Ortstermin: Die Geislinger Steige

Ortstermin

„Wo die Schwäbische Alb sich steil erhebt, quält sich die Bahn seit über anderthalb Jahrhunderten die berühmte Steige hinauf.“

Ortstermin: Die Geislinger Steige

→ Ein Ortstermin an einer der ältesten Bergstrecken Deutschlands.

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Kurz gesagt

Die Geislinger Steige ist eine der ältesten und steilsten Hauptbahn-Bergstrecken Deutschlands. Auf dem Weg von Stuttgart nach Ulm überwindet sie den steilen Anstieg der Schwäbischen Alb, wo schwere Züge früher von zusätzlichen Loks geschoben werden mussten.

Wer mit dem Zug von Stuttgart nach Ulm fährt, überquert an einer besonders eindrucksvollen Stelle die Schwäbische Alb.

Dort windet sich die Bahn über die berühmte Geislinger Steige, eine der ältesten und steilsten Bergstrecken des Landes.

Diese geschichtsträchtige Strecke ist ein Denkmal der frühen Eisenbahnkunst und bis heute eine wichtige Verbindung.

ICE 1 vor der Geislinger Steige ()
Foto: kaffeeeinstein, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Eine der ältesten Bergstrecken

Die Geislinger Steige gehört zu den ältesten Bergstrecken der deutschen Eisenbahn und wurde bereits in der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts eröffnet.

Sie war zu ihrer Zeit eine technische Meisterleistung, denn sie überwand den steilen Anstieg der Schwäbischen Alb als vollwertige Hauptbahn.

Die Ingenieure jener Zeit mussten sich die Strecke mühsam über die steilen Hänge hinauf abringen.

Bis heute gilt die Steige als ein Wahrzeichen der frühen Eisenbahngeschichte in Deutschland.

ICE 3 Geislinger Steige ()
Foto: kaffeeeinstein, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Der steile Anstieg

Auf einer vergleichsweise kurzen Strecke überwindet die Geislinger Steige einen beträchtlichen Höhenunterschied.

Die Steigung ist für eine Hauptbahn außergewöhnlich groß und stellte die Züge über viele Jahrzehnte vor große Herausforderungen.

Der Anstieg windet sich in weiten Bögen an den Hängen entlang, um die Höhe allmählich zu gewinnen.

Diese ungewöhnlich steile Trasse macht die Strecke bis heute zu etwas Besonderem im deutschen Netz.

Geislingen, Baden Württemberg Geislinger Steige (back) (Zeno Ansichtskar
Foto: Gebr. Metz, Tübingen, Public domain, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Die Geislinger Steige ist eine der ältesten und steilsten Hauptbahn-Bergstrecken Deutschlands, eröffnet Mitte des neunzehnten Jahrhunderts.

In der Dampfzeit wurden schwere Züge von zusätzlichen Schiebeloks den Berg hinaufgeschoben. Eine neue Strecke durchtunnelt die Alb künftig schneller.

Als Züge geschoben wurden

In der Zeit der Dampflokomotiven waren die schweren Züge oft nicht stark genug, um die Steige allein zu erklimmen.

Deshalb wurden am Fuße des Anstiegs zusätzliche Lokomotiven an die Züge gehängt, die sie den Berg hinaufschoben.

Diese sogenannten Schiebeloks waren eigens für diese Aufgabe stationiert und im Dauereinsatz.

Das Bild der schnaufenden Loks, die einen Zug die Steige hinaufschoben, prägte die Strecke über Generationen.

Geislingen, Baden Württemberg Geislinger Steige (Zeno Ansichtskarten)
Foto: Gebr. Metz, Tübingen, Public domain, via Wikimedia Commons

Ein Nadelöhr auf der Hauptstrecke

Die Geislinger Steige liegt auf der wichtigen Hauptstrecke, die Stuttgart mit Ulm und weiter mit München verbindet.

Über diese Achse rollt ein dichter Verkehr aus schnellen Fernzügen, Regionalzügen und langen Güterzügen.

Die steile und kurvenreiche Steige ist dabei ein Nadelöhr, das die Züge zum Langsamfahren zwingt.

Gerade wegen dieser Enge wird an einer neuen, schnelleren Strecke gebaut, die den Berg künftig durchtunnelt.

