Stimmt es, dass…?
„Vollgequalmte Abteile mit gelblichen Fenstern und übervollen Aschenbechern – für Jüngere kaum vorstellbar, war das lange der Alltag im Zug.“
Stimmt es, dass es früher Raucherabteile im Zug gab?
→ Ein Mythos über den blauen Dunst in den Zügen von einst.
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Kurz gesagt
Das stimmt. Über viele Jahrzehnte durfte man in den Zügen rauchen, und es gab eigene Raucherabteile mit Aschenbechern. Erst vor einigen Jahren wurde das Rauchen in den Zügen und schließlich auch auf weiten Teilen der Bahnsteige ganz verboten.
Für junge Reisende ist es heute kaum noch vorstellbar, doch über viele Jahrzehnte gehörte der blaue Dunst ganz selbstverständlich zur Bahnfahrt.
In den Zügen gab es eigene Raucherabteile, in denen die Reisenden während der Fahrt ungeniert zur Zigarette griffen.
Wie es dazu kam und wann das Rauchen aus den Zügen verschwand, ist eine überraschend aufschlussreiche Sache zu wissen.

Der Zug voller Rauch
Über viele Jahrzehnte war das Rauchen in den Zügen der Bahn ganz selbstverständlich erlaubt.
In den dafür vorgesehenen Raucherabteilen hingen dicke Schwaden aus blauem Dunst in der Luft.
An den Wänden und in den Sitzen setzte sich der Geruch fest, und die Fenster nahmen mit der Zeit einen gelblichen Ton an.
Für die Raucher war das eine Selbstverständlichkeit, für die Nichtraucher oft eine erhebliche Belästigung.

Die Trennung in Abteile
Um die Rücksicht auf die Nichtraucher zu wahren, teilte man die Züge in Raucher- und Nichtraucherabteile auf.
Ein Schild an der Tür verriet, in welchem Abteil das Rauchen erlaubt und in welchem es untersagt war.
So konnte jeder das Abteil wählen, das seinen Wünschen entsprach, und der eine mied den Rauch, den der andere genoss.
Diese Trennung war über lange Zeit der übliche und akzeptierte Umgang mit dem Rauchen im Zug.
Gut zu wissen
Jahrzehntelang waren die Züge in Raucher- und Nichtraucherabteile geteilt, erkennbar an einem Schild an der Tür. Kleine Aschenbecher gehörten zur Ausstattung.
Heute ist das Rauchen in den Zügen ganz verboten und auf weiten Teilen der Bahnsteige nur noch in gekennzeichneten Raucherbereichen erlaubt.
Die kleinen Aschenbecher
Ein vertrautes Detail der alten Raucherabteile waren die kleinen Aschenbecher an den Sitzen und Wänden.
Sie ließen sich aufklappen und nahmen die Asche und die ausgedrückten Zigaretten der Reisenden auf.
Diese Aschenbecher gehörten so selbstverständlich zum Zug wie die Sitze und die Gepäckablage.
Heute erinnern sie in manchen alten Wagen noch als stumme Zeugen an eine vergangene Zeit.
Der Wandel der Haltung
Mit der Zeit änderte sich die Haltung der Gesellschaft zum Rauchen in der Öffentlichkeit grundlegend.
Das Wissen um die Schädlichkeit des Rauchens und des Passivrauchens wuchs immer weiter.
Immer mehr Menschen wollten nicht länger den Rauch anderer einatmen, besonders nicht in geschlossenen Räumen.
Dieser Wandel machte auch vor der Bahn nicht halt und bereitete das Ende der Raucherabteile vor.
Das Verbot im Zug
Schließlich wurde das Rauchen in den Zügen der Bahn vor einigen Jahren vollständig verboten.
Von diesem Tag an durfte in keinem Abteil und in keinem Wagen mehr geraucht werden.
Die alten Raucherabteile verschwanden, und die Aschenbecher wurden nach und nach ausgebaut.“,“So wurde aus dem einst verrauchten Zug ein für alle frischer und sauberer Ort.
Auch der Bahnsteig wurde rauchfrei
Nach den Zügen nahm sich die Bahn nach und nach auch die Bahnsteige vor.
Auf weiten Teilen der Bahnsteige ist das Rauchen heute ebenfalls untersagt, um die Wartenden zu schützen.
Nur an eigens gekennzeichneten Stellen, den sogenannten Raucherbereichen, ist es noch erlaubt.
So wurde der Schutz der Nichtraucher vom Zug bis auf den Bahnsteig hinaus ausgedehnt.
Ein Stück Alltagsgeschichte
Das Verschwinden der Raucherabteile ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie sich der Alltag über die Jahre wandelt.
Was einst völlig selbstverständlich war, erscheint heute kaum noch vorstellbar und beinahe fremd.
In diesem Wandel spiegelt sich eine veränderte Haltung zur Gesundheit und zur Rücksicht auf andere.
So erzählt die kleine Geschichte der Raucherabteile zugleich viel über den Wandel der ganzen Gesellschaft.
Was von dem Mythos übrig bleibt
Am Ende bestätigt sich die Erinnerung älterer Reisender in vollem Umfang und ganz ohne Übertreibung.
Ja, über viele Jahrzehnte durfte man in den Zügen rauchen, und es gab eigene Raucherabteile mit Aschenbechern.
Erst vor einigen Jahren wurde das Rauchen in den Zügen und schließlich auf weiten Teilen der Bahnsteige verboten.
Wer heute in einem frischen und sauberen Zug sitzt, ahnt kaum, wie verraucht die Bahnfahrt einst war.
Erinnerungsstücke einer Epoche
In liebevoll erhaltenen alten Reisezugwagen lassen sich die einstigen Raucherabteile bis heute im Original bestaunen.
Auf so mancher Museumsbahn sind die kleinen aufklappbaren Aschenbecher und die typischen Schilder noch an ihrem Platz.
Für ältere Besucher wecken diese Details oft lebhafte Erinnerungen an die Bahnfahrten ihrer Jugend.
Jüngere dagegen staunen über eine Zeit, in der der Griff zur Zigarette im Zug so selbstverständlich war wie heute der Blick aufs Mobiltelefon.
Häufige Fragen
Gab es früher wirklich Raucherabteile?
Wie waren die Züge aufgeteilt?
Wann wurde das Rauchen verboten?
Warum wurde es verboten?
Darf man am Bahnsteig noch rauchen?
Weiterfahrt
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