Fährt der ICE auch ins Ausland?

Stimmt es, dass …?

„Sehr geehrte Fahrgäste, dieser ICE endet nicht an der Grenze – nächster Halt: Ausland.“

Stimmt es, dass der ICE auch ins Ausland fährt?

→ Wien, Zürich, Paris, Amsterdam: Der ICE macht an der Grenze längst nicht Halt.

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Kurz gesagt

Ja. Der ICE fährt in sechs Nachbarländer: nach Österreich, in die Schweiz, nach Frankreich, in die Niederlande, nach Belgien und nach Dänemark. Auf manchen Linien heißt er sogar offiziell „ICE International“.

Der ICE gilt als deutscher Zug – der weiße Flitzer mit dem roten Streifen.

Viele denken, er bleibe im Land.

Das stimmt nicht: Der ICE überquert regelmäßig die Grenzen.

S-Bahn im Berliner Ostbahnhof
Foto: Jivee Blau, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

In sechs Länder

Die Deutsche Bahn bietet ICE-Verbindungen in sechs Nachbarländer an: Österreich, die Schweiz, Frankreich, die Niederlande, Belgien und Dänemark.

Von Wien bis Amsterdam, von Zürich bis Paris rollt der ICE über die Grenze.

Manche dieser Züge tragen sogar einen eigenen Namen: „ICE International“

Sie sind eigens für den grenzüberschreitenden Verkehr gebaut und ausgerüstet.

Der ICE ist also längst ein europäischer Zug, kein rein deutscher.

Beliebte Ziele sind etwa Paris, Brüssel, Amsterdam, Zürich, Basel, Wien und Innsbruck.

Auf diesen Linien verbindet der ICE die großen Städte Mitteleuropas – oft schneller und bequemer als das Flugzeug von Zentrum zu Zentrum.

Warum das nicht selbstverständlich ist

Über die Grenze zu fahren, ist technisch anspruchsvoll.

Jedes Land hat sein eigenes Stromsystem und seine eigene Signaltechnik.

Ein Zug, der ins Ausland fährt, muss all das beherrschen.

Deshalb sind grenzüberschreitende ICE mit besonderer Technik ausgestattet: mit mehreren Stromabnehmern für verschiedene Spannungen und mit der Sicherungstechnik mehrerer Länder.

Das macht sie teurer, aber grenztauglich.

Auch die Zulassung ist aufwendig.

Ein Zug darf nur dort fahren, wo er geprüft und zugelassen ist.

Für jedes Land kommt eine eigene Zulassung hinzu – ein Grund, warum internationale Verbindungen nicht über Nacht entstehen.

Ein wachsendes Netz

Das internationale Netz wächst.

Immer mehr schnelle Verbindungen verknüpfen die europäischen Metropolen.

Gerade weil die Bahn klimafreundlicher ist als der Flug, setzt Europa verstärkt auf solche grenzüberschreitenden Züge.

Neben dem ICE fahren auch die Züge der Nachbarn nach Deutschland: der französische TGV, der österreichische Railjet, Schweizer Züge.

Zusammen bilden sie ein europäisches Hochgeschwindigkeitsnetz, das an keiner Grenze endet.

Für Reisende ist das ein Gewinn.

Wer von Köln nach Paris oder von München nach Wien will, steigt in den Zug und muss nicht zum Flughafen.

Der ICE macht das Reisen durch Europa einfach – ganz ohne Umsteigen an der Grenze.

Alstom Coradia Continental im Dresdner Hauptbahnhof
Foto: Christian Gebhardt, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Das Urteil

Stimmt.

Der ICE fährt in sechs Nachbarländer und ist längst ein europäischer Zug.

Möglich macht das aufwendige Mehrsystemtechnik.

Der weiße Flitzer bleibt nicht im Land – er verbindet Deutschland mit halb Europa.

Ein Blick auf die Landkarte zeigt, warum das so ist.

Deutschland liegt mitten in Europa, umgeben von neun Nachbarländern.

Da ist es nur natürlich, dass die schnellen Züge nicht an der Grenze enden, sondern weiterfahren.

Historisch war das nicht immer so.

Lange endeten die Züge oft an der Grenze, und die Reisenden mussten umsteigen.

Erst mit dem europäischen Zusammenwachsen und der passenden Technik wurden durchgehende Fahrten möglich.

Besonders die Verbindung nach Frankreich ist ein Meilenstein.

Auf der Strecke Richtung Paris fahren deutsche ICE und französische TGV gemeinsam.

Von Frankfurt oder Stuttgart erreicht man Paris in wenigen Stunden – ohne Umsteigen.

Auch nach Österreich und in die Schweiz ist der ICE selbstverständlich unterwegs.

Von München nach Wien oder Innsbruck, von Frankfurt nach Zürich und Basel – der ICE knüpft die Metropolen des Alpenraums zusammen.

Nach Norden rollt der ICE bis Dänemark, nach Westen in die Niederlande und nach Belgien.

So spannt sich ein Netz schneller Verbindungen über die Grenzen, das Deutschland fest mit seinen Nachbarn verbindet.

Für die Reisenden bedeutet das echte Bequemlichkeit.

Statt Flughafen, Sicherheitskontrolle und Wartezeit steigt man einfach in den Zug und fährt los.

Der internationale ICE macht das Reisen durch Europa entspannt und einfach.

Ein schönes Detail: Manche internationalen ICE tragen an der Front kleine Hinweise auf ihre Ziele im Ausland.

Sie sind bewusst als europäische Botschafter unterwegs und zeigen, dass die Bahn längst über Deutschland hinausdenkt.

Auch tariflich wächst Europa zusammen.

Mit einem einzigen Ticket quer über die Grenze zu fahren, wird einfacher.

Das macht den internationalen ICE nicht nur technisch, sondern auch für den Fahrgast immer attraktiver.

So ist der grenzüberschreitende ICE ein Sinnbild für das vernetzte Europa: Länder, die einst durch Grenzen getrennt waren, sind heute durch schnelle Schienen verbunden.

Der Zug rollt einfach weiter, wo früher Schluss war.

So bleibt festzuhalten: Der ICE ist kein rein deutscher Zug, sondern ein europäischer.

Er verbindet sechs Nachbarländer und wächst mit jedem Jahr enger mit dem Netz der Nachbarn zusammen – die Grenze ist für ihn kein Endpunkt mehr.

Zum Einordnen

Der ICE fährt nach Österreich, in die Schweiz, nach Frankreich, in die Niederlande, nach Belgien und nach Dänemark.

Grenzüberschreitende Züge brauchen mehrere Stromsysteme und Zulassungen – manche heißen „ICE International“.

Zusammen mit TGV, Railjet und anderen bildet der ICE ein europäisches Hochgeschwindigkeitsnetz.

Häufige Fragen

Fährt der ICE ins Ausland?
Ja, in sechs Nachbarländer: Österreich, Schweiz, Frankreich, Niederlande, Belgien und Dänemark.
Was ist ein „ICE International“?
Ein ICE, der eigens für den grenzüberschreitenden Verkehr gebaut und ausgerüstet ist.
Warum ist das technisch schwierig?
Jedes Land hat eigene Stromsysteme und Signaltechnik. Grenzzüge müssen mehrere davon beherrschen und zugelassen sein.
Welche Ziele fährt der ICE an?
Unter anderem Paris, Brüssel, Amsterdam, Zürich, Basel, Wien und Innsbruck.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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