Stimmt es, dass Bahnfahren klimafreundlicher ist als Autofahren?

Stimmt es, dass…?

„Auf derselben Strecke stößt der Zug pro Kopf nur einen Bruchteil dessen aus, was das Auto in die Luft bläst.“

Stimmt es, dass Bahnfahren klimafreundlicher ist als Autofahren?

→ Ein Mythos, der sich mit klaren Zahlen bestätigen lässt.

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Kurz gesagt

Das stimmt, und zwar deutlich. Pro Reisenden und Kilometer verursacht die Bahn viel weniger klimaschädliches Kohlendioxid als das Auto oder das Flugzeug. Der Grund liegt darin, dass ein Zug sehr viele Menschen zugleich befördert und zunehmend mit Strom aus erneuerbaren Quellen fährt.

Wer sich für eine Reise entscheidet, fragt sich heute oft, welches Verkehrsmittel dem Klima am wenigsten schadet.

Dabei fällt der Blick schnell auf die Bahn, die seit Langem als besonders umweltfreundlich gilt.

Ob Bahnfahren wirklich klimafreundlicher ist als Autofahren, lässt sich mit klaren Zahlen beantworten.

Alstom Coradia Continental auf der Höllentalbahn in Falkensteig 2
Foto: Andreas Schwarzkopf, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Der entscheidende Vergleich

Um Verkehrsmittel ehrlich zu vergleichen, betrachtet man den Ausstoß pro Reisenden und Kilometer.

Man rechnet also aus, wie viel klimaschädliches Gas eine Person auf einem Kilometer Fahrt verursacht.

Bei diesem Vergleich schneidet die Bahn deutlich besser ab als das Auto und erst recht als das Flugzeug.

Pro Kopf stößt der Zug nur einen Bruchteil dessen aus, was ein Auto auf derselben Strecke in die Luft bläst.

Alstom Coradia Continental auf der Höllentalbahn in Falkensteig 3
Foto: Andreas Schwarzkopf, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Viele Menschen in einem Zug

Der wichtigste Grund für diesen Vorteil ist die große Zahl der Menschen in einem einzigen Zug.

Ein gut besetzter Zug befördert hunderte Reisende zugleich mit nur einem Antrieb.

Der Aufwand für diesen Antrieb verteilt sich damit auf sehr viele Schultern.

So entfällt auf jeden einzelnen Reisenden nur ein kleiner Anteil des gesamten Verbrauchs.

Gut zu wissen

Der Vorteil entsteht vor allem dadurch, dass ein Zug sehr viele Menschen zugleich befördert und der Aufwand sich auf alle verteilt. Dazu kommt der zunehmend saubere Strom aus der Oberleitung.

Wie groß der Vorteil ist, hängt von der Auslastung ab: Ein gut besetzter Zug schneidet weit besser ab als ein fast leerer. Jede zusätzliche Person verbessert die Bilanz.

Der Strom aus der Leitung

Ein weiterer großer Vorteil der Bahn liegt in der Art, wie sie ihre Energie bezieht.

Die meisten Züge auf den Hauptstrecken fahren elektrisch mit Strom aus der Oberleitung.

Dieser Strom stammt zu einem wachsenden Teil aus erneuerbaren Quellen wie Wind und Sonne.

Je sauberer dieser Strom wird, desto klimafreundlicher wird zugleich das Fahren mit der Bahn.

Das Auto und sein Verbrenner

Ein Auto dagegen fährt meist mit einem Motor, der Benzin oder Diesel verbrennt.

Dabei entsteht unmittelbar klimaschädliches Kohlendioxid, das in die Luft gelangt.

Zudem sitzt in vielen Autos nur eine einzige Person, sodass sich der Ausstoß auf niemanden verteilt.

So verursacht das Auto pro Reisenden ein Vielfaches dessen, was die Bahn auf gleicher Strecke ausstößt.

Der weite Weg des Flugzeugs

Noch schlechter als das Auto schneidet auf vielen Strecken das Flugzeug ab.

Ein Flug verbraucht besonders viel Treibstoff, vor allem beim Start und beim Steigen.

Für Strecken, die man ebenso gut mit der Bahn zurücklegen könnte, ist der Flug besonders schädlich.

Deshalb gilt gerade der Umstieg vom Flugzeug auf die Bahn als großer Gewinn für das Klima.

Es kommt auf die Auslastung an

Der Vorteil der Bahn hängt allerdings davon ab, wie gut die Züge tatsächlich besetzt sind.

Ein fast leerer Zug verteilt seinen Verbrauch nur auf wenige Menschen und schneidet schlechter ab.

Ein gut gefüllter Zug dagegen spielt seinen Vorteil gegenüber dem Auto voll aus.

Deshalb ist jede zusätzliche Person im Zug zugleich ein Gewinn für die Bilanz des Klimas.

Mehr als nur das Kohlendioxid

Der Vorteil der Bahn zeigt sich nicht allein beim klimaschädlichen Kohlendioxid.

Auch beim Verbrauch von Fläche und beim Ausstoß anderer Schadstoffe ist die Schiene im Vorteil.

Ein einziges Gleis befördert weit mehr Menschen als eine ebenso breite Straße.

So schont die Bahn nicht nur das Klima, sondern auch den knappen Platz in unserem Land.

Was von dem Mythos übrig bleibt

Am Ende bestätigt sich die verbreitete Annahme in vollem Umfang und mit klaren Zahlen.

Ja, Bahnfahren ist deutlich klimafreundlicher als Autofahren und erst recht als Fliegen.

Viele Menschen in einem Zug und der zunehmend saubere Strom machen diesen Vorteil aus.

Wer das weiß, leistet mit der Wahl der Bahn einen spürbaren Beitrag zum Schutz des Klimas.

Warum das Gleis so wenig Platz braucht

Ein oft übersehener Vorteil der Bahn liegt darin, wie sparsam sie mit dem knappen Platz umgeht.

Auf einem einzigen Gleis kann die Bahn in einer Stunde weit mehr Menschen befördern als eine gleich breite Straße.

Wo sich auf der Straße die Autos stauen, gleiten auf der Schiene ganze Züge voller Menschen dahin.

So schont die Bahn nicht nur das Klima, sondern auch die wertvolle Fläche in unseren dicht besiedelten Städten.

Häufige Fragen

Ist Bahnfahren wirklich klimafreundlicher?
Ja, deutlich. Pro Reisenden und Kilometer verursacht die Bahn viel weniger Kohlendioxid als das Auto oder das Flugzeug.
Warum ist die Bahn so viel besser?
Weil ein Zug sehr viele Menschen zugleich befördert und der Aufwand sich auf alle verteilt. Zudem fährt er meist elektrisch mit zunehmend sauberem Strom.
Ist der Zug auch besser als das Flugzeug?
Ja, auf vielen Strecken sogar besonders deutlich. Ein Flug verbraucht viel Treibstoff, vor allem beim Start. Der Umstieg auf die Bahn ist ein großer Gewinn.
Hängt der Vorteil von der Auslastung ab?
Ja. Ein gut besetzter Zug spielt seinen Vorteil voll aus. Ein fast leerer Zug verteilt seinen Verbrauch auf wenige Menschen und schneidet schlechter ab.
Zählt nur das Kohlendioxid?
Nein. Die Bahn ist auch beim Flächenverbrauch im Vorteil. Ein einziges Gleis befördert weit mehr Menschen als eine ebenso breite Straße.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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