Ortstermin Bayerische Zugspitzbahn: Zahnradbahn auf den höchsten Bahnhof Deutschlands (2.588 m)

Bahn-Slam · Ortstermin

„Sehr geehrte Fahrgäste, wir erreichen in Kürze den höchsten Bahnhof Deutschlands. Bitte atmen Sie ruhig – wir sind auf 2.588 Metern.“

Ortstermin: Die Bayerische Zugspitzbahn

→ Diese Bahn klettert mit dem Zahnrad auf Deutschlands höchsten Bahnhof – 2.588 Meter über dem Meer, mitten in den Fels gebohrt.

Lesezeit: 8 Minuten · Ortstermin · Garmisch-Partenkirchen

Kurz gesagt

Die Bayerische Zugspitzbahn fährt von Garmisch-Partenkirchen auf das Zugspitzplatt – mit 2.588 Metern der höchste Bahnhof Deutschlands. Die Strecke ist 19,5 Kilometer lang, läuft zum Teil durch einen rund 4,5 Kilometer langen Tunnel und überwindet mit dem Zahnrad Steigungen bis zu 250 Promille. Eröffnet wurde die letzte, oberste Teilstrecke am 8. Juli 1930. Vom Bahnhof am Platt bringt eine Seilbahn die Gäste auf den 2.962 Meter hohen Gipfel.

Die meisten Bahnhöfe liegen dort, wo Menschen wohnen.

Dieser hier liegt dort, wo im Winter der Schnee meterhoch steht und die Luft schon dünn wird.

Das Zugspitzplatt, Endstation der Bayerischen Zugspitzbahn, ist mit 2.588 Metern der höchste Bahnhof Deutschlands.

Und der Weg dorthin ist eine der erstaunlichsten Zugfahrten, die das Land zu bieten hat: erst durchs Tal, dann senkrecht in den Berg.

Zug der Bayerischen Zugspitzbahn in Garmisch
Start im Tal: die Zugspitzbahn am Bahnhof in Garmisch. Foto: Frank Nowotny, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Vom Tal in den Fels

Los geht es am Talbahnhof in Garmisch-Partenkirchen, auf 706 Metern Höhe.

Die ersten Kilometer rollt die Bahn wie eine normale Schmalspurbahn durch Wiesen und am Eibsee entlang.

Dann beginnt der Ernst: Die Strecke verschwindet in einem rund viereinhalb Kilometer langen Tunnel, der sich im Berginneren nach oben schraubt.

Am Ende klettert der Zug aus dem Fels heraus direkt auf das Zugspitzplatt – über 1.800 Höhenmeter über dem Startpunkt.

Die Bergbahn in Zahlen

2.588 m

Zugspitzplatt

höchster Bahnhof Deutschlands

19,5 km

Streckenlänge

von Garmisch bis zum Platt

250 ‰

maximale Steigung

nur mit Zahnstange befahrbar

≈ 4,5 km

Zugspitztunnel

im Berginneren nach oben gewendelt

1.000 mm

Spurweite

Meterspur, Zahnstange Riggenbach und Von Roll

8.7.1930

Eröffnung

der obersten Teilstrecke aufs Platt

Quelle: Wikipedia „Bayerische Zugspitzbahn“. Zahlen gerundet.

Zugkreuzung am Bahnhof Eibsee
Am Eibsee kreuzen sich die Züge, bevor es in den Tunnel geht. Foto: Whgler, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Warum es ohne Zahnrad nicht geht

Eine normale Bahn schafft Steigungen von vielleicht 40 Promille – das sind 40 Meter Anstieg auf einen Kilometer.

Die Zugspitzbahn muss bis zu 250 Promille bewältigen, also das Sechsfache.

Dafür liegt zwischen den Schienen eine gezahnte Stange, in die ein Zahnrad unter dem Triebwagen greift.

So zieht sich der Zug den Berg hinauf wie an einer Leiter – und hält sich bei der Talfahrt an derselben Stange fest, damit er nicht zu schnell wird.

Wagen der Bayerischen Zugspitzbahn
Die Wagen sind fürs Klettern gebaut, nicht fürs Rasen. Foto: Frank Nowotny, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Der letzte Schritt: die Seilbahn

Das Zugspitzplatt ist nicht der Gipfel.

Vom höchsten Bahnhof Deutschlands bringt eine Gletscherseilbahn die Gäste die letzten Meter hinauf zum eigentlichen Gipfel auf 2.962 Metern.

Wer will, kann auch unten im Tal die große Seilbahn nehmen, die vom Eibsee in einem Rutsch hinauffährt.

Die Bahn durch den Berg und die Seilbahn über den Abgrund – es gibt wenige Orte, an denen beide Welten so nah beieinanderliegen.

Triebwagen der Bayerischen Zugspitzbahn
Seit 1930 fährt die Bahn komplett bis aufs Platt. Foto: Whgler, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Stück deutsche Superlative

Der höchste Bahnhof Deutschlands liegt am Ende dieser Strecke – kein anderer Bahnsteig im Land liegt höher.

Gebaut wurde die Bahn in drei Abschnitten zwischen 1929 und 1930, in einer Zeit, als man Tunnel noch mit deutlich mehr Handarbeit in den Fels trieb.

Betreiber ist die Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG, eine Tochter der Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen.

Wenn Sie dort sind

Nehmen Sie etwas Warmes mit: Unten im Tal kann Sommer sein, während oben am Platt Schnee liegt.

Die Fahrt hinauf dauert gut eine Stunde – Zeit genug, um zu spüren, wie die Landschaft vor dem Fenster kippt.

Und halten Sie beim Tunnel die Ohren zu niemandem hin, der Ihnen die Höhe ausreden will: 2.588 Meter bleiben 2.588 Meter.

Häufige Fragen zur Zugspitzbahn

Wo ist der höchste Bahnhof Deutschlands?
Am Zugspitzplatt auf 2.588 Metern – die Endstation der Bayerischen Zugspitzbahn. Kein anderer Bahnhof in Deutschland liegt höher.
Wie lang ist die Strecke?
19,5 Kilometer von Garmisch-Partenkirchen bis zum Zugspitzplatt, davon ein rund viereinhalb Kilometer langer Tunnel im Berginneren.
Warum braucht die Bahn ein Zahnrad?
Weil die Strecke Steigungen bis zu 250 Promille hat. Für so steile Abschnitte reicht die Reibung normaler Räder nicht – ein Zahnrad greift in eine Zahnstange zwischen den Schienen.
Komme ich mit der Bahn auf den Gipfel?
Nicht ganz. Die Bahn endet am Zugspitzplatt auf 2.588 Metern. Von dort bringt eine Seilbahn die Gäste auf den Gipfel auf 2.962 Metern.
Seit wann fährt die Zugspitzbahn?
Die oberste Teilstrecke aufs Platt wurde am 8. Juli 1930 eröffnet. Die unteren Abschnitte gingen bereits 1929 in Betrieb.
Fährt die Bahn auch im Winter?
Ja. Das Zugspitzplatt ist ein Skigebiet, die Bahn bringt die Gäste ganzjährig hinauf.

Quellen

Wikipedia: „Bayerische Zugspitzbahn“ – Streckenlänge, Höhen, Spurweite, Zahnstangensystem, Tunnel, Steigung, Eröffnungsdaten, Betreiber.

Stand: September 2026. Zahlen gerundet.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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