Ortstermin: Bahnhof Stralsund

Ortstermin

„Hinter dem Bahnhof beginnt das Meer – und die Brücke hinüber nach Rügen.“

Ortstermin: Bahnhof Stralsund

→ Der Knoten am Strelasund: Tor zur Insel Rügen und Bahnhof einer Welterbe-Hansestadt.

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Kurz gesagt

Der Hauptbahnhof Stralsund ist der zentrale Knoten im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns und das Tor zur Insel Rügen. Er verbindet die Welterbe-Hansestadt mit Rostock, Berlin und dem Umland – betrieben von DB und ODEG.

Stralsund liegt am Strelasund, der schmalen Meerenge zwischen Festland und der Insel Rügen. Der Bahnhof ist damit weit mehr als ein Regionalhalt: Er ist das Tor zur größten deutschen Insel und ein wichtiger Knoten im äußersten Nordosten.

Hauptbahnhof Stralsund, Ansicht
Foto: Lukas Beck, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Bahnhof einer Welterbe-Stadt

Die Altstadt von Stralsund gehört gemeinsam mit Wismar zum UNESCO-Welterbe. Ihre Backsteingotik, die Kirchen und der historische Hafen ziehen viele Besucher an – und die meisten kommen am Hauptbahnhof an.

Das Empfangsgebäude selbst ist ein solider Bau, der über die Jahre modernisiert wurde. Es liegt am Rand der Altstadt, von wo aus man schnell in die historischen Gassen und zum Hafen gelangt.

Hauptbahnhof Stralsund
Foto: Moahim, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Empfangsgebäude Stralsund
Foto: AmWasser, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ältere Aufnahmen zeigen, wie sich der Bahnhof gewandelt hat – vom nüchternen DDR-Bau hin zu einer freundlicheren, modernisierten Station, die dem Andrang der Rügen-Urlauber gerecht werden muss.

Bahnhof Stralsund, Ansicht 2008
Foto: Pixelteufel, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons
Bahnhof Stralsund, weitere Ansicht
Foto: Pixelteufel, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Tor zur Insel Rügen

Von Stralsund führt die Bahn über den Strelasund hinüber nach Rügen. Wer zu den Seebädern, nach Binz oder zum Kap Arkona will, steigt hier um oder fährt durch. Im Sommer ist der Bahnhof deshalb dicht gefüllt mit Urlaubern.

Regionalzug im Hauptbahnhof Stralsund
Foto: Clic, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Verkehrlich treffen hier mehrere Linien zusammen: die Verbindung von Rostock entlang der Küste, die Strecke aus Berlin über Neubrandenburg und die Züge hinüber nach Rügen. Der Bahnhof bündelt sie alle.

Lokomotive im Hauptbahnhof Stralsund
Foto: Jan Rehschuh, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Vom ICE bis zur Regionalbahn

Trotz der Randlage im Nordosten hält in Stralsund auch der Fernverkehr. Neigetechnik-Züge verbinden die Stadt mit dem Süden Deutschlands, dazu kommen die Regionalzüge von DB und ODEG.

ICE im Bahnhof Stralsund
Foto: Bahnfrend, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Triebzug in Stralsund
Foto: Bahnfrend, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Auch Güterzüge nutzen den Knoten, denn Stralsund ist ein Bindeglied zwischen dem Hinterland und den Häfen der Ostseeküste. Der Betrieb ist entsprechend vielfältig – vom Urlauberzug bis zum Güterverkehr.

Güterzug am Bahnhof Stralsund
Foto: Ordercrazy, CC0, via Wikimedia Commons

So ist der Hauptbahnhof Stralsund beides: der nüchterne Verkehrsknoten einer Region am Meer und das Tor zu einer Welterbe-Stadt und zur beliebtesten Ferieninsel Deutschlands. Wenige Bahnhöfe liegen so nah am Wasser wie dieser.

Die Backsteinstadt am Meer

Stralsund war einst eine mächtige Hansestadt. Ihr Reichtum aus dem Seehandel schuf eine prächtige Altstadt aus Backstein: das gewaltige Rathaus, drei große Kirchen und ein Kranz alter Kaufmannshäuser. Vieles davon ist bis heute erhalten.

Genau diese Geschlossenheit brachte der Stadt gemeinsam mit Wismar den Titel des UNESCO-Welterbes ein. Wer vom Bahnhof in die Altstadt geht, taucht in ein fast vollständig erhaltenes mittelalterliches Stadtbild ein.

Dazu kommt das Meer. Am Hafen liegt das Ozeaneum, eines der meistbesuchten Museen des Nordens, und die Segelschiffe erinnern an die maritime Vergangenheit. Der Bahnhof bringt viele dieser Besucher in die Stadt.

Über den Strelasund nach Rügen

Die vielleicht wichtigste Rolle des Bahnhofs ist die eines Sprungbretts. Von Stralsund führt die Bahn über den Strelasund auf die Insel Rügen – über den historischen Rügendamm, der die Insel seit den 1930er Jahren mit dem Festland verbindet.

Neben der Bahn quert seit einigen Jahren auch eine große Straßenbrücke, die Rügenbrücke, den Sund. Die Bahn aber nutzt weiterhin den alten Damm – ein schmales Nadelöhr, über das aller Inselverkehr auf der Schiene rollt.

Im Sommer wird dieser Weg zur Hauptschlagader des Urlaubsverkehrs. Züge voller Badegäste rollen Richtung Binz, Sassnitz und zu den Seebädern – und beginnen oder enden oft in Stralsund.

Ein Bahnhof im Aufschwung

Nach der Wiedervereinigung wurde der Bahnhof gründlich modernisiert. Aus dem nüchternen Bau der DDR-Zeit wurde eine hellere, barrierefreiere Station, die dem wachsenden Tourismus gerecht wird.

Heute ist er ein solider, gut ausgestatteter Knoten: mit Aufzügen, Läden und Anschlüssen an Bus und Regionalverkehr. Er passt zu einer Stadt, die aus ihrer Geschichte lebt und zugleich vom modernen Tourismus.

So ist der Hauptbahnhof Stralsund weit mehr als ein Halt am Rand der Republik. Er ist das Tor zu einer Welterbe-Stadt und zur größten Insel Deutschlands – ein Bahnhof, an dem Geschichte, Meer und Urlaub zusammenkommen.

Auch für die Region ringsum ist der Bahnhof wichtig. Er verbindet die vorpommerschen Kleinstädte und Dörfer mit der Hansestadt und bindet sie an den Fern- und Urlaubsverkehr an – ein Knoten, an dem Land und Küste zusammenlaufen.

Wer hier ankommt, spürt sofort die besondere Lage: die Luft riecht nach Meer, Möwen kreisen, und hinter den Gleisen glitzert der Strelasund. Wenige Bahnhöfe machen so unmittelbar klar, dass man am Wasser angekommen ist.

Hauptbahnhof Stralsund in Kürze

Zentraler Knoten im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns, Tor zur Insel Rügen.

Verbindungen nach Rostock, Berlin und Neubrandenburg; Fernverkehr sowie Regionalzüge von DB und ODEG.

Die Altstadt gehört gemeinsam mit Wismar zum UNESCO-Welterbe.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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