Stimmt es, dass Züge bei Nebel langsamer fahren?

Stimmt es, dass…?

„Während der Autofahrer im Nebel kriecht, rauscht der Zug daneben mit vollem Tempo vorbei – und das ist kein Leichtsinn.“

Stimmt es, dass Züge bei Nebel langsamer fahren?

→ Ein Mythos über die Bahn im Nebel.

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Kurz gesagt

Meist nein. Anders als ein Auto fährt ein Zug bei Nebel in der Regel ganz normal weiter. Denn er richtet sich nicht nach der Sicht des Fahrers, sondern nach den Signalen und einer Technik, die ihn sichert. Der Lokführer muss nicht die ganze Strecke überblicken, weil das Signalsystem den Weg für ihn frei hält.

Bei dichtem Nebel muss ein Autofahrer langsam und vorsichtig fahren, weil er kaum etwas sieht.

Viele nehmen an, dass es einem Zug bei Nebel ganz genauso ergehen müsse.

Ob ein Zug im Nebel wirklich langsamer fahren muss, ist eine überraschende Frage.

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Foto: Waldamsel, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Der große Unterschied zum Auto

Ein Auto fährt bei Nebel langsam, weil sein Fahrer sonst zu spät ein Hindernis sähe.

Er richtet sein Tempo ganz danach, wie weit er nach vorn blicken kann.

Bei einem Zug aber ist das grundlegend anders geregelt.

Denn der Lokführer richtet sich gar nicht in erster Linie nach seiner eigenen Sicht.

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Foto: Frank Nowotny, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Der Zug fährt nach Signalen

Ein Zug fährt nicht auf Sicht, sondern nach den Signalen an der Strecke.

Ein Signal zeigt ihm an, ob der Abschnitt vor ihm frei und sicher befahrbar ist.

Der Lokführer muss also gar nicht die ganze Strecke vor sich überblicken.

Er verlässt sich darauf, dass das Signalsystem den Weg für ihn frei hält.

Gut zu wissen

Anders als ein Auto fährt ein Zug bei Nebel meist ganz normal weiter. Er richtet sich nicht nach der Sicht des Fahrers, sondern nach den Signalen an der Strecke.

Weil immer nur ein Zug auf einen Abschnitt darf und ein Vorsignal jede Anweisung ankündigt, bleibt die Fahrt auch im Nebel sicher. Nur in besonderen Fällen, etwa beim Rangieren auf Sicht, fährt ein Zug bei Nebel langsamer.

Warum das auch im Nebel sicher ist

Weil immer nur ein Zug auf einen Abschnitt darf, kann dort kein zweiter im Weg stehen.

Das Signalsystem sorgt für diesen Schutz ganz unabhängig vom Wetter.

Ob die Sonne scheint oder dichter Nebel liegt, spielt dafür keine Rolle.

So bleibt die Fahrt auch im dicksten Nebel genauso sicher wie bei klarer Sicht.

Das Vorsignal ersetzt den Blick

Damit der Zug rechtzeitig bremsen kann, gibt es das kluge Vorsignal.

Es kündigt schon von Weitem an, was das nächste Hauptsignal zeigt.

Der Lokführer weiß dadurch früh, ob er bald halten muss, auch ohne es zu sehen.

So ersetzt das Signalsystem den weiten Blick, den der Nebel ihm nimmt.

Die Technik im Führerstand

Auf vielen Strecken werden die Signale sogar in den Führerstand übertragen.

Der Lokführer sieht die Anweisung dann auf einer Anzeige direkt vor sich.

Für diese Technik ist der Nebel draußen vollkommen bedeutungslos.

So fährt der Zug auch bei schlechtester Sicht sicher und mit vollem Tempo.

Wann ein Zug doch langsamer wird

Es gibt jedoch einige Fälle, in denen ein Zug auch langsamer fahren muss.

Beim Rangieren oder auf besonderen Abschnitten fährt er auf Sicht.

Dann muss der Fahrer tatsächlich sehen können, was vor ihm liegt.

In solchen Fällen kann dichter Nebel die Fahrt sehr wohl verlangsamen.

Ein Vorteil der Schiene

Dass der Zug bei Nebel weiterfahren kann, ist ein großer Vorteil der Schiene.

Während der Verkehr auf der Straße im Nebel ins Stocken gerät, rollt der Zug weiter.

So ist die Bahn gerade bei schlechtem Wetter oft das zuverlässigere Verkehrsmittel.

Der Reisende kommt pünktlich an, während anderswo alles langsamer wird.

Was von dem Mythos übrig bleibt

Am Ende erweist sich der Glaube vom langsameren Zug im Nebel als meist falsch.

Ein Zug fährt in der Regel auch bei dichtem Nebel ganz normal weiter.

Denn er richtet sich nach den Signalen und einer Technik, nicht nach der Sicht.

Nur in besonderen Fällen, etwa beim Rangieren, verlangsamt der Nebel die Fahrt.

Der Nebel und das Auge

Für das menschliche Auge ist dichter Nebel eine große Herausforderung.

Auf der Straße muss der Fahrer deshalb sein Tempo stark verringern.

Der Zug aber verlässt sich nicht auf das Auge allein, sondern auf die Technik.

So wird für ihn ein Hindernis kleiner, das den Autofahrer stark ausbremst.

Häufige Fragen

Fahren Züge bei Nebel langsamer?
Meist nein. Anders als ein Auto fährt ein Zug bei Nebel in der Regel ganz normal weiter, weil er sich nach den Signalen richtet und nicht nach der Sicht des Fahrers.
Warum ist das sicher?
Weil das Signalsystem dafür sorgt, dass immer nur ein Zug auf einen Abschnitt darf. Dort kann also kein zweiter im Weg stehen, ganz unabhängig vom Wetter.
Wie weiß der Lokführer rechtzeitig Bescheid?
Durch die Signale und besonders das Vorsignal, das schon von Weitem ankündigt, was das nächste Hauptsignal zeigt. So kann er bremsen, auch ohne weit zu sehen.
Gibt es Fälle, in denen der Zug doch langsamer wird?
Ja. Beim Rangieren oder auf besonderen Abschnitten fährt ein Zug auf Sicht. Dann muss der Fahrer sehen können, was vor ihm liegt, und dichter Nebel verlangsamt die Fahrt.
Ist die Bahn bei Nebel im Vorteil?
Ja. Während der Verkehr auf der Straße im Nebel ins Stocken gerät, rollt der Zug weiter. So ist die Bahn bei schlechtem Wetter oft das zuverlässigere Verkehrsmittel.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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