Zahlen, bitte
„Gleich wird es dunkel – einer von rund 740 Tunneln liegt vor uns.“
Wie viele Tunnel hat die Bahn?
→ Rund 740 Tunnel, zusammen 593 Kilometer im Dunkeln – die Zahlen.
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Kurz gesagt
Immer wieder verschwindet die Bahn im Berg. Doch wie viele Tunnel gibt es eigentlich im deutschen Netz? Und wie viele Kilometer legt man dabei im Dunkeln zurück?
Wer Bahn fährt, kennt das kurze Dunkel: Der Zug taucht in einen Tunnel ein, die Ohren knacken, und wenig später wird es wieder hell.
Tunnel gehören zur Bahn wie Schienen und Bahnhöfe.

Rund 740 Tunnel
Das deutsche Schienennetz zählt rund 740 Eisenbahntunnel.
Zusammengerechnet ergeben sie eine Länge von etwa 593 Kilometern.
So viel Strecke fährt die Bahn also im Dunkeln durch den Berg.
593 Kilometer klingen nach viel, sind aber gemessen am gesamten Netz von rund 33.000 Kilometern nur ein kleiner Teil.
Tunnel baut man eben nur dort, wo es wirklich nötig ist.
Tunnel in Zahlen
~740
Eisenbahntunnel
im deutschen Netz
593 km
Gesamtlänge
im Dunkeln
~11 km
längster Tunnel
auf einer Schnellstrecke
Warum überhaupt Tunnel?
Tunnel baut man aus zwei Gründen.
Erstens, wenn ein Berg im Weg steht und ein Umweg zu lang wäre.
Zweitens, wenn eine Strecke möglichst gerade und schnell verlaufen soll, etwa bei Schnellfahrstrecken.
Gerade die modernen Hochgeschwindigkeitsstrecken haben viele lange Tunnel.
Damit die Züge mit 300 Kilometern pro Stunde fahren können, dürfen die Strecken keine engen Kurven haben – also geht es geradewegs durch den Berg.
Teuer, aber oft nötig
Tunnel gehören zum Aufwendigsten, was der Bahnbau kennt.
Man muss sich durch Fels oder lockeres Gestein arbeiten, das Wasser fernhalten und für Sicherheit im Brandfall sorgen.
Jeder Kilometer kostet ein Vermögen.
Dafür bringen Tunnel große Vorteile: kürzere, geradere Strecken und geschützte Landschaft an der Oberfläche.
Für schnelle, leistungsfähige Verbindungen sind sie oft unverzichtbar.
Sicherheit im Dunkeln
Ein moderner Tunnel ist mehr als ein Loch im Berg.
Er hat Fluchtwege, Notbeleuchtung und oft einen parallelen Rettungstunnel.
All das sorgt dafür, dass Menschen im Notfall sicher herauskommen.
Gerade bei langen Tunneln ist dieser Aufwand enorm.
Er erklärt einen Teil der hohen Kosten – und zeigt, dass Sicherheit im Tunnelbau oberste Priorität hat.
Vom Handvortrieb zur Tunnelbohrmaschine
Die ersten Tunnel wurden mühsam von Hand gegraben, mit Hacke, Schaufel und Sprengstoff.
Das war gefährlich und dauerte Jahre.
Viele der alten Tunnel sind bis heute in Betrieb – ein Zeugnis harter Arbeit.
Moderne Tunnel entstehen dagegen oft mit riesigen Tunnelbohrmaschinen.
Sie fressen sich Meter für Meter durch den Berg und kleiden die Röhre gleich mit Beton aus.
Das ist schneller und sicherer als früher.
Was im Tunnel anders ist
Im Tunnel gelten besondere Regeln.
Die Luft muss zirkulieren, im Brandfall braucht es Fluchtwege, und der Druck beim Einfahren mit hohem Tempo belastet Zug und Ohren.
All das muss beim Bau bedacht werden.
Bei sehr schnellen Zügen entsteht beim Tunneleinfahren sogar ein kleiner Knall am anderen Ende.
Um das zu vermeiden, bekommen manche Tunnel spezielle Portale, die den Druck sanft abbauen.

Tunnel als Nadelöhr
So nützlich Tunnel sind, sie können auch zum Engpass werden.
Ein alter, eingleisiger Tunnel lässt nur wenige Züge durch.
Für mehr Verkehr muss man ihn erweitern oder eine zweite Röhre bauen – beides teuer.
Deshalb sind gerade die großen Tunnel wichtige Bauwerke, die viel Aufmerksamkeit brauchen.
Sie zu pflegen und auszubauen, gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben im Bahnnetz.
Berühmte Tunnel im Netz
Manche Tunnel sind selbst kleine Berühmtheiten.
Der Kaiser-Wilhelm-Tunnel an der Mosel etwa war über hundert Jahre der längste Deutschlands.
Andere lange Röhren finden sich auf den modernen Schnellfahrstrecken.
Jeder dieser Tunnel hat seine eigene Geschichte.
Zusammen bilden sie die 593 Kilometer, die die Bahn im Dunkeln zurücklegt – ein verborgenes, aber wichtiges Stück des Netzes.
Warum die Zahl weiter wächst
Mit jeder neuen Schnellfahrstrecke kommen neue Tunnel hinzu.
Denn schnelle Strecken müssen gerade verlaufen, und dafür durchbohrt man lieber den Berg, als ihn zu umfahren.
Die 740 Tunnel von heute werden also mehr.
Jeder neue Tunnel verkürzt Reisezeiten und schont die Landschaft an der Oberfläche.
So unsichtbar sie im Alltag sind, so wichtig sind sie für eine moderne, schnelle Bahn.
Kurz zusammengefasst
Rund 740 Tunnel und 593 Kilometer im Dunkeln – das ist die Bilanz des deutschen Bahnnetzes unter Tage.
Jeder dieser Tunnel steht für eine Herausforderung, die die Bahn gemeistert hat.
Wer das nächste Mal in einem Tunnel ins Dunkel taucht, denkt vielleicht daran: Er ist einer von rund 740 – und ein kleines Stück großer Ingenieurskunst.
Und weil der Ausbau weitergeht, wird die Bahn künftig noch ein Stück mehr Zeit im Dunkeln verbringen – für schnellere und geradere Verbindungen.
Kurz erklärt
Das deutsche Netz hat rund 740 Eisenbahntunnel.
Zusammen sind sie etwa 593 Kilometer lang.
Tunnel entstehen, wo Berge im Weg sind oder Strecken gerade verlaufen sollen.
Moderne Tunnel haben aufwendige Flucht- und Rettungswege für den Notfall.
Häufige Fragen
Wie viele Tunnel hat die Bahn?
Warum baut man Tunnel?
Warum sind Tunnel so teuer?
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