Sollten Bahnhöfe nachts besser beleuchtet sein?

Standpunkt

„Ein dunkler Bahnsteig um Mitternacht flößt manchem Reisenden mehr Angst ein als der späte Zug selbst.“

Sollten Bahnhöfe nachts besser beleuchtet sein?

→ Ein Standpunkt über Licht und Dunkelheit am Bahnhof.

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Worum es geht

Ein gut beleuchteter Bahnhof gibt den Reisenden in der Nacht ein Gefühl der Sicherheit und beugt Unfällen vor. Doch viel Licht kostet Energie und erhellt auch dort, wo nachts kaum jemand ist. Ob Bahnhöfe nachts heller sein sollten, ist eine Abwägung zwischen dem Schutz der Reisenden und dem sparsamen Umgang mit Energie.

Ein Bahnhof bei Nacht ist ein ganz anderer Ort als derselbe Bahnhof am Tag.

Wo tagsüber viele Menschen sind, herrscht nachts oft gähnende Leere und Dunkelheit.

Ob Bahnhöfe nachts besser beleuchtet sein sollten, ist deshalb eine wichtige Frage.

Stuttgart Hbf. Gleis 4 Lok 144 121 elektr. Zuganzeiger Prellbock LABW St
Foto: Harald Knauer, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Der Bahnhof bei Nacht

In der Nacht verändert ein Bahnhof sein Gesicht vollständig.

Wo am Tag reges Treiben herrscht, liegen die Bahnsteige nun still und leer.

Nur wenige späte Reisende warten dann im schwachen Licht auf ihren Zug.

In dieser Dunkelheit fühlt sich mancher unwohl und allein gelassen.

Prellbock des Bahnhofs Mainz Mombach
Foto: ManuelB701, CC0, via Wikimedia Commons

Licht schafft Sicherheit

Wer für mehr Licht ist, denkt vor allem an die Sicherheit der Reisenden.

Ein gut beleuchteter Bahnsteig nimmt der Nacht einen Teil ihres Schreckens.

Man sieht, wer sich nähert, und fühlt sich weniger bedroht.

So gibt helles Licht den Menschen in der Nacht ein Gefühl der Geborgenheit.

Ein Schutz gerade für viele

Von guter Beleuchtung profitieren besonders jene, die sich nachts unsicher fühlen.

Gerade Frauen, die allein reisen, sind für einen hellen Bahnsteig dankbar.

Auch ältere Menschen finden sich im Licht besser und sicherer zurecht.

So ist die Beleuchtung ein Schutz, der gerade den Schwächeren zugutekommt.

Licht beugt Unfällen vor

Helles Licht dient nicht nur dem Gefühl, sondern auch der handfesten Sicherheit.

Im Dunkeln übersieht man leicht eine Stufe oder die Kante des Bahnsteigs.

Ein gut ausgeleuchteter Weg beugt Stürzen und Unfällen wirksam vor.

So schützt das Licht die Reisenden vor ganz konkreten Gefahren.

Das Argument der Energie

Gegen zu viel Licht spricht zunächst der Verbrauch an kostbarer Energie.

Ein hell erleuchteter Bahnhof braucht die ganze Nacht über viel Strom.

In einer Zeit, in der Energie teuer und knapp ist, fällt das ins Gewicht.

So stellt sich die Frage, ob man wirklich jeden Winkel taghell erleuchten muss.

Licht, das keiner braucht

An manchen kleinen Stationen ist nachts über Stunden gar kein Mensch.

Dort ein helles Licht brennen zu lassen, erscheint als reine Verschwendung.

Auch die Tierwelt leidet unter einem Übermaß an nächtlichem Licht.

So ist zu viel Beleuchtung nicht nur teuer, sondern auch nicht ohne Nachteil.

Kluges Licht als Mittelweg

Zwischen völliger Dunkelheit und taghellem Licht liegt ein kluger Mittelweg.

Moderne Lampen können sich heller schalten, sobald sich ein Mensch nähert.

So bleibt es dort hell, wo jemand ist, und sparsam, wo niemand wartet.

Ein solches kluges Licht verbindet die Sicherheit mit dem Sparen von Energie.

Eine Frage des richtigen Maßes

Am Ende steht die Abwägung zwischen der Sicherheit und dem sparsamen Umgang mit Energie.

Dass ein Bahnhof in der Nacht nicht im Dunkeln liegen sollte, steht außer Frage.

Der Streit dreht sich um das rechte Maß und um die Orte, wo Menschen sind.

So liegt die kluge Lösung in einem hellen, aber bedarfsgerechten Licht.

Pro und Contra

Dafür

+  Helles Licht gibt den Reisenden in der Nacht ein Gefühl der Sicherheit.

+  Gerade allein reisende Frauen und ältere Menschen profitieren davon.

+  Gute Beleuchtung beugt Stürzen und Unfällen am Bahnsteig vor.

+  Ein heller Bahnhof wirkt einladend statt bedrohlich.

Dagegen

  Ein hell erleuchteter Bahnhof braucht die ganze Nacht viel Strom.

  An kleinen Stationen ist nachts oft über Stunden niemand.

  Zu viel nächtliches Licht belastet auch die Tierwelt.

  Die Mittel und die Energie sind begrenzt.

Praktischer Tipp

Wer nachts am Bahnhof wartet, sollte sich in einen gut beleuchteten Bereich stellen, möglichst in der Nähe anderer Menschen oder des Servicepersonals. Viele Bahnsteige haben einen besonders markierten Bereich für allein Reisende, der gut einsehbar und beleuchtet ist.

Licht mit Bedacht gewählt

Die Art des Lichts ist am Bahnhof fast ebenso wichtig wie seine bloße Helligkeit.

Ein warmes, gleichmäßiges Licht wirkt freundlich und lässt die Menschen sich wohlfühlen.

Ein grelles, flackerndes Licht dagegen kann unruhig und ungemütlich wirken.

So kommt es nicht allein auf die Menge des Lichts an, sondern auch auf seine Güte.

Ein gut geplantes Licht schafft Sicherheit und eine angenehme Stimmung zugleich.

Moderne Lampen sparen Strom

Moderne Lampen verbrauchen heute weit weniger Strom als die alten Leuchten.

Mit ihnen lässt sich ein Bahnsteig hell erleuchten, ohne viel Energie zu verschwenden.

So verliert das alte Argument der hohen Stromkosten einen Teil seines Gewichts.

Helligkeit und Sparsamkeit müssen sich dank der neuen Technik nicht mehr ausschließen.

Ein heller und zugleich sparsamer Bahnhof ist damit durchaus möglich geworden.

Ein Bahnhof, der einlädt

Ein gut beleuchteter Bahnhof wirkt auf die ankommenden Reisenden einladend und freundlich.

Er ist oft der erste Eindruck, den ein Gast von einer fremden Stadt gewinnt.

Ein heller, gepflegter Bahnhof lässt die Stadt in einem guten Licht erscheinen.

So ist die Beleuchtung auch eine Art Visitenkarte des Ortes.

Aus diesem Grund lohnt sich ein gutes Licht am Ende für alle.

Unterm Strich

Ob Bahnhöfe nachts besser beleuchtet sein sollten, lässt sich im Grundsatz klar bejahen.

Denn Licht schafft Sicherheit und beugt Unfällen vor, gerade für die, die sich nachts unsicher fühlen.

Dagegen stehen die Kosten der Energie und das Licht an Orten, wo nachts niemand ist.

Der klügste Weg liegt in einem hellen, aber bedarfsgerechten Licht, das sich dort verstärkt, wo Menschen sind.

Weiterfahrt

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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