Ortstermin
„Ein Backsteinbau am Wasser, wenige Schritte vom See – und Tor zur Landeshauptstadt.“
Ortstermin: Schwerin Hauptbahnhof
→ Der zentrale Bahnhof der kleinsten Landeshauptstadt – historisch, überschaubar und dicht am Wasser.
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Kurz gesagt
Der Schweriner Hauptbahnhof ist der zentrale Bahnhof der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern. Der historische Backsteinbau von 1847 liegt nahe dem Pfaffenteich und ist Knoten für Verbindungen Richtung Hamburg, Rostock und Berlin.
Schwerin ist die kleinste deutsche Landeshauptstadt, und das merkt man auch am Bahnhof: Er ist überschaubar, aber würdevoll. Der historische Backsteinbau empfängt die Reisenden mit der Ruhe einer Stadt, die es nicht eilig hat.

Ein Bau aus der Gründerzeit
Der Hauptbahnhof wurde im 19. Jahrhundert errichtet; seine Wurzeln reichen bis in die 1840er Jahre zurück. Der repräsentative Backsteinbau mit seinen Türmchen und Giebeln ist ein typisches Beispiel norddeutscher Bahnhofsarchitektur.

Vor dem Bahnhof liegt ein gestalteter Vorplatz mit Brunnen. Er bildet den Übergang zwischen dem Verkehrsknoten und der Stadt – und lädt zum kurzen Verweilen ein, bevor es weitergeht.


Knoten im Norden
Verkehrlich ist Schwerin ein wichtiger Punkt im Netz Mecklenburg-Vorpommerns. Von hier führen Strecken Richtung Hamburg, nach Rostock an die Ostsee und über Ludwigslust in Richtung Berlin.

Auf den Bahnsteigen halten Fernzüge ebenso wie der Regionalverkehr. Neben der Deutschen Bahn ist hier auch die ODEG unterwegs, ein privates Bahnunternehmen, das viele Regionallinien im Nordosten betreibt.

Die Bahnsteige sind übersichtlich, die Wege kurz. Wer umsteigt, findet sich schnell zurecht – ein Vorteil überschaubarer Bahnhöfe gegenüber den großen Umsteige-Kathedralen der Metropolen.

Zwischen Zügen und Triebwagen
Wer eine Weile bleibt, sieht die Vielfalt des Betriebs: Regionalexpresszüge Richtung Hamburg und Rostock, dazu die Triebwagen der ODEG, die den Nahverkehr in der Region tragen. Für Bahnfreunde ist der bunte Mix ein Genuss.


Auch die technische Geschichte ist präsent: Alte Tunnel und Durchgänge verbinden die Bahnsteige und die Stadtteile beiderseits der Gleise. Sie erzählen davon, wie der Bahnhof über die Jahrzehnte gewachsen ist.

Vom Bahnhof aus ist es nicht weit zu den Wahrzeichen der Stadt: der Pfaffenteich gleich um die Ecke, dahinter das berühmte Schweriner Schloss auf seiner Insel. Der Bahnhof ist damit das Eingangstor zu einer der schönsten Residenzstädte des Nordens.
Die kleinste Landeshauptstadt
Schwerin ist die kleinste Landeshauptstadt Deutschlands und zugleich eine der schönsten. Eingebettet zwischen mehreren Seen, überragt vom berühmten Schweriner Schloss auf seiner Insel, hat die Stadt einen ganz eigenen, ruhigen Charme.
Erst nach der Wiedervereinigung wurde Schwerin Hauptstadt des neuen Landes Mecklenburg-Vorpommern. Der Bahnhof gewann dadurch an Bedeutung – als Zugang zur politischen Mitte des Bundeslandes.
Vom Bahnhof in die Stadt
Der Weg vom Bahnhof ins Zentrum ist kurz. Gleich in der Nähe liegt der Pfaffenteich, ein fast quadratischer See mitten in der Stadt, den man auf einer kleinen Fähre queren kann. Dahinter beginnt die Altstadt mit ihren Gassen.
So wird der Ankommende gleich in die Eigenart Schwerins hineingezogen: Wasser, wohin man blickt, und über allem die Türme des Schlosses. Der Bahnhof ist das nüchterne Tor zu einer sehr bildhaften Stadt.
Die ODEG und der Nahverkehr im Nordosten
Ein Teil des Regionalverkehrs in Schwerin wird von der ODEG betrieben, der Ostdeutschen Eisenbahn. Sie ist eines der größten privaten Bahnunternehmen im Osten und fährt viele Linien in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin.
Am Bahnhof zeigt sich das im bunten Nebeneinander: Züge der Deutschen Bahn und Triebwagen der ODEG teilen sich die Gleise. Für die Fahrgäste macht das kaum einen Unterschied – für das Bild auf den Bahnsteigen aber einen sichtbaren.
Tor zur Ostsee und nach Hamburg
Verkehrlich liegt Schwerin günstig. Nach Hamburg ist es nicht weit, Rostock und die Ostsee sind gut erreichbar, und über Ludwigslust besteht Anschluss Richtung Berlin. Der Bahnhof verbindet die eher ländliche Region mit den großen Zentren.
Gerade im Sommer nutzen viele den Zug, um von Schwerin aus an die Ostseeküste zu fahren. Der Hauptbahnhof ist dann Startpunkt für Ausflüge in eine der beliebtesten Urlaubsregionen des Nordens.
So ist der Schweriner Hauptbahnhof beides: ein ruhiger, historischer Bahnhof einer kleinen Hauptstadt – und ein verlässlicher Knoten, der die Region mit dem übrigen Land verbindet.
Wer Zeit mitbringt, spürt am Schweriner Hauptbahnhof den ruhigeren Takt des Nordostens. Hier drängt sich nichts, hier hat der Betrieb noch etwas Beschauliches – und gerade das macht den Besuch angenehm.
Zugleich ist der Bahnhof das verlässliche Rückgrat des Alltags: für Pendler in die Landesverwaltung, für Schüler aus dem Umland und für Reisende, die von hier in alle Richtungen des Landes aufbrechen.
Vom Bahnsteig aus reicht der Blick bei gutem Wetter weit über die Dächer der Stadt – ein letzter Gruß der Seenlandschaft, bevor der Zug wieder hinaus ins Land rollt.
Schwerin Hauptbahnhof in Kürze
Zentraler Bahnhof der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns, historischer Backsteinbau aus dem 19. Jahrhundert.
Knoten für Verbindungen Richtung Hamburg, Rostock und Berlin; betrieben von DB und ODEG.
Nahe dem Pfaffenteich gelegen, nur wenige Schritte bis zur Innenstadt und zum Schweriner Schloss.
Weiterfahrt
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