Stimmt es, dass man im Zug essen darf?

Stimmt es, dass …?

„Der Duft von Currywurst im Großraumwagen – für die einen Reisegenuss, für die anderen eine Zumutung. Aber verboten ist er nicht.“

Stimmt es, dass man im Zug essen darf?

→ Ein Mythos zwischen Reiseproviant und Rücksicht.

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Kurz gesagt

Ja. Im Zug darf man essen, egal ob mitgebrachtes Butterbrot oder das warme Gericht aus dem Bordbistro. Ein Verbot gibt es nicht. Nur die Rücksicht auf die Mitreisenden setzt dem Genuss vernünftige Grenzen.

Zu einer längeren Bahnfahrt gehört für viele Menschen der Reiseproviant so selbstverständlich dazu wie das Buch oder das aufgeladene Handy.

Der eine packt sein Butterbrot aus, der andere holt sich einen warmen Snack, und mancher gönnt sich das volle Menü im Bordrestaurant.

Immer wieder aber taucht die Frage auf, ob und was man im Zug überhaupt essen darf, gerade wenn es um kräftig riechende Speisen geht.

Deutsche Bahn ()
Foto: Tobias Nordhausen, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Essen ist ausdrücklich erlaubt

Die gute Nachricht vorweg: Im Zug zu essen ist völlig erlaubt und gehört zum Reisen einfach dazu.

Ob mitgebrachtes Brot, Obst, ein Riegel oder ein warmes Gericht aus dem Bordbistro spielt dabei grundsätzlich keine Rolle.

Anders als in manchem Museum oder Geschäft gibt es im Zug kein allgemeines Verbot, Speisen und Getränke zu sich zu nehmen.

Die Bahn bietet mit Bistro und Restaurant sogar selbst das Essen an Bord an und lädt damit ausdrücklich zum Genuss ein.

Deutsche Bahn ()
Foto: Tobias Nordhausen, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Das Bordbistro als Bordküche

In vielen Fernzügen gibt es ein eigenes Bordbistro oder sogar ein richtiges Bordrestaurant mit warmer Küche.

Dort bekommt man Getränke, kleine Snacks und wechselnde warme Gerichte, die während der Fahrt zubereitet werden.

Man kann sein Essen im Bistro einnehmen oder es an den eigenen Sitzplatz mitnehmen.

Für viele Reisende gehört der Gang ins Bordbistro zum kleinen Ritual einer längeren Fahrt.

Rücksicht beim Essen

Geruchsarme Speisen wählen und den eigenen Müll hinterher mitnehmen – so stört man niemanden im Wagen.

Alkohol ist im Fernzug erlaubt, in einigen Nahverkehrszügen und an manchen Bahnhöfen aber verboten – auf die Aushänge achten.

Wo die Höflichkeit ins Spiel kommt

So klar das Recht auf das Essen ist, so sehr ist der gute Ton beim Was und Wie eine Frage der Rücksicht.

Ein Butterbrot oder ein Apfel stören niemanden, doch stark riechende Speisen können den ganzen Wagen erfüllen.

Was dem einen köstlich duftet, empfindet der Sitznachbar auf engem Raum womöglich als aufdringlich oder gar unangenehm.

Wer sein Essen bewusst geruchsarm wählt, macht die Fahrt für alle im Wagen angenehmer, ohne auf den Genuss zu verzichten.

Der Klassiker mit dem Geruch

Besonders in Verruf geraten immer wieder wenige Speisen, deren kräftiger Geruch sich schnell im ganzen Waggon ausbreitet.

Warme Fischgerichte oder stark gewürzte Snacks gehören zu jenen Klassikern, die bei Mitreisenden für Stirnrunzeln sorgen.

Verboten sind auch sie nicht, doch sie zählen zu den Speisen, die man aus Rücksicht vielleicht lieber vor oder nach der Fahrt genießt.

Ein neutrales belegtes Brot ist im engen Wagen fast immer die freundlichere Wahl.

Sauberkeit als zweite Regel

Neben dem Geruch spielt beim Essen im Zug noch ein zweiter Punkt der Rücksicht eine wichtige Rolle.

Wer isst, sollte seinen Müll und seine Krümel hinterher mitnehmen und den Platz sauber für den nächsten Fahrgast hinterlassen.

Ein zurückgelassener Verpackungsberg auf dem Klapptisch trübt die Reise für alle, die nach einem später hier sitzen.

Die Bahn stellt Abfallbehälter bereit, sodass sich der eigene Müll leicht ordentlich entsorgen lässt.

Getränke ja, aber vorsichtig

Auch Getränke sind im Zug selbstverständlich erlaubt, vom Kaffee über das Wasser bis zum Softdrink.

Bei heißen Getränken lohnt sich allerdings ein sicherer Stand, denn ein ruckelnder Zug hat schon manche Tasse zum Kippen gebracht.

Ein Becher mit Deckel schützt sowohl die eigene Kleidung als auch die des Sitznachbarn vor einer unfreiwilligen Dusche.

Wer sein Getränk auf dem Klapptisch abstellt, sollte es bei jeder Bremsung im Auge behalten.

Alkohol als Sonderfall

Auch ein Bier oder ein Glas Wein sind im Fernzug grundsätzlich erlaubt und werden im Bordbistro sogar verkauft.

Anders sieht es allerdings in einigen Nahverkehrszügen und an bestimmten Bahnhöfen aus, wo einzelne Verbünde ein Alkoholverbot verhängt haben.

Solche Verbote dienen meist der Sicherheit, etwa rund um Großereignisse mit vielen angetrunkenen Fahrgästen.

Wer sichergehen will, achtet auf die Aushänge im jeweiligen Verkehrsverbund.

Das Fazit zum Mythos

Die Sorge, man dürfe im Zug nicht essen, ist damit unbegründet, denn das Essen an Bord ist ausdrücklich erlaubt.

Ein Verbot gibt es nicht, und die Bahn lädt mit ihrem Bordbistro sogar selbst zum Genuss unterwegs ein.

Die einzigen echten Grenzen setzen der eigene Anstand und die Rücksicht auf die Menschen im selben Wagen.

Wer geruchsarm isst, seinen Müll mitnimmt und leise bleibt, kann seine Bahnfahrt guten Gewissens genießen.

Häufige Fragen

Darf man im Zug essen?
Ja, ausdrücklich. Ob mitgebrachtes Brot oder warmes Gericht aus dem Bordbistro – ein Verbot gibt es nicht.
Gibt es im Zug ein Restaurant?
In vielen Fernzügen gibt es ein Bordbistro oder ein Bordrestaurant mit Getränken, Snacks und warmen Gerichten.
Was sollte ich lieber nicht essen?
Stark riechende Speisen wie warmen Fisch. Verboten sind sie nicht, aus Rücksicht genießt man sie aber besser vor oder nach der Fahrt.
Darf ich im Zug Alkohol trinken?
Im Fernzug ja, er wird sogar im Bordbistro verkauft. In einigen Nahverkehrszügen und an manchen Bahnhöfen gilt aber ein Alkoholverbot.
Was mache ich mit meinem Müll?
Ihn mitnehmen und in den Abfallbehältern entsorgen, damit der Platz für den nächsten Fahrgast sauber bleibt.

Weiterfahrt

Darf man im Zug telefonieren? – Handy im Wagen

Wie viel Gepäck darf ich mitnehmen? – Regeln fürs Reisegepäck

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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