Stimmt es, dass…?
„Im Tunnel bleibt das Fenster besser zu – wegen Druck, Lärm und Sicherheit.“
Stimmt es, dass man im Tunnel die Fenster nicht öffnen darf?
→ Ein Blick auf die Fenster im Zug.
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Kurz gesagt
Teils, teils. In den allermeisten modernen Zügen lassen sich die Fenster ohnehin gar nicht mehr öffnen. Wo es in älteren Zügen noch geht, sollte man das Fenster im Tunnel aber besser geschlossen halten. Der Grund sind der Druck, der Lärm und die Abgase, die dort entstehen können.
Früher lehnte sich mancher Reisende gern aus dem offenen Fenster in den Fahrtwind.
Heute sind die Fenster in den meisten Zügen jedoch fest verschlossen.
Ob man im Tunnel die Fenster öffnen darf, schauen wir uns heute genauer an.

Die Fenster in Zahlen
meist zu
moderne Züge
fest verschlossen
im Tunnel
besser lassen
wo es noch geht
Druck & Lärm
der Grund
plus Abgase
In modernen Zügen lassen sich Fenster nicht öffnen; im Tunnel bleiben sie besser zu.
Moderne Fenster bleiben zu
In den allermeisten modernen Zügen lassen sich die Fenster gar nicht mehr öffnen.
Sie sind fest verschlossen, damit die Klimaanlage die Luft regeln kann.
So bleibt es im Zug bei jedem Wetter angenehm und gleichmäßig.
Die Frage nach dem offenen Fenster stellt sich hier also gar nicht erst.

Noch in älteren Zügen
Nur in manchen älteren Zügen lassen sich die Fenster noch öffnen.
Meist ist es ein kleiner Teil des Fensters, der