Sollte die Bahn mehr Güter von der Straße auf die Schiene holen?

Standpunkt

„Ein einziger Güterzug nimmt eine ganze Kolonne von Lastwagen von der Straße – wenn die Fracht denn auf die Schiene findet.“

Sollte die Bahn mehr Güter von der Straße auf die Schiene holen?

→ Ein Standpunkt über die Fracht auf der Schiene.

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Worum es geht

Mehr Güter auf der Schiene würden das Klima schonen, die Straßen entlasten und Unfälle vermeiden, denn ein Zug ersetzt viele Lastwagen. Doch die Bahn fährt nicht bis vor jede Tür, und der Umstieg verlangt große Investitionen und eine verlässliche Bahn. Ob mehr Güter auf die Schiene sollten, ist eine Abwägung zwischen dem Nutzen und dem Aufwand.

Auf den Straßen rollen Tag und Nacht unzählige schwere Lastwagen mit Waren.

Ein großer Teil dieser Fracht könnte auch auf der Schiene reisen.

Ob die Bahn mehr Güter von der Straße holen sollte, ist eine wichtige Frage.

Bahnhof Seefeld in Tirol ( )
Foto: Simon Legner, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Zug ersetzt viele Lastwagen

Ein einziger Güterzug kann eine gewaltige Menge an Waren befördern.

Was er trägt, füllt eine ganze lange Kolonne von schweren Lastwagen.

Wandert diese Fracht auf die Schiene, so verschwinden viele Lastwagen von der Straße.

So kann die Bahn die Straßen auf einen Schlag spürbar entlasten.

Bahnhof Seefeld in Tirol ( )
Foto: Simon Legner, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Gut für das Klima

Der Transport auf der Schiene ist weit klimafreundlicher als der auf der Straße.

Ein Güterzug stößt je Tonne nur einen Bruchteil des schädlichen Gases aus.

Zudem fährt die Bahn zu großen Teilen mit sauberem Strom.

So schont jede Tonne Fracht auf der Schiene das Klima.

Weniger Stau und weniger Unfälle

Weniger Lastwagen auf der Straße bedeuten auch weniger Stau.

Der Verkehr fließt besser, wenn die schweren Kolonnen kleiner werden.

Auch die Zahl der schweren Unfälle mit Lastwagen könnte sinken.

So dient die Verlagerung auf die Schiene der Sicherheit aller.

Schonung der Straßen

Schwere Lastwagen setzen den Straßen und Brücken stark zu.

Ihre gewaltige Last nutzt den Asphalt rasch ab und verursacht Schäden.

Was auf der Schiene reist, belastet die Straßen dagegen nicht.

So spart die Verlagerung am Ende auch die teure Reparatur der Straßen.

Das Argument der letzten Meile

Gegen den einfachen Umstieg spricht, dass die Bahn nicht bis vor jede Tür fährt.

Die Fracht muss erst zum Güterbahnhof und am Ziel wieder abgeholt werden.

Diese letzte Meile übernimmt am Ende doch wieder ein Lastwagen.

So ist der Weg über die Schiene oft umständlicher als der direkte per Lkw.

Die Frage der Verlässlichkeit

Wer Waren verschickt, braucht vor allem eine verlässliche und pünktliche Lieferung.

Ist die Bahn überlastet oder unpünktlich, so schreckt das die Kunden ab.

Dann bleiben sie lieber beim Lastwagen, auf den sie sich verlassen können.

So ist eine verlässliche Bahn die Grundlage für mehr Güter auf der Schiene.

Der nötige Ausbau

Für mehr Güterverkehr braucht die Bahn auch mehr Platz auf den Gleisen.

Doch viele Strecken sind schon von den Personenzügen gut gefüllt.

Ein Ausbau der Strecken und Terminals ist darum unumgänglich.

Dieser Ausbau aber kostet viel Geld und braucht viele Jahre.

Eine Frage des langen Atems

Am Ende steht die Abwägung zwischen dem großen Nutzen und dem Aufwand.

Dass mehr Güter auf der Schiene gut für Klima und Straßen wären, steht außer Frage.

Der Streit dreht sich um die letzte Meile, die Verlässlichkeit und den Ausbau.

So braucht die Verlagerung vor allem einen langen Atem und kluge Investitionen.

Pro und Contra

Dafür

+  Ein Güterzug ersetzt eine ganze Kolonne von Lastwagen.

+  Der Transport auf der Schiene ist weit klimafreundlicher.

+  Weniger Lastwagen bedeuten weniger Stau und weniger Unfälle.

+  Was auf der Schiene reist, schont die Straßen und Brücken.

Dagegen

  Die Bahn fährt nicht bis vor jede Tür; die letzte Meile bleibt dem Lkw.

  Wer Waren verschickt, braucht eine verlässliche, pünktliche Bahn.

  Viele Strecken sind schon von Personenzügen gut gefüllt.

  Der nötige Ausbau kostet viel Geld und braucht viele Jahre.

Gut zu wissen

Damit mehr Güter auf die Schiene kommen, setzt man auf sogenannte Terminals, an denen Container rasch zwischen Lastwagen, Bahn und Schiff wechseln. So übernimmt die Bahn die lange Strecke und der Lastwagen nur die kurze letzte Meile. Das verbindet die Stärken beider Verkehrsmittel.

Ein alter Traum

Mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu holen, ist ein alter Traum.

Seit Jahrzehnten spricht man von dieser klugen Verlagerung.

Doch in der Wirklichkeit ging sie bisher nur langsam voran.

Die Bequemlichkeit des Lastwagens erwies sich als starker Gegner.

So bleibt die Verlagerung eine Aufgabe, die noch viel Mühe verlangt.

Container als Schlüssel

Ein Schlüssel zu mehr Gütern auf der Schiene ist der genormte Container.

Er lässt sich rasch zwischen Lastwagen, Bahn und Schiff umladen.

So übernimmt die Bahn die lange Strecke, der Lkw nur die letzte Meile.

Diese kluge Verbindung macht die Schiene für die Fracht attraktiver.

Die Bahn und die Wirtschaft

Ein starker Güterverkehr auf der Schiene ist auch gut für die ganze Wirtschaft.

Er bringt Rohstoffe zu den Fabriken und die fertigen Waren zu den Kunden.

Verlässlich und in großer Menge trägt die Bahn die Güter durch das Land.

So ist die Schiene eine wichtige Ader für die Versorgung aller.

Je besser sie funktioniert, desto besser läuft auch die Wirtschaft.

Unterm Strich

Ob die Bahn mehr Güter von der Straße holen sollte, lässt sich im Grundsatz klar bejahen.

Denn ein Zug ersetzt viele Lastwagen und schont Klima, Straßen und die Sicherheit.

Dagegen stehen die letzte Meile, die Frage der Verlässlichkeit und der teure Ausbau.

Der klügste Weg liegt darin, die Bahn für die langen Strecken zu stärken und sie über Terminals klug mit dem Lastwagen zu verbinden.

Weiterfahrt

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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