Ich verstehe nur Bahnhof
„Was für den Autofahrer die Ampel ist, ist für den Lokführer das Signal – nur muss er es schon von Weitem kennen.“
Signal: Die Ampel und Sprache der Eisenbahn
→ Alles über die Zeichen, die den Zügen den Weg weisen.
Lesezeit: 8 Minuten · Bahn-Lexikon
Kurz gesagt
Ein Signal ist gewissermaßen die Ampel der Eisenbahn. Es sagt dem Lokführer, ob er fahren darf, langsamer werden oder halten muss. Weil ein Zug einen langen Bremsweg hat, kündigt ein Vorsignal die Stellung des nächsten Hauptsignals schon von Weitem an. So weiß der Lokführer rechtzeitig, was ihn erwartet.
Ein Autofahrer wird an der Kreuzung von einer Ampel geleitet, die ihm Halt oder Fahrt gebietet.
Auch die Eisenbahn braucht solche Zeichen, damit die Züge sicher fahren.
Diese Zeichen der Bahn nennt man Signale, und sie sind ihre eigene stille Sprache.

Die Ampel der Eisenbahn
Ein Signal ist für die Bahn das, was für die Straße die Ampel ist.
Es teilt dem Lokführer mit, ob er fahren darf oder ob er halten muss.
So sorgt das Signal dafür, dass immer nur ein Zug auf einen Abschnitt darf.
Ohne diese klaren Zeichen wäre ein sicherer Betrieb gar nicht denkbar.

Fahrt, langsam oder Halt
Ein Signal kann dem Lokführer im Kern drei verschiedene Dinge mitteilen.
Es kann ihm die freie Fahrt erlauben, sodass er weiterfahren darf.
Es kann ihn zum langsameren Fahren auffordern, wenn Vorsicht geboten ist.
Und es kann ihm den unbedingten Halt gebieten, wenn der Weg nicht frei ist.
Gut zu wissen
Ein Signal ist die Ampel der Eisenbahn. Es sagt dem Lokführer, ob er fahren, langsamer werden oder halten muss. So darf immer nur ein Zug auf einen Abschnitt.
Weil ein Zug einen langen Bremsweg hat, kündigt ein Vorsignal die Stellung des nächsten Hauptsignals schon von Weitem an. Auf den schnellsten Strecken werden die Signale direkt in den Führerstand übertragen.
Das Problem des langen Bremswegs
Ein Zug kann nicht so schnell anhalten wie ein Auto an der Ampel.
Sein Bremsweg ist sehr lang und misst oft viele hundert Meter.
Würde er ein Haltesignal erst beim Vorbeifahren sehen, käme er viel zu spät zum Stehen.
Darum muss der Lokführer schon lange vorher wissen, was ihn erwartet.
Das Vorsignal warnt voraus
Aus diesem Grund gibt es neben dem Hauptsignal noch das Vorsignal.
Das Vorsignal steht ein gutes Stück vor dem eigentlichen Hauptsignal.
Es kündigt dem Lokführer schon von Weitem an, was das Hauptsignal zeigt.
So kann er rechtzeitig bremsen, wenn das nächste Hauptsignal auf Halt steht.
Das Hauptsignal entscheidet
Das Hauptsignal ist das Zeichen, das über die Fahrt tatsächlich entscheidet.
An ihm gilt, was es zeigt, sei es Fahrt, langsame Fahrt oder Halt.
Der Lokführer richtet sein Handeln genau nach diesem Signal.
So arbeiten Vorsignal und Hauptsignal wie eine Warnung und ihre Bestätigung zusammen.
Vom Formsignal zum Lichtsignal
Die ältesten Signale waren mechanische Signale mit beweglichen Flügeln.
Ein solcher Flügel zeigte durch seine Stellung Fahrt oder Halt an.
Später kamen die Lichtsignale auf, die mit farbigen Lichtern arbeiten.
So wandelte sich die Sprache der Signale mit dem Fortschritt der Technik.
Signale im Zug
Auf den schnellsten Strecken kann der Lokführer die Signale am Gleis kaum noch erkennen.
Bei dreihundert Kilometern in der Stunde wäre ein Zeichen am Rand zu schnell vorbei.
Darum werden die Signale dort direkt in den Führerstand des Zuges übertragen.
So sieht der Lokführer die Anweisung auf einer Anzeige unmittelbar vor sich.
Die stille Sprache der Bahn
Am Ende sind die Signale die stille, aber unverzichtbare Sprache der Bahn.
Sie sagen jedem Zug, ob er fahren, bremsen oder halten muss.
Vorsignal und Hauptsignal sorgen zusammen für den nötigen Vorlauf.
So halten die Signale den ganzen Verkehr sicher und geordnet in Bewegung.
Ein Blick auf das Lichtsignal
Ein modernes Lichtsignal zeigt seine Anweisung mit farbigen Lichtern an.
Ein grünes Licht steht für die freie Fahrt, ein rotes für den unbedingten Halt.
Weitere Farben und Zeichen können langsamere Fahrt oder Besonderheiten anzeigen.
So spricht das Signal in einer klaren Sprache aus Farben zum Lokführer.
Wenn ein Signal gestört ist
Fällt ein Signal einmal aus, so darf ein Zug nicht einfach daran vorbeifahren.
Dann gelten besondere und strenge Regeln, die die Sicherheit gewährleisten.
Oft muss der Lokführer dann mit dem Fahrdienstleiter Rücksprache halten.
So bleibt die Sicherheit auch dann gewahrt, wenn ein Signal einmal versagt.
Häufige Fragen
Was ist ein Signal?
Was kann ein Signal anzeigen?
Was ist ein Vorsignal?
Was ist der Unterschied zwischen Form- und Lichtsignal?
Wie erkennt der Lokführer Signale bei hohem Tempo?
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