IC 119 auf der Geislinger Steige im Rohrachtal
Foto: Ödenturm, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die neue Strecke im Berg

Um das alte Nadelöhr zu entlasten, entsteht eine moderne Neubaustrecke, die die Alb in langen Tunneln durchquert.

Auf dieser neuen Strecke können die schnellen Züge künftig zügig und ohne die mühsame Steige fahren.

Die alte Geislinger Steige aber wird deshalb nicht verschwinden, sondern weiter für den übrigen Verkehr genutzt.

So werden die geschichtsträchtige alte Strecke und die schnelle neue in Zukunft nebeneinander bestehen.

Gefallenendenkmal (Geislinger Friedhof), Rorgensteig, Geislingen an der
Foto: Fyrtaarn, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Ziel für Eisenbahnfreunde

Für Freunde der Eisenbahn ist die Geislinger Steige ein beliebtes Ziel, um die schweren Züge am Berg zu beobachten.

Besonders die langen Güterzüge, die sich langsam den Anstieg hinaufquälen, bieten ein eindrucksvolles Schauspiel.

An bekannten Aussichtspunkten entlang der Strecke versammeln sich immer wieder Beobachter mit ihren Kameras.

So ist die Steige nicht nur eine Verkehrsader, sondern auch ein lebendiges Denkmal der Bahngeschichte.

Leichenhalle (Geislinger Friedhof), Rorgensteig 27, Geislingen an der St
Foto: Fyrtaarn, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Stadt Geislingen

Am Fuße der Steige liegt die Stadt Geislingen, die der berühmten Strecke ihren Namen gab.

Die Stadt war über die Jahre eng mit der Eisenbahn verbunden, die ihr Arbeit und Bedeutung brachte.

Vom Bahnhof aus lassen sich die Strecke und die umliegenden Höhen der Alb gut erkunden.

So ist die kleine Stadt bis heute untrennbar mit der Geschichte ihrer berühmten Steige verwoben.

Knoll Denkmal (gesamt), Geislinger Steige, Geislingen an der Steige, 202
Foto: Fyrtaarn, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Denkmal auf Schienen

Wer die Züge an der Geislinger Steige beobachtet, erlebt ein Stück lebendige Eisenbahngeschichte.

Über anderthalb Jahrhunderte hinweg haben sich hier unzählige Züge den steilen Berg hinaufgearbeitet.

Auch wenn die schnellen Züge künftig durch den Tunnel fahren, bleibt die alte Steige ein eindrucksvolles Denkmal.

In ihren weiten Bögen und steilen Hängen zeigt sich der Mut und die Kunst der frühen Eisenbahningenieure.

Geislinger Steige Blick vom Geiselstein
Foto: Looniverse, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
ICE L (Talgo 230) on Geislinger Steige, Germany, 10 11 2023
Foto: Raphael Krammer, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Häufige Fragen

Was ist die Geislinger Steige?
Eine der ältesten und steilsten Hauptbahn-Bergstrecken Deutschlands auf dem Weg von Stuttgart nach Ulm über die Schwäbische Alb.
Warum wurden Züge geschoben?
Weil die schweren Dampfzüge die steile Steige oft nicht allein erklimmen konnten. Zusätzliche Schiebeloks halfen ihnen den Berg hinauf.
Ist die Strecke noch in Betrieb?
Ja. Sie liegt auf der Hauptstrecke Stuttgart–Ulm. Eine neue Strecke durchtunnelt die Alb künftig, doch die alte Steige bleibt in Nutzung.
Warum ist sie ein Nadelöhr?
Weil die steile und kurvenreiche Strecke die Züge zum Langsamfahren zwingt. Deshalb wird an einer schnelleren Neubaustrecke durch den Berg gebaut.
Warum ist sie bei Eisenbahnfreunden beliebt?
Weil man dort die schweren Züge, besonders die langen Güterzüge, beim mühsamen Anstieg beobachten kann. Das bietet ein eindrucksvolles Schauspiel.

Weiterfahrt

Ortstermin: Ulm Hauptbahnhof – am Ende der Steige

Ortstermin: Schiefe Ebene – eine andere Steilrampe

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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