Stimmt es, dass Züge beim Anfahren am meisten Strom brauchen?

Stimmt es, dass…?

„Den größten Durst nach Strom hat ein Zug im Augenblick des Anfahrens – danach genügt ein Bruchteil.“

Stimmt es, dass Züge beim Anfahren am meisten Strom brauchen?

→ Ein Mythos über den Stromhunger des Zuges.

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Kurz gesagt

Ja, das stimmt. Beim Anfahren aus dem Stand braucht ein Zug am meisten Strom, denn er muss sein gewaltiges Gewicht erst in Bewegung setzen. Rollt er erst einmal gleichmäßig, so genügt ein Bruchteil davon. Beim Bremsen kann ein moderner Zug sogar Strom zurückgewinnen und ins Netz zurückspeisen.

Ein Zug ist ein schweres Fahrzeug, das für seine Fahrt viel Energie benötigt.

Doch dieser Bedarf ist keineswegs über die ganze Fahrt hinweg gleich.

Wann ein Zug am meisten Strom braucht, hat einen einleuchtenden Grund.

Swinemünder Brücke
Foto: Flocci Nivis, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Der Kraftakt des Anfahrens

Am meisten Strom braucht ein Zug im Augenblick des Anfahrens.

Denn er muss sein gewaltiges Gewicht erst aus dem Stillstand in Bewegung setzen.

Ein schwerer Körper wehrt sich zunächst gegen jede Beschleunigung.

Diesen anfänglichen Widerstand zu überwinden, verlangt die meiste Kraft.

CH RhB Gueterwagen Calanda
Foto: GoodRJ, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Viele Tonnen in Bewegung

Man stelle sich vor, welche Masse ein Zug beim Anfahren bewegen muss.

Ein voll besetzter Zug wiegt viele hundert Tonnen.

All dieses Gewicht muss aus dem Stand auf Geschwindigkeit gebracht werden.

So ist das Anfahren der kraftvollste und stromhungrigste Augenblick der Fahrt.

Gut zu wissen

Beim Anfahren aus dem Stand braucht ein Zug am meisten Strom, denn er muss sein gewaltiges Gewicht von vielen hundert Tonnen erst in Bewegung setzen. Rollt er gleichmäßig, genügt ein Bruchteil.

Ein moderner Zug kann beim Bremsen Strom zurückgewinnen und in die Oberleitung zurückspeisen. So hilft der Strom eines bremsenden Zuges einem anderen beim Anfahren, ein kluger Kreislauf, der die Bahn besonders sparsam macht.

Wenig Strom bei gleichmäßiger Fahrt

Rollt der Zug erst einmal mit gleichmäßiger Geschwindigkeit, ändert sich das Bild.

Nun muss er nur noch den Widerstand der Luft und der Reibung überwinden.

Dieser Widerstand ist weit geringer als der Kraftakt des Anfahrens.

So genügt bei gleichmäßiger Fahrt ein Bruchteil des Stroms.

Rollen fast von selbst

Ein einmal in Fahrt gebrachter Zug rollt auf der glatten Schiene fast von selbst.

Die glatten Räder auf den glatten Schienen erzeugen nur wenig Reibung.

Darum braucht ein Zug, um seine Fahrt zu halten, erstaunlich wenig Kraft.

Das macht die Bahn zu einem besonders sparsamen Verkehrsmittel.

Strom zurückgewinnen beim Bremsen

Beim Bremsen geschieht in einem modernen Zug etwas Erstaunliches.

Sein Antrieb arbeitet dann nicht als Verbraucher, sondern als Erzeuger von Strom.

Die Bewegungsenergie des Zuges wird in Strom zurückverwandelt.

Diesen Strom speist der Zug in die Oberleitung zurück, wo ihn andere nutzen.

Ein kluger Kreislauf

So entsteht ein kluger Kreislauf der Energie im Netz der Bahn.

Der Strom, den ein Zug beim Bremsen zurückgibt, hilft einem anderen beim Anfahren.

Auf diese Weise geht ein Teil der Energie nicht verloren, sondern wird genutzt.

Das macht die moderne Bahn noch sparsamer und umweltfreundlicher.

Warum das wichtig ist

Zu wissen, wann ein Zug am meisten Strom braucht, ist für den Betrieb wichtig.

Ein sanftes Anfahren spart Strom und schont zugleich die Technik.

Auch ein vorausschauendes Fahren mit wenig Bremsen hilft beim Sparen.

So lässt sich mit klugem Fahren eine Menge Energie einsparen.

Was von dem Mythos übrig bleibt

Am Ende stimmt es also: Ein Zug braucht beim Anfahren am meisten Strom.

Denn er muss sein gewaltiges Gewicht erst in Bewegung setzen.

Bei gleichmäßiger Fahrt genügt danach ein Bruchteil der Kraft.

Und beim Bremsen gibt ein moderner Zug sogar einen Teil des Stroms zurück.

Sanft anfahren, klug sparen

Weil das Anfahren so viel Strom kostet, lernt der Lokführer das sanfte Anfahren.

Er beschleunigt den Zug behutsam und vermeidet unnötige Kraftakte.

Auch die Technik hilft dabei, den Strom klug und sparsam einzusetzen.

So lässt sich schon beim Anfahren eine Menge Energie einsparen.

Aus vielen sanften Anfahrten summiert sich am Ende eine große Ersparnis.

Schwung mitnehmen

Ein kluger Lokführer nutzt zudem den Schwung des rollenden Zuges.

Statt bis zuletzt zu beschleunigen, lässt er den Zug rechtzeitig ausrollen.

So braucht er weniger Strom und muss auch weniger stark bremsen.

Dieses vorausschauende Fahren spart Energie und schont die Technik.

Ein Vorteil der Schiene

Dass ein Zug bei gleichmäßiger Fahrt so wenig Strom braucht, ist ein großer Vorteil.

Auf der glatten Schiene rollt er mit erstaunlich wenig Widerstand.

So kann die Bahn große Lasten und viele Menschen sehr sparsam bewegen.

Darin liegt eine der größten Stärken der Schiene gegenüber der Straße.

Häufige Fragen

Wann braucht ein Zug am meisten Strom?
Beim Anfahren aus dem Stand. Denn er muss sein gewaltiges Gewicht erst in Bewegung setzen, und ein schwerer Körper wehrt sich zunächst gegen jede Beschleunigung.
Warum braucht das Anfahren so viel Kraft?
Weil ein voll besetzter Zug viele hundert Tonnen wiegt und diese Masse aus dem Stillstand auf Geschwindigkeit gebracht werden muss. Das ist der kraftvollste Augenblick der Fahrt.
Wie viel braucht er bei gleichmäßiger Fahrt?
Nur einen Bruchteil. Rollt der Zug erst einmal, muss er nur den Widerstand von Luft und Reibung überwinden. Auf der glatten Schiene rollt er fast von selbst.
Gibt ein Zug beim Bremsen Strom zurück?
Ja, ein moderner Zug kann das. Sein Antrieb arbeitet beim Bremsen als Erzeuger und speist Strom in die Oberleitung zurück, wo ihn andere Züge nutzen.
Kann man beim Fahren Strom sparen?
Ja. Ein sanftes Anfahren und ein vorausschauendes Fahren mit wenig Bremsen sparen Strom und schonen die Technik. So lässt sich viel Energie einsparen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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