Stimmt es, dass ein Zug im Tunnel lauter ist?

Stimmt es, dass…?

„Kaum taucht der Zug in den Tunnel, schwillt der Lärm an – die enge Röhre wirft jeden Ton zurück.“

Stimmt es, dass ein Zug im Tunnel lauter ist?

→ Ein Mythos über den Lärm in der dunklen Röhre.

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Kurz gesagt

Ja, das stimmt. Im Tunnel wird ein Zug deutlich lauter als auf freier Strecke. Der Grund ist, dass der Schall von den engen Wänden des Tunnels zurückgeworfen wird, statt sich in der Weite zu verlieren. Dazu kommt oft ein spürbarer Druck auf den Ohren, wenn der Zug in den Tunnel einfährt.

Wer im Zug durch einen Tunnel fährt, bemerkt oft einen deutlichen Unterschied.

Kaum ist der Zug in der dunklen Röhre, schwillt der Lärm spürbar an.

Ob ein Zug im Tunnel wirklich lauter ist, hat einen ganz handfesten Grund.

Ludwigshafener (Rhein) Hauptbahnhof auf Bahnsteig zu Gleis 9 Richtung Ma
Foto: Wikimedia-User Jivee Blau, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Lauter in der Röhre

Tatsächlich ist ein Zug im Tunnel deutlich lauter als auf freier Strecke.

Sobald er in die Röhre einfährt, schwillt das Rauschen und Dröhnen an.

Sowohl die Reisenden im Zug als auch Menschen am Tunnel bemerken das.

So ist der Lärm im Tunnel ein vertrautes und deutliches Erlebnis.

Wormser Hauptbahnhof auf Bahnsteig zu Gleis 3 Richtung Mainz (RE 218 411
Foto: Wikimedia-User Jivee Blau, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Warum der Schall zurückkommt

Der Grund für den Lärm liegt in den engen Wänden des Tunnels.

Auf freier Strecke verliert sich der Schall des Zuges in der Weite.

Im Tunnel aber trifft er auf die nahen Wände und wird zurückgeworfen.

So sammelt sich der Schall in der Röhre, statt zu entweichen, und wird lauter.

Gut zu wissen

Im Tunnel ist ein Zug deutlich lauter, weil der Schall von den engen Wänden zurückgeworfen wird, statt sich in der Weite zu verlieren. So sammelt er sich zu einem dichten Echo.

Beim Einfahren spürt man oft einen Druck auf den Ohren, weil der Zug die Luft in der Röhre vor sich herschiebt. Je schneller der Zug, desto stärker sind Lärm und Druck. Moderne Züge sind gut abgedichtet und schlucken einen Teil des Lärms.

Ein Echo ringsum

Man kann sich den Tunnel wie einen großen, langen Klangkörper vorstellen.

Der Schall wird von den Wänden, dem Boden und der Decke zurückgeworfen.

Aus vielen solchen Rückwürfen entsteht ein dichtes Echo ringsum.

Dieses Echo lässt den Zug im Tunnel viel lauter erscheinen.

Der Druck auf den Ohren

Neben dem Lärm bemerkt man im Tunnel oft noch etwas anderes.

Beim Einfahren spürt man mitunter einen Druck auf den Ohren.

Er entsteht, weil der Zug die Luft in der engen Röhre vor sich herschiebt.

So ändert sich der Luftdruck kurz, und die Ohren nehmen das wahr.

Besonders bei hohem Tempo

Je schneller der Zug fährt, desto stärker fallen diese Wirkungen aus.

Ein schneller ICE erzeugt im Tunnel einen besonders kräftigen Druck.

Auch der Lärm nimmt mit dem Tempo des Zuges deutlich zu.

Darum sind die Tunnel der Schnellstrecken oft besonders sorgfältig gebaut.

Was dagegen hilft

Damit es im Tunnel nicht zu laut und unangenehm wird, gibt es Abhilfe.

Moderne Züge sind gut abgedichtet und schlucken einen Teil des Lärms.

Manche Tunnel haben zudem Wände, die den Schall dämpfen.

So bleibt der Lärm im Inneren des Zuges meist noch erträglich.

Ein kurzer Spuk

Für den Reisenden ist der Lärm im Tunnel meist nur ein kurzer Spuk.

Kaum ist der Tunnel durchfahren, kehrt die gewohnte Ruhe zurück.

Nur bei sehr langen Tunneln dauert das Dröhnen eine ganze Weile an.

So gehört der laute Tunnel zu den vorübergehenden Eigenheiten der Fahrt.

Was von dem Mythos übrig bleibt

Am Ende stimmt es also: Ein Zug ist im Tunnel deutlich lauter.

Der Schall wird von den engen Wänden zurückgeworfen und sammelt sich.

Dazu kommt der spürbare Druck auf den Ohren beim Einfahren.

So hat der laute Tunnel einen einfachen und ganz natürlichen Grund.

Der Knall am Tunnelende

Bei sehr schnellen Zügen entsteht am Ende eines Tunnels mitunter ein Knall.

Die Luftwelle, die der Zug vor sich herschiebt, entweicht dort mit Wucht.

Man nennt diesen lauten Ton den Tunnelknall.

Damit er die Anwohner nicht stört, baut man die Tunnel besonders klug.

Weite Öffnungen am Ende lassen die Luft sanfter entweichen.

Ohren schützen im Tunnel

Wer im Tunnel den Druck auf den Ohren als unangenehm empfindet, kann sich helfen.

Ein kräftiges Schlucken oder Gähnen gleicht den Druck rasch wieder aus.

Meist ist die Empfindung ohnehin nur kurz und harmlos.

So lässt sich die Fahrt durch den Tunnel ganz entspannt genießen.

Häufige Fragen

Ist ein Zug im Tunnel lauter?
Ja, deutlich. Sobald er in die Röhre einfährt, schwillt der Lärm an, weil der Schall von den engen Wänden zurückgeworfen wird, statt sich in der Weite zu verlieren.
Warum ist das so?
Auf freier Strecke verliert sich der Schall in der Weite. Im Tunnel trifft er auf die nahen Wände, den Boden und die Decke und wird von ihnen zurückgeworfen. So entsteht ein dichtes Echo.
Woher kommt der Druck auf den Ohren?
Der Zug schiebt die Luft in der engen Röhre vor sich her. Dadurch ändert sich beim Einfahren kurz der Luftdruck, und die Ohren nehmen das als Druck wahr.
Ist es bei hohem Tempo schlimmer?
Ja. Je schneller der Zug fährt, desto stärker fallen Lärm und Druck aus. Ein schneller ICE erzeugt im Tunnel einen besonders kräftigen Druck.
Was hilft gegen den Lärm?
Moderne Züge sind gut abgedichtet und schlucken einen Teil des Lärms. Manche Tunnel haben zudem Wände, die den Schall dämpfen. So bleibt es im Inneren meist erträglich.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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