Stimmt es, dass…?
„An der Nase mancher ICE steht in kleinen Buchstaben ein Städtename – und dahinter steckt eine hübsche Tradition.“
Stimmt es, dass jeder ICE einen eigenen Namen hat?
→ Ein Mythos über getaufte Züge und ihre Namen auf dem Prüfstand.
Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Stimmt es, dass…?
Kurz gesagt
Das stimmt zum großen Teil. Viele ICE-Züge tragen den Namen einer deutschen Stadt, der gut sichtbar an der Front angebracht ist. Die Bahn tauft ihre Züge in einer feierlichen Zeremonie. Allerdings hat nicht ausnahmslos jeder einzelne Zug einen Namen erhalten.
Wer aufmerksam am Bahnsteig steht, wenn ein ICE einfährt, entdeckt an der Nase des Zuges manchmal einen kleinen Schriftzug.
Dort steht, gut sichtbar für alle, der Name einer deutschen Stadt, mit dem dieser bestimmte Zug getauft wurde.
Dass Züge Namen tragen wie einst die großen Schiffe, ist eine hübsche Tradition, die vielen Reisenden gar nicht bewusst ist.

Die Tradition der Taufe
Die Bahn hat vor vielen Jahren begonnen, ihre schnellsten Züge feierlich auf die Namen deutscher Städte zu taufen.
Bei einer solchen Zeremonie wird der Zug wie ein Schiff auf seinen Namen getauft, oft in Anwesenheit von Vertretern der jeweiligen Stadt.
Von da an trägt dieser eine Zug den Namen dieser Stadt durch das ganze Land.
So verbindet die Bahn ihre Züge mit den Orten, die sie tagtäglich miteinander verbinden.

Wo der Name steht
Der Name eines getauften Zuges ist meist an der vorderen Seite, unweit des Führerstands, angebracht.
Dort steht er in kleinen, aber gut lesbaren Buchstaben und ist für aufmerksame Reisende am Bahnsteig zu erkennen.
Manchmal findet sich der Name zusätzlich auch im Inneren des Zuges wieder.
Wer einmal darauf achtet, entdeckt diese Namen an vielen der schnellen Züge.
Gut zu wissen
Der Name eines getauften ICE steht meist vorn an der Seite, nahe dem Führerstand, in kleinen, aber lesbaren Buchstaben.
Im Betrieb wird jeder Zug über eine Nummer geführt, nicht über seinen Namen. Der Name ist vor allem Tradition und Schmuck.
Städte als Namensgeber
Die weitaus meisten dieser Namen sind die von deutschen Städten, von den großen Metropolen bis zu kleineren Orten.
Für eine Stadt ist es eine besondere Ehre, wenn ein Zug ihren Namen durch das ganze Land trägt.
Manche Städte nutzen die Taufe ihres Zuges für einen festlichen Anlass und eine kleine Feier.
So wird der Zug zu einem fahrenden Botschafter seiner Namensstadt.
Nicht nur Städtenamen
Neben den Städtenamen gibt es in Einzelfällen auch Züge, die auf andere Namen getauft wurden.
So wurden manche Züge nach bekannten Persönlichkeiten oder zu besonderen Anlässen benannt.
Solche Ausnahmen sind jedoch selten, und die große Mehrheit der Namen bleibt bei den Städten.
Diese Vielfalt macht das Entdecken der Namen für manche Reisende zu einer kleinen Sammelleidenschaft.
Hat wirklich jeder Zug einen Namen?
Hier muss der verbreitete Glaube ein wenig eingeschränkt werden, denn nicht ausnahmslos jeder Zug trägt einen Namen.
Über die Jahre wurde zwar ein großer Teil der Flotte getauft, doch einige Züge blieben ohne einen eigenen Namen.
Auch kommen immer wieder neue Züge hinzu, die erst noch auf ihren Namen warten.
Man kann also sagen, dass die meisten, aber eben nicht alle Züge einen Namen tragen.
Der Name als Kennung
Für die Reisenden ist der Name vor allem eine hübsche Besonderheit, für den Betrieb hat er kaum eine praktische Bedeutung.
Denn im Alltag wird jeder Zug über eine nüchterne Nummer geführt, nicht über seinen klangvollen Namen.
Der Name ist also mehr Schmuck und Tradition als ein Werkzeug für die tägliche Steuerung des Verkehrs.
Trotzdem trägt er auf seine Weise dazu bei, dass ein Zug ein wenig mehr als nur ein Stück Technik ist.
Eine Idee von den Schiffen
Die Idee, Fahrzeuge auf Namen zu taufen, stammt ursprünglich von den großen Schiffen der Seefahrt.
Wie ein Schiff soll auch der Zug durch seinen Namen eine eigene Persönlichkeit und einen Charakter erhalten.
Diese Übertragung einer alten Seemannstradition auf die Schiene verleiht den Zügen etwas Besonderes.
So fährt in jedem getauften Zug ein kleines Stück dieser alten Tradition mit.
Was von dem Mythos übrig bleibt
Am Ende bestätigt sich die verbreitete Vorstellung zum größten Teil, wenn auch nicht in aller Strenge.
Ja, viele ICE-Züge tragen tatsächlich den Namen einer Stadt, gut sichtbar an der Front angebracht.
Nur der Zusatz, dass ausnahmslos jeder Zug einen Namen habe, trifft nicht ganz zu, denn einige bleiben ohne.
Wer das nächste Mal einen ICE einfahren sieht, kann selbst nachschauen, ob dieser Zug einen Namen trägt.
Ein Name zum Mitfahren
Für viele Reisende ist es ein kleines Vergnügen, beim Warten am Bahnsteig nach dem Namen des einfahrenden Zuges zu suchen.
Manche entdecken dabei mit Freude den Namen ihrer eigenen Heimatstadt und fühlen sich dem Zug gleich ein wenig verbunden.
Kinder machen aus dem Suchen nach den Namen oft ein regelrechtes Spiel auf einer langen Reise.
So sorgt die alte Tradition der Zugtaufe bis heute für kleine, überraschende Momente der Freude im Reisealltag.
Häufige Fragen
Hat jeder ICE einen Namen?
Auf welche Namen werden die Züge getauft?
Wo steht der Name?
Warum tauft die Bahn ihre Züge?
Hat der Name eine praktische Bedeutung?
Weiterfahrt
→ Wie viele ICE-Baureihen gibt es? – von ICE 1 bis heute
→ Wie schnell fährt der ICE? – Tempo im Fernverkehr
