Stimmt es, dass man im Tunnel kein Handynetz hat?

Stimmt es, dass…?

„Mitten im Gespräch taucht der Zug in den Tunnel, und plötzlich ist der andere weg – doch dieses Ärgernis wird langsam seltener.“

Stimmt es, dass man im Tunnel kein Handynetz hat?

→ Ein Mythos über das Handynetz auf der Schiene.

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Kurz gesagt

Oft stimmt das, aber immer seltener. In vielen, besonders älteren Tunneln bricht das Handynetz noch ab, weil die Funkwellen den Fels nicht durchdringen. Doch die Bahn rüstet immer mehr Tunnel mit besonderer Technik aus, die das Netz auch unter der Erde weiterträgt. So wird die Funkstille im Tunnel nach und nach seltener.

Es ist ein bekanntes Ärgernis: Mitten im Telefonat fährt der Zug in einen Tunnel, und die Verbindung bricht ab.

Kaum ist der Tunnel durchfahren, kehrt das Netz zurück, und das Gespräch beginnt von vorn.

Ob man im Tunnel wirklich immer ohne Netz ist, verdient jedoch eine genauere Betrachtung.

DB 422 527 S Bahn Rhein Ruhr Duisburg
Foto: Clic, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Warum das Netz im Tunnel abbricht

Das Handynetz wird von Funkwellen getragen, die durch die Luft von Mast zu Mast reisen.

Diese Wellen können jedoch massives Gestein und dicke Betonwände kaum durchdringen.

Fährt der Zug in einen Tunnel, so schirmt der Berg ihn von den Funkmasten draußen ab.

So verliert das Handy im Tunnel oft den Kontakt zum Netz, und die Verbindung bricht ab.

Hohenzollernbrücke Köln 2023 1
Foto: Smiley.toerist, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Vor allem in alten Tunneln

Besonders häufig tritt die Funkstille in den vielen alten Tunneln auf.

Sie wurden zu einer Zeit gebaut, als es noch gar keine Mobiltelefone gab.

An eine Versorgung mit Handynetz hat beim Bau also niemand auch nur gedacht.

So sind gerade diese alten Röhren oft noch reine Funklöcher unter der Erde.

Gut zu wissen

In vielen, besonders älteren Tunneln bricht das Handynetz noch ab, weil Funkwellen den Fels nicht durchdringen. Die Tunnel wurden gebaut, bevor es Handys gab.

Die Bahn rüstet immer mehr Tunnel mit einer besonderen Antenne aus, die das Netz durch die Röhre trägt. So wird die Funkstille im Tunnel seltener, ist aber noch nicht überall verschwunden.

Wie sich das Netz in den Tunnel holen lässt

Doch ein Tunnel muss längst kein Funkloch mehr sein, denn dafür gibt es eine Lösung.

Man verlegt eine besondere Antenne, oft als langes Kabel, durch den ganzen Tunnel.

Dieses Kabel strahlt das Netz gleichmäßig über die ganze Länge der Röhre ab.

So wird das Funknetz gewissermaßen mit dem Zug in den Berg hineingetragen.

Die Bahn rüstet nach

In den vergangenen Jahren wurden immer mehr Tunnel mit dieser Technik ausgestattet.

Besonders die langen Tunnel auf den wichtigen Strecken sind heute oft versorgt.

So kann man in vielen modernen Tunneln telefonieren, ohne dass das Gespräch abreißt.

Die einst selbstverständliche Funkstille im Tunnel wird damit von Jahr zu Jahr seltener.

Noch ist es nicht überall so

Trotz aller Fortschritte ist längst noch nicht jeder Tunnel mit Netz versorgt.

Gerade auf ruhigen Nebenstrecken fehlt die Technik oft noch ganz.

Dort bricht das Netz beim Einfahren in den Tunnel weiterhin zuverlässig ab.

So bleibt die Antwort auf die Frage vorerst ein deutliches Es kommt darauf an.

Auch das Bahn-Netz kann helfen

Neben dem gewöhnlichen Handynetz gibt es in vielen Zügen auch ein eigenes Funknetz.

Dieses bordeigene Netz sammelt draußen das Signal ein und verteilt es im Zug.

Doch auch dieses System ist auf ein Netz draußen angewiesen, das im Tunnel fehlen kann.

So hilft die Technik im Zug zwar, doch ganz ersetzen kann sie das Netz im Berg nicht.

Ein Ärgernis auf dem Rückzug

Alles in allem ist die Funkstille im Tunnel ein Ärgernis, das langsam auf dem Rückzug ist.

Wo früher jedes Gespräch im Berg verstummte, bleibt die Verbindung heute oft bestehen.

Für den Reisenden lohnt es sich dennoch, im Tunnel mit einem Abbruch zu rechnen.

So kann man ein wichtiges Gespräch klug schon vor der Einfahrt in den Berg beenden.

Was von dem Mythos übrig bleibt

Am Ende lässt sich die Frage mit einem klaren Oft, aber immer seltener beantworten.

In vielen alten Tunneln bricht das Netz noch ab, weil der Fels die Funkwellen aufhält.

Doch die Bahn rüstet Tunnel um Tunnel mit Technik aus, die das Netz weiterträgt.

So wird das alte Bild vom Funkloch im Tunnel mit jedem Jahr ein Stück mehr zur Vergangenheit.

Was Reisende tun können

Wer im Tunnel nicht überrascht werden will, kann sich leicht darauf einstellen.

Ein Blick auf die Strecke verrät oft, wann ein längerer Tunnel bevorsteht.

Ein wichtiges Gespräch lässt sich dann klug schon vor der Einfahrt beenden.

So wird aus dem plötzlichen Abbruch ein vorhersehbarer und harmloser Augenblick.

Häufige Fragen

Hat man im Tunnel kein Handynetz?
Oft, aber immer seltener. In vielen älteren Tunneln bricht das Netz ab, weil die Funkwellen den Fels nicht durchdringen. Neuere Tunnel sind oft versorgt.
Warum bricht das Netz im Tunnel ab?
Weil das Handynetz von Funkwellen getragen wird, die massives Gestein kaum durchdringen. Der Berg schirmt den Zug von den Funkmasten draußen ab.
Warum sind alte Tunnel besonders betroffen?
Weil sie gebaut wurden, als es noch keine Mobiltelefone gab. An eine Versorgung mit Handynetz hat beim Bau niemand gedacht.
Wie holt man das Netz in den Tunnel?
Man verlegt eine besondere Antenne, oft als langes Kabel, durch den Tunnel. Sie strahlt das Netz über die ganze Länge der Röhre ab.
Ist inzwischen jeder Tunnel versorgt?
Nein, noch nicht. Besonders auf ruhigen Nebenstrecken fehlt die Technik oft. Dort bricht das Netz beim Einfahren weiterhin ab.

Weiterfahrt

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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