umland fahren – ohne Umsteigen.

Weiterfahrt

Die Drachenfelsbahn – der Ortstermin davor

Stuttgart Hauptbahnhof – der große Nachbar im Südwesten

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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