Stimmt es, dass Züge früher mit Kohle fuhren?

Stimmt es, dass…?

„Ja, es stimmt: Früher fuhren die Züge mit Kohle. In der Dampflok verbrannte ein Feuer die Kohle.“

Stimmt es, dass Züge früher mit Kohle fuhren?

→ Ein Blick auf das Feuer im Zug.

Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Stimmt es, dass…?

Kurz gesagt

Ja, das stimmt. Früher fuhren die Züge mit Kohle. In der Dampflok brannte ein großes Feuer. Es verbrannte die Kohle und erhitzte Wasser zu Dampf. Der Dampf trieb die Räder an. Heute fahren die Züge mit Strom oder mit Diesel, doch lange Zeit war die Kohle der Motor der Eisenbahn.

Heute fahren Züge mit Strom oder Diesel.

Doch das war nicht immer so.

Womit sie früher fuhren, klären wir heute.

Gera, Thüringen Bahnhof (back) (Zeno Ansichtskarten)
Foto: Walter Schuster, Gera, Public domain, via Wikimedia Commons

Die Dampflok in Zahlen

Ja

die Antwort

früher mit Kohle

Feuer

in der Lok

es verbrannte die Kohle

Dampf

trieb die Räder

aus heißem Wasser

Ja, früher fuhren die Züge mit Kohle in der Dampflok.

Die Zeit der Dampfloks

Früher gab es keinen Fahrdraht.

Auch Diesel war noch selten.

Die Züge zog eine Dampflok.

Und die brauchte Kohle.

Bahnhof Wurzbach (Thüringen) 1
Foto: Giorno2, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Feuer in der Lok

In der Dampflok brannte ein großes Feuer.

Ein Mensch schaufelte Kohle hinein.

Er hieß der Heizer.

Ständig legte er nach.

Gut zu wissen

Ja, es stimmt: Früher fuhren die Züge mit Kohle. Es gab noch keinen Fahrdraht, und auch Diesel war selten, sodass eine Dampflok die Züge zog, die Kohle brauchte. In der Lok brannte ein großes Feuer, in das ein Mensch, der Heizer, ständig Kohle schaufelte. Das Feuer erhitzte einen großen Kessel voll Wasser, das zu heißem Dampf wurde, und dieser Dampf hatte große Kraft.

Der heiße Dampf strömte zu den Rädern, wo er auf einen Kolben drückte, der die Räder anschob, sodass die Lok voranfuhr. Weil sie viel Kohle und Wasser brauchte, führte sie beides mit sich, oft in einem eigenen Wagen hinten, dem Tender. Aus dem Schornstein kamen dunkler Rauch und zischender weißer Dampf, sodass man die Lok schon von Weitem hörte. Heute ist das vorbei, denn die Dampflok war aufwendig und brauchte viel Kohle und Arbeit, während Strom und Diesel einfacher sind – deshalb fahren die Züge heute anders.

Von der Kohle zum Dampf

Das Feuer erhitzte einen großen Kessel.

Im Kessel war Wasser.

Das Wasser wurde zu heißem Dampf.

Der Dampf hatte große Kraft.

Der Dampf treibt die Räder

Der heiße Dampf strömte zu den Rädern.

Dort drückte er auf einen Kolben.

Der Kolben schob die Räder an.

So fuhr die Lok voran.

Kohle und Wasser an Bord

Die Lok brauchte viel Kohle und Wasser.

Beides führte sie mit sich.

Hinten hing oft ein eigener Wagen dafür.

Er hieß der Tender.

Rauch und Dampf

Aus dem Schornstein kam dunkler Rauch.

Auch weißer Dampf zischte heraus.

Man hörte die Lok schon von Weitem.

Das gehörte zur Dampfeisenbahn dazu.

Warum es vorbei ist

Die Dampflok war aufwendig.

Sie brauchte viel Kohle und viel Arbeit.

Strom und Diesel sind einfacher.

Deshalb fahren Züge heute anders.

Ja, mit Kohle

Am Ende stimmt es: Früher fuhren Züge mit Kohle.

In der Dampflok verbrannte ein Feuer die Kohle.

Der Dampf aus heißem Wasser trieb die Räder an.

Heute fahren die Züge mit Strom oder Diesel.

Zum Schluss ein Gedanke

Hinter dieser scheinbar einfachen Frage verbirgt sich ein ganzes Stück der großen, vielfältigen und oft überraschenden Welt der Eisenbahn, das einen zweiten Blick durchaus lohnt.

Wer ein wenig genauer hinschaut, entdeckt hinter der knappen Antwort schnell die spannenden Geschichten, die kluge Technik und die lange Geschichte, die dahinterstehen.

So wird aus einer bloßen Frage am Bahnsteig ein kleines Fenster, das den Blick auf ein ganzes und durchaus faszinierendes Themenfeld der Bahn freigibt.

Gerade bei den vielen Angaben und Annahmen rund um die Bahn lohnt es sich, genau hinzuschauen und das Wahre vom Ungefähren zu trennen.

Denn erst wer die Zusammenhänge kennt, versteht das oft verborgene Geschehen rund um Zug, Gleis und Bahnhof am Ende ein gutes Stück besser als zuvor.

Am besten merkt man sich die einfache und klare Antwort gleich für das nächste Mal, wenn das Gespräch wieder einmal auf dieses schöne Thema kommt.

So kann man manch hartnäckigem Gerücht und mancher liebgewonnenen Halbwahrheit über die Bahn künftig ganz gelassen begegnen.

Und ein wenig gesichertes Wissen über die Bahn macht das Reisen am Ende nicht nur interessanter, sondern auch spürbar entspannter.

Denn wer die Hintergründe kennt, der sieht den vorbeifahrenden Zug und den belebten Bahnhof mit ganz anderen Augen.

So wird aus einer kleinen Frage am Ende ein nützliches Stück Wissen, das einen auf jeder weiteren Reise begleitet.

Häufige Fragen

Fuhren Züge früher wirklich mit Kohle?
Ja. Früher zog eine Dampflok die Züge, und in ihr verbrannte ein Feuer die Kohle. Der so gewonnene Dampf trieb die Räder an.
Wie wurde aus Kohle Bewegung?
Das Feuer aus der Kohle erhitzte einen Kessel voll Wasser zu heißem Dampf. Der Dampf drückte auf einen Kolben, der die Räder anschob, sodass die Lok fuhr.
Wer legte die Kohle nach?
Der Heizer. Er schaufelte ständig Kohle in das Feuer der Lok, damit der Kessel heiß blieb und immer genug Dampf entstand.
Was war der Tender?
Ein eigener Wagen hinter der Lok. In ihm führte die Dampflok ihre Kohle und ihr Wasser mit, weil sie davon sehr viel brauchte.
Warum fahren Züge heute nicht mehr mit Kohle?
Weil die Dampflok aufwendig war und viel Kohle und Arbeit brauchte. Strom und Diesel sind einfacher, deshalb fahren die Züge heute damit statt mit Kohle.

Weiterfahrt

Die erste Dampflok – der Adler

Die Dampflok – wie sie arbeitet

Zurück zum Finder

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

Zeige alle Beiträge von BahnSlam →