Ortstermin
„Zwischen Ruhrpott-Alltag und großem Verkehrsknoten: der Dortmunder Hauptbahnhof empfängt täglich so viele Menschen wie eine Großstadt Einwohner hat.“
Ortstermin: Dortmund Hauptbahnhof
→ Ein Ortstermin am größten Bahnhof des östlichen Ruhrgebiets.
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Kurz gesagt
Der Dortmunder Hauptbahnhof zählt zu den meistgenutzten Bahnhöfen Deutschlands. Rund 130.000 Reisende nutzen ihn täglich, verteilt auf 16 Bahnsteiggleise und eine Stadtbahn im Untergrund. Sein heutiges Empfangsgebäude stammt aus dem Jahr 1952.
Wer aus dem Zug steigt und die weite Halle des Dortmunder Hauptbahnhofs betritt, spürt sofort, dass er an einem der großen Knotenpunkte des Ruhrgebiets angekommen ist.
Von früh bis spät strömen hier Pendler, Fußballfans und Fernreisende durcheinander, und der Bahnhof wirkt dabei eher nüchtern und zweckmäßig als prunkvoll.
Genau das macht ihn zu einem ehrlichen Spiegel des Ruhrgebiets, das seine Größe selten zur Schau stellt und trotzdem täglich Enormes leistet.

Der Bahnhof in Zahlen
~130.000
Reisende
pro Tag
16
Bahnsteiggleise
oben für den Zugverkehr
1952
Empfangsgebäude
nach Kriegszerstörung neu
Angaben nach Deutscher Bahn und Stadt Dortmund; Reisendenzahl gerundet.
Ankunft am Tor zum östlichen Ruhrgebiet
Der Dortmunder Hauptbahnhof ist der wichtigste Bahnhof im östlichen Teil des Ruhrgebiets und einer der meistgenutzten in ganz Deutschland.
Täglich nutzen ihn rund 130.000 Reisende, was ihn in eine Liga mit den großen Bahnhöfen der Millionenstädte hebt.
Er liegt direkt am nördlichen Rand der Innenstadt und ist von den Bahnsteigen aus in wenigen Minuten mitten im Zentrum.
Damit ist er weit mehr als eine Durchgangsstation, nämlich das eigentliche Eingangstor zur Stadt.

Die nüchterne Halle von 1952
Das heutige Empfangsgebäude stammt aus dem Jahr 1952 und ersetzte den prächtigen Vorgängerbau aus der Kaiserzeit.
Statt Türmchen und Verzierungen setzte man in der Nachkriegszeit auf klare Linien, viel Glas und schlichte Funktionalität.
Die weite Schalterhalle wirkt dadurch eher zurückhaltend, fast bescheiden für einen Bahnhof dieser Größe.
Doch gerade diese sachliche Architektur erzählt viel über die Zeit, in der sie entstand.

Für den Besuch
Vom Hauptbahnhof sind es nur wenige Minuten zu Fuß in die Fußgängerzone und zum berühmten Fußballstadion ist es mit der Stadtbahn schnell erreichbar.
Wer umsteigt, sollte die verschiedenen Ebenen einplanen, denn zwischen Fernbahnsteig und Stadtbahn liegen mehrere Rolltreppen.
Ein Bahnhof mit Kriegsnarben
Der ursprüngliche Dortmunder Hauptbahnhof aus dem 19. Jahrhundert wurde im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört.
Wie das ganze Ruhrgebiet war auch der Bahnhof ein Ziel schwerer Luftangriffe, weil hier die Verkehrswege der Industrie zusammenliefen.
Nach dem Krieg blieb zunächst nur ein Provisorium, bevor der Neubau von 1952 die Halle in ihre heutige Form brachte.
Wer genau hinschaut, erkennt an vielen Ruhrgebiets-Bahnhöfen diese typische Mischung aus altem Sockel und neuer Halle.

Der geplatzte Traum vom UFO
In den 1990er-Jahren gab es einen kühnen Plan, den Bahnhof durch einen spektakulären Neubau zu ersetzen.
Ein riesiges, rundes Gebäude sollte über den Gleisen schweben und wurde im Volksmund schnell nur das UFO genannt.
Doch das ehrgeizige Projekt scheiterte an den enormen Kosten und wurde nach langem Ringen wieder aufgegeben.
So blieb es beim schlichten Bau von 1952, der bis heute Stück für Stück modernisiert wird.

Sechzehn Gleise und ein dichter Takt
Oben, auf der Ebene der Bahnsteige, verteilen sich die Züge auf sechzehn Gleise unter einer weiten Hallenüberdachung.
Hier halten ICE und Intercity ebenso wie die vielen Regionalzüge und S-Bahnen, die das dichte Netz des Ruhrgebiets bedienen.
In der Hauptverkehrszeit reiht sich Zug an Zug, und die Anzeigetafeln kommen kaum zur Ruhe.
Für viele Menschen der Region ist dieser Takt der selbstverständliche Herzschlag ihres Arbeitsalltags.

Unter der Erde: die Stadtbahn
Tief unter der großen Halle liegt eine zweite Welt, nämlich die Station der Dortmunder Stadtbahn.
Dort fahren die unterirdischen Bahnen, die das Zentrum mit den Stadtteilen und der Universität verbinden.
Über Rolltreppen und Aufzüge sind die Ebenen miteinander verbunden, sodass der Umstieg von der S-Bahn in die Stadtbahn kurz ausfällt.
So wird der Hauptbahnhof zur Drehscheibe, an der Fern-, Nah- und Stadtverkehr direkt ineinandergreifen.

Drehscheibe im dichtesten Netz
Das Ruhrgebiet besitzt eines der dichtesten Nahverkehrsnetze Europas, und Dortmund ist einer seiner wichtigsten Knoten.
Von hier aus erreicht man Essen, Bochum und Duisburg im engen Takt, oft mehrmals pro Stunde.
Gleichzeitig ist der Bahnhof ein Halt auf den großen Fernverbindungen von Köln über das Ruhrgebiet bis nach Berlin.
Diese Doppelrolle aus regionaler Drehscheibe und Fernverkehrshalt macht seine besondere Bedeutung aus.

Wie es weitergeht
Wie viele große Bahnhöfe wird auch Dortmund seit Jahren Stück für Stück modernisiert.
Neue Aufzüge, hellere Bahnsteige und barrierefreie Zugänge sollen den Aufenthalt angenehmer machen.
Das nüchterne Gebäude von 1952 bleibt dabei erhalten, wird aber im Inneren nach und nach erneuert.
So bleibt der Dortmunder Hauptbahnhof, was er seit Jahrzehnten ist: das verlässliche Tor zum östlichen Ruhrgebiet.


Häufige Fragen
Wie viele Menschen nutzen den Bahnhof?
Wie alt ist das Empfangsgebäude?
Was hatte es mit dem UFO auf sich?
Weiterfahrt
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→ Wie viele ICE-Baureihen gibt es? – die ganze ICE-Familie
