Stimmt es, dass…?
„Ja, es stimmt: Züge fahren auch bei Glatteis, denn ihre Räder laufen fest in der Spur der Schiene.“
Stimmt es, dass Züge auch bei Glatteis fahren?
→ Ein Blick auf die Bahn im Eis.
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Kurz gesagt
Ja, das stimmt. Anders als ein Auto rutscht ein Zug bei Glatteis nicht so leicht von der Bahn, denn seine Räder laufen fest in der Spur der Schiene. So fährt der Zug auch bei Eis weiter. Nur an der Oberleitung kann Eis Probleme machen, und die Bahn ist bei Frost besonders vorsichtig.
Bei Glatteis wird das Autofahren gefährlich.
Man fragt sich, ob das auch für die Bahn gilt.
Ob Züge bei Glatteis fahren, klären wir heute.

Das Glatteis in Zahlen
Ja
die Antwort
Züge fahren weiter
in der Spur
die Räder
sie rutschen kaum
Oberleitung
kann vereisen
hier droht Ärger
Ja, Züge fahren auch bei Glatteis, denn ihre Räder laufen in der Spur.
Glatteis auf der Straße
Bei Glatteis wird die Straße spiegelglatt.
Ein Auto findet dann kaum noch Halt.
Es rutscht leicht zur Seite oder dreht sich.
Deshalb ist das Autofahren bei Glatteis gefährlich.

Der Zug bleibt in der Spur
Bei der Bahn ist das ganz anders.
Die Räder des Zuges laufen fest in der Spur.
Ein Rand am Rad hält sie auf der Schiene.
So kann der Zug nicht zur Seite rutschen.
Gut zu wissen
Ja, es stimmt: Züge fahren auch bei Glatteis. Anders als ein Auto, das auf der glatten Straße kaum Halt findet und leicht zur Seite rutscht, laufen die Räder eines Zuges fest in der Spur der Schiene, gehalten von einem Rand am Rad, sodass der Zug nicht zur Seite ausbrechen kann und einfach auf seiner Schiene weitergleitet. So ist die Bahn bei Glatteis sogar sicherer als das Auto.
Ganz ohne Wirkung ist das Eis aber nicht: Liegt eine dünne Eisschicht auf der Schiene, bremst der Zug etwas vorsichtiger. Ein größeres Problem kann Eis an der Oberleitung machen, dem Draht über dem Gleis, denn dann kommt der Strom schlechter in den Zug. Dagegen fahren besondere Züge voraus, die das Eis abkratzen, und ein leichtes Enteisungsmittel hilft. Bei sehr großer Kälte ist die Bahn zudem besonders wachsam, denn auch Weichen und Türen können einfrieren.
Darum fährt er weiter
Weil der Zug in der Spur bleibt, fährt er auch bei Eis.
Er gleitet einfach weiter auf seiner Schiene.
Ein seitliches Ausbrechen ist nicht möglich.
So ist die Bahn bei Glatteis sicherer als das Auto.
Nur vorsichtiger bremsen
Ganz ohne Wirkung ist das Eis aber nicht.
Auch auf der Schiene kann eine dünne Eisschicht liegen.
Dann bremst der Zug ein wenig vorsichtiger.
Doch von der Bahn rutscht er nicht.
Eis an der Oberleitung
Ein Problem kann das Eis oben machen.
An der Oberleitung, dem Draht, bildet sich Eis.
Dann kommt der Strom schlechter in den Zug.
Das kann die Fahrt stören.
Was die Bahn dagegen tut
Gegen das Eis am Draht tut die Bahn einiges.
Besondere Züge fahren voraus und kratzen das Eis ab.
Auch ein leichtes Enteisungsmittel hilft.
So bleibt der Draht auch bei Frost frei.
Vorsicht bei großer Kälte
Bei sehr großer Kälte ist die Bahn besonders wachsam.
Weichen und Türen können einfrieren.
Deshalb prüft und heizt man sie.
So fahren die Züge auch im tiefsten Frost.
Ja, auch bei Glatteis
Am Ende stimmt es: Züge fahren auch bei Glatteis.
Ihre Räder laufen fest in der Spur der Schiene.
So rutschen sie nicht wie ein Auto von der Bahn.
Nur an der Oberleitung kann Eis die Fahrt einmal stören.
Zum Schluss ein Gedanke
Hinter dieser scheinbar einfachen Frage verbirgt sich ein ganzes Stück der großen, vielfältigen und oft überraschenden Welt der Eisenbahn, das einen zweiten Blick durchaus lohnt.
Wer ein wenig genauer hinschaut, entdeckt hinter der knappen Antwort schnell die spannenden Geschichten, die kluge Technik und die lange Geschichte, die dahinterstehen.
So wird aus einer bloßen Frage am Bahnsteig ein kleines Fenster, das den Blick auf ein ganzes und durchaus faszinierendes Themenfeld der Bahn freigibt.
Gerade bei den vielen Angaben und Annahmen rund um die Bahn lohnt es sich, genau hinzuschauen und das Wahre vom Ungefähren zu trennen.
Denn erst wer die Zusammenhänge kennt, versteht das oft verborgene Geschehen rund um Zug, Gleis und Bahnhof am Ende ein gutes Stück besser als zuvor.
Am besten merkt man sich die einfache und klare Antwort gleich für das nächste Mal, wenn das Gespräch wieder einmal auf dieses schöne Thema kommt.
So kann man manch hartnäckigem Gerücht und mancher liebgewonnenen Halbwahrheit über die Bahn künftig ganz gelassen begegnen.
Und ein wenig gesichertes Wissen über die Bahn macht das Reisen am Ende nicht nur interessanter, sondern auch spürbar entspannter.
Denn wer die Hintergründe kennt, der sieht den vorbeifahrenden Zug und den belebten Bahnhof mit ganz anderen Augen.
So wird aus einer kleinen Frage am Ende ein nützliches Stück Wissen, das einen auf jeder weiteren Reise begleitet.
