Stimmt es, dass die Räder eines Zuges kegelförmig sind?

Stimmt es, dass…?

„Ja, es stimmt: Die Räder eines Zuges sind ein wenig kegelförmig, und das aus einem klugen Grund.“

Stimmt es, dass die Räder eines Zuges kegelförmig sind?

→ Ein Blick auf ein schräges Rad.

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Kurz gesagt

Ja, das stimmt ein wenig. Die Räder eines Zuges sind nicht ganz gerade, sondern leicht kegelförmig. Die Lauffläche ist ein wenig schräg. Das sieht man kaum, doch es hat einen klugen Zweck: So hält sich der Zug von selbst in der Mitte der Spur und fährt sanft durch die Kurven.

Ein Rad denkt man sich gerade.

Beim Zug ist es ein wenig anders.

Warum es leicht schräg ist, klären wir.

Würzburg DB Lokschuppen 1 (Drehscheibe)
Foto: Wikimedia Commons, Public domain, via Wikimedia Commons

Das Zugrad in Zahlen

Ja

die Antwort

leicht kegelförmig

schräge Lauffläche

kaum zu sehen

aber wichtig

hält die Spur

von selbst

und führt durch Kurven

Ja, die Räder eines Zuges sind ein wenig kegelförmig.

Ein Rad ist nicht ganz gerade

Ein Rad stellt man sich gerade vor.

Beim Zug ist das anders.

Die Lauffläche ist leicht schräg.

Sie ist ein wenig kegelförmig.

Mülheim an der Ruhr, Ringlokschuppen, 2011 03 CN 01
Foto: kaʁstn Disk/Cat, CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons

Kaum zu sehen

Die Schräge ist sehr klein.

Mit bloßem Auge sieht man sie kaum.

Doch sie ist genau berechnet.

Und sie hat eine wichtige Aufgabe.

Gut zu wissen

Ja, es stimmt ein wenig: Die Räder eines Zuges sind nicht ganz gerade, sondern leicht kegelförmig, mit einer ein wenig schrägen Lauffläche. Die Schräge ist sehr klein und mit bloßem Auge kaum zu sehen, doch genau berechnet und mit einer wichtigen Aufgabe: Das Rad ist innen etwas dicker und nach außen ein wenig dünner, sodass es je nach Lage auf einem anderen Durchmesser läuft.

Rutscht der Zug ein wenig zur Seite, ändert sich der Durchmesser, sodass ein Rad schneller läuft als das andere und sich der Zug sanft zurücklenkt und von selbst in der Mitte bleibt. Auch in der Kurve hilft die Kegelform, denn das äußere Rad läuft auf dem dickeren Teil und legt so einen längeren Weg zurück, genau wie es die Kurve verlangt. Weil ein Zug nicht lenken kann, ist diese kluge Radform besonders wichtig, denn sie führt ihn ganz von allein. Zur Sicherheit hat das Rad zusätzlich innen einen Rand, den Spurkranz, der das Rad hält, falls die Kegelform nicht reicht, sodass der Zug nicht herausspringt.

Innen dicker, außen dünner

Das Rad ist innen etwas dicker.

Nach außen wird es ein wenig dünner.

So läuft es je nach Lage auf einem anderen Durchmesser.

Das ist der ganze Trick.

Von selbst in der Mitte

Rutscht der Zug ein wenig zur Seite, ändert sich der Durchmesser.

Ein Rad läuft dann schneller als das andere.

So lenkt sich der Zug sanft zurück.

Er bleibt von selbst in der Mitte.

Sanft durch die Kurve

Auch in der Kurve hilft die Kegelform.

Das äußere Rad läuft auf dem dickeren Teil.

Es legt so einen längeren Weg zurück.

Genau das braucht es in der Kurve.

Ohne Lenken

Der Zug kann nicht lenken.

Umso wichtiger ist die kluge Radform.

Sie führt ihn ganz von allein.

So bleibt er sicher auf dem Gleis.

Der Spurkranz sichert zusätzlich

Zur Sicherheit hat das Rad noch einen Rand.

Er heißt Spurkranz und sitzt innen.

Sollte die Kegelform nicht reichen, hält er das Rad.

So springt der Zug nicht heraus.

Ja, ein wenig kegelig

Am Ende stimmt es: Die Räder sind ein wenig kegelförmig.

Die schräge Lauffläche hält den Zug in der Mitte.

Und sie führt ihn sanft durch die Kurven.

Ein kluger Trick, den man kaum sieht.

Zum Schluss ein Gedanke

Hinter dieser scheinbar einfachen Frage verbirgt sich ein ganzes Stück der großen, vielfältigen und oft überraschenden Welt der Eisenbahn, das einen zweiten Blick durchaus lohnt.

Wer ein wenig genauer hinschaut, entdeckt hinter der knappen Antwort schnell die spannenden Geschichten, die kluge Technik und die lange Geschichte, die dahinterstehen.

So wird aus einer bloßen Frage am Bahnsteig ein kleines Fenster, das den Blick auf ein ganzes und durchaus faszinierendes Themenfeld der Bahn freigibt.

Gerade bei den vielen Angaben und Annahmen rund um die Bahn lohnt es sich, genau hinzuschauen und das Wahre vom Ungefähren zu trennen.

Denn erst wer die Zusammenhänge kennt, versteht das oft verborgene Geschehen rund um Zug, Gleis und Bahnhof am Ende ein gutes Stück besser als zuvor.

Am besten merkt man sich die einfache und klare Antwort gleich für das nächste Mal, wenn das Gespräch wieder einmal auf dieses schöne Thema kommt.

So kann man manch hartnäckigem Gerücht und mancher liebgewonnenen Halbwahrheit über die Bahn künftig ganz gelassen begegnen.

Und ein wenig gesichertes Wissen über die Bahn macht das Reisen am Ende nicht nur interessanter, sondern auch spürbar entspannter.

Denn wer die Hintergründe kennt, der sieht den vorbeifahrenden Zug und den belebten Bahnhof mit ganz anderen Augen.

So wird aus einer kleinen Frage am Ende ein nützliches Stück Wissen, das einen auf jeder weiteren Reise begleitet.

Häufige Fragen

Sind Zugräder wirklich kegelförmig?
Ja, ein wenig. Die Lauffläche ist nicht ganz gerade, sondern leicht schräg, innen etwas dicker und außen dünner. Man sieht es kaum, doch es hat einen klugen Zweck.
Wozu ist die Kegelform gut?
Sie hält den Zug von selbst in der Mitte der Spur. Rutscht er zur Seite, läuft ein Rad auf einem größeren Durchmesser und lenkt ihn sanft zurück.
Wie hilft die Radform in der Kurve?
Das äußere Rad läuft auf dem dickeren Teil und legt so einen längeren Weg zurück als das innere. Genau das braucht die Kurve, sodass der Zug sanft hindurchfährt.
Warum ist das beim Zug so wichtig?
Weil ein Zug nicht lenken kann. Die kluge Kegelform führt ihn ganz von allein und hält ihn in der Spur, ohne dass jemand steuern müsste.
Was, wenn die Kegelform nicht reicht?
Dann hilft der Spurkranz, ein Rand innen am Rad. Er hält das Rad an der Schiene, sodass der Zug auch dann nicht herausspringt, wenn es einmal enger wird.

Weiterfahrt

Der Zug ohne Lenkrad – wie er geführt wird

Die Räder des Zuges – wie viele es sind

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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