Ich verstehe nur Bahnhof
„Ihr Antrieb kennt kaum Verschleiß, packt kraftvoll zu und gibt beim Bremsen sogar Strom zurück ins Netz.“
Drehstromlok: Die moderne Lokomotive mit dem klugen Antrieb
→ Alles über den modernen Antrieb der heutigen Lokomotiven.
Lesezeit: 8 Minuten · Bahn-Lexikon
Kurz gesagt
Eine Drehstromlok ist eine moderne Lokomotive, die mit besonders robusten Drehstrommotoren angetrieben wird. Dieser Antrieb ist sparsam, kraftvoll und kaum verschleißanfällig. Beim Bremsen kann er sogar Strom zurückgewinnen und ins Netz zurückspeisen. So löste er die älteren Antriebe weitgehend ab.
Von außen sehen sich viele Lokomotiven ähnlich, doch in ihrem Inneren steckt ganz unterschiedliche Technik.
Die modernen Lokomotiven nutzen einen besonders klugen und robusten Antrieb.
Diese Bauart trägt einen etwas technisch klingenden Namen und heißt Drehstromlok.

Die Lok mit dem Drehstrom
Eine Drehstromlok ist eine Lokomotive, die mit sogenannten Drehstrommotoren angetrieben wird.
Diese Motoren nutzen eine besondere Form des elektrischen Stroms, den Drehstrom.
Sie sind besonders robust gebaut und kommen ohne verschleißanfällige Teile aus.
So arbeiten sie zuverlässig und brauchen weit weniger Pflege als die älteren Antriebe.

Der Vorteil gegenüber früher
Die älteren Lokomotiven nutzten Motoren mit vielen empfindlichen und verschleißenden Teilen.
Diese mussten häufig gewartet und ausgebessert werden, was viel Aufwand bedeutete.
Der Drehstrommotor dagegen ist einfacher gebaut und deutlich langlebiger.
So brachte die Drehstromlok einen großen Fortschritt an Zuverlässigkeit und Sparsamkeit.
Gut zu wissen
Eine Drehstromlok nutzt robuste Drehstrommotoren, die ohne verschleißanfällige Teile auskommen und deshalb zuverlässiger und sparsamer sind als die älteren Antriebe.
Ihr großer Vorzug: Beim Bremsen kann sie Strom erzeugen und in die Oberleitung zurückspeisen. So gewinnt sie einen Teil der verbrauchten Energie zurück.
Kraftvoll und feinfühlig zugleich
Der Antrieb einer Drehstromlok ist zugleich kraftvoll und erstaunlich feinfühlig zu steuern.
Über eine ausgeklügelte Steuerung lässt sich seine Kraft ganz genau dosieren.
So kann die Lok schwere Züge kraftvoll anfahren, ohne dass die Räder durchdrehen.
Diese Verbindung aus Kraft und Feingefühl macht die moderne Lok so leistungsfähig.
Strom beim Bremsen zurückgewinnen
Ein besonderer Vorzug der Drehstromlok zeigt sich beim Bremsen des Zuges.
Denn ihr Antrieb kann beim Bremsen wie ein Kraftwerk arbeiten und Strom erzeugen.
Diesen Strom speist die Lok in die Oberleitung zurück, wo ihn andere Züge nutzen.
So gewinnt sie einen Teil der Energie zurück, die sie zuvor verbraucht hat.
Wie das Zurückgewinnen gelingt
Beim Bremsen dreht sich der Motor der Lok weiter, angetrieben von der Bewegung des Zuges.
In diesem Augenblick arbeitet er nicht als Antrieb, sondern als Erzeuger von Strom.
Die Bewegungsenergie des Zuges wird so in elektrischen Strom zurückverwandelt.
Dieses kluge Verfahren macht die Drehstromlok besonders sparsam und umweltfreundlich.
Der verbreitete Antrieb von heute
Der Drehstromantrieb hat sich in den modernen Lokomotiven fast überall durchgesetzt.
Kaum eine neue Lok wird heute noch mit einem der älteren Antriebe gebaut.
Auch viele moderne Triebzüge nutzen dieselbe robuste und sparsame Technik.
So ist der Drehstromantrieb zum verbreiteten Herzen der heutigen Fahrzeuge geworden.
Ein stiller Fortschritt
Für die Reisenden bleibt der kluge Antrieb der Drehstromlok meist unsichtbar.
Und doch sorgt er für kraftvolles Anfahren, sparsame Fahrt und sauberes Bremsen.
Er ist ein stiller, aber bedeutsamer Fortschritt der Bahntechnik.
Wer das weiß, ahnt hinter der ruhigen Fahrt der modernen Lok eine kluge Technik.
Die Lok der neuen Zeit
Am Ende steht die Drehstromlok für die moderne und effiziente Lokomotive der Gegenwart.
Ihr robuster Antrieb ist zuverlässig, sparsam und schont durch das Zurückgewinnen von Strom die Umwelt.
Sie hat die älteren Antriebe weitgehend abgelöst und prägt heute das Bild der Bahn.
So ist die Drehstromlok ein gutes Beispiel dafür, wie kluge Technik die Bahn besser macht.
Der Blick unter das Blech
Wer eine moderne Lok von außen betrachtet, ahnt nichts von der klugen Technik in ihrem Inneren.
Unter dem Blech verbergen sich die robusten Motoren und eine feine Steuerung aus vielen Bauteilen.
Diese Technik verwandelt den Strom aus der Oberleitung in die Kraft, die den Zug bewegt.
So steckt in der ruhigen Fahrt der Lok ein durchdachtes Zusammenspiel vieler Teile.
Vom Prüfstand auf die Schiene
Bevor ein neuer Antrieb auf die Schiene kommt, wird er ausgiebig auf einem Prüfstand erprobt.
Dort messen die Techniker, wie viel Kraft er liefert und wie sparsam er mit dem Strom umgeht.
Erst wenn er alle Prüfungen besteht, darf er seinen Dienst in einer Lokomotive antreten.
So sorgt die sorgfältige Erprobung dafür, dass der Antrieb später zuverlässig arbeitet.
Der Antrieb im Alltag
Tag für Tag legt eine Drehstromlok viele hundert Kilometer zurück, oft bei jedem Wetter.
Ihr robuster Antrieb hält diese Dauerbelastung über viele Jahre klaglos aus.
Erst nach langer Zeit und vielen Kilometern steht eine größere Prüfung an.
So verbindet die moderne Lok ihre Sparsamkeit mit einer bemerkenswerten Ausdauer.
Häufige Fragen
Was ist eine Drehstromlok?
Was ist der Vorteil gegenüber früher?
Gewinnt sie beim Bremsen Strom zurück?
Warum ist der Antrieb so kraftvoll?
Ist der Antrieb heute verbreitet?
Weiterfahrt
→ Wie viel Strom verbraucht die Bahn? – Energie der Züge
→ Was ist ein Triebkopf? – der Antrieb am Ende
