Stimmt es, dass Züge keinen Rückwärtsgang haben?

Stimmt es, dass…?

„Ein Zug, der nicht rückwärts kann? Das wäre unpraktisch – in Wahrheit fährt er in beide Richtungen gleich gut.“

Stimmt es, dass Züge keinen Rückwärtsgang haben?

→ Ein Blick auf das Rückwärtsfahren der Züge.

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Kurz gesagt

Nein, das stimmt nicht. Züge können sehr wohl rückwärts fahren. Viele moderne Züge haben an beiden Enden einen Fahrerstand und fahren in beide Richtungen gleich schnell. Und selbst eine einzelne Lok kann einen Zug ebenso gut ziehen wie schieben.

Ein Auto hat einen Rückwärtsgang, mit dem es langsam nach hinten rollt, etwa zum Einparken.

Bei einem Zug stellt man sich das schwerer vor, denn er wirkt so groß und schwer.

Ob ein Zug überhaupt rückwärts fahren kann, schauen wir uns heute genauer an.

Bahnhof in Löbau, Sachsen
Foto: SchmiAlf, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Das Rückwärtsfahren in Zahlen

Nein

kein fehlender Gang

Züge fahren rückwärts

2 Enden

oft ein Fahrerstand

an beiden Seiten

gleich schnell

in beide Richtungen

kein Unterschied

Züge können rückwärts fahren; viele haben an beiden Enden einen Fahrerstand.

Der Zug kann nach hinten

Anders als mancher denkt, kann ein Zug sehr wohl auch rückwärts fahren.

Er ist dabei nicht auf einen eigenen Rückwärtsgang wie ein Auto angewiesen.

Die Elektromotoren eines Zuges können sich einfach in die andere Richtung drehen.

So bewegt sich der Zug ebenso leicht nach hinten wie nach vorn.

Bürstadt, Bahnhof Deutschland Dec 27, 2024 01 27 32 PM
Foto: RSchreg, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Fahrerstand an beiden Enden

Viele moderne Züge haben an ihren beiden Enden je einen Fahrerstand.

Der Lokführer wechselt am Zielbahnhof einfach ans andere Ende des Zuges.

Von dort aus fährt er dann in die umgekehrte Richtung wieder zurück.

So muss der Zug am Ende der Strecke gar nicht erst gewendet werden.

Gut zu wissen

Züge können rückwärts fahren. Sie brauchen keinen eigenen Rückwärtsgang wie ein Auto, denn ihre Motoren können sich einfach in die andere Richtung drehen. Viele moderne Züge haben an beiden Enden einen Fahrerstand.

So muss der Zug am Ziel nicht gewendet werden; der Lokführer wechselt einfach ans andere Ende. Auch beim Rangieren auf den Bahnhöfen ist das Rückwärtsfahren ein ganz alltäglicher Vorgang.

In beide Richtungen gleich schnell

Ein solcher Zug fährt vorwärts wie rückwärts mit dem gleichen hohen Tempo.

Für die Technik des Zuges gibt es zwischen den Richtungen keinen Unterschied.

Der Fahrgast merkt oft gar nicht, an welchem Ende die Lok gerade ist.

So spart die Bauart mit zwei Fahrerständen viel Zeit und Mühe.

Ziehen oder schieben

Auch ein Zug mit nur einer Lok an einem Ende kann in beide Richtungen fahren.

Mal zieht die Lok den Zug hinter sich her, mal schiebt sie ihn vor sich.

Am anderen Ende sitzt der Lokführer dann in einem eigenen Steuerwagen.

So lässt sich der Zug bequem lenken, ohne die Lok umzusetzen.

Rangieren auf engem Raum

Besonders beim Rangieren auf den Bahnhöfen ist das Rückwärtsfahren unverzichtbar.

Wagen werden hin und her geschoben, um neue Züge zusammenzustellen.

Dabei bewegen sich die Fahrzeuge ständig auch nach hinten.

Ohne das Rückwärtsfahren wäre dieser tägliche Betrieb gar nicht möglich.

Woher der Irrtum rührt

Der Glaube, ein Zug könne nicht zurück, hat wohl mit seiner Größe zu tun.

Ein so langes und schweres Gefährt wirkt schwerfällig und unbeweglich.

Zudem sieht man einen Zug meist nur schnöde geradeaus fahren.

So entsteht leicht der falsche Eindruck, er könne nur in eine Richtung.

Ein alltäglicher Vorgang

In Wahrheit ist das Rückwärtsfahren für die Bahn ein ganz alltäglicher Vorgang.

An jedem Kopfbahnhof fährt jeder Zug am Ende wieder rückwärts hinaus.

Auch das Rangieren gehört überall zum täglichen Betrieb dazu.

So bewegt sich die Bahn viel häufiger nach hinten, als man denkt.

Ein klares Nein

Am Ende lässt sich die Frage mit einem klaren Nein beantworten.

Züge haben keinen fehlenden Rückwärtsgang, sie fahren in beide Richtungen.

Viele haben an beiden Enden einen Fahrerstand und sind gleich schnell.

So ist das Rückwärtsfahren für die Bahn das Selbstverständlichste der Welt.

Woher der Irrtum kommt

Viele halbwahre Annahmen über die Bahn haben durchaus einen nachvollziehbaren Ursprung.

Oft steckt ein wahrer Kern in ihnen, der dann falsch verallgemeinert wird.

So wird aus einer bloßen Ausnahme schnell eine vermeintliche Regel für alles.

Wer genauer hinsieht, kann den Irrtum vom wahren Kern gut trennen.

Was man sich merken kann

Am besten merkt man sich die einfache und klare Antwort auf die Frage.

So muss man beim nächsten Mal nicht lange überlegen oder rätseln.

Ein wenig Wissen über die Bahn macht das Reisen gleich entspannter.

Und es hilft, manch verbreitetem Irrtum gelassen zu begegnen.

Ein Blick auf den Alltag

Im Alltag begegnet einem diese Frage häufiger, als man zunächst denkt.

Wer die Antwort kennt, versteht das Geschehen im Zug ein wenig besser.

So wird aus einer kleinen Frage ein nützliches Stück Wissen.

Und dieses Wissen begleitet einen auf jeder weiteren Reise.

Häufige Fragen

Haben Züge einen Rückwärtsgang?
Nicht wie ein Auto, aber sie können trotzdem rückwärts fahren. Die Motoren eines Zuges drehen sich einfach in die andere Richtung.
Wie fährt ein Zug zurück?
Viele Züge haben an beiden Enden einen Fahrerstand. Der Lokführer wechselt am Ziel ans andere Ende und fährt von dort in die umgekehrte Richtung.
Ist der Zug rückwärts langsamer?
Nein. Ein Zug mit Fahrerständen an beiden Enden fährt in beide Richtungen mit dem gleichen Tempo. Für die Technik gibt es keinen Unterschied.
Was ist ein Steuerwagen?
Ein Wagen am Ende des Zuges, von dem aus der Lokführer die Lok steuert. So kann die Lok den Zug schieben, ohne dass sie umgesetzt werden muss.
Wann fährt ein Zug rückwärts?
An jedem Kopfbahnhof beim Hinausfahren und ständig beim Rangieren, wenn Wagen zu neuen Zügen zusammengestellt werden. Es ist ein alltäglicher Vorgang.

Weiterfahrt

Was ist ein Steuerwagen? – Fahren ohne Wenden

Was ist ein Kopfbahnhof? – wo der Zug wenden muss

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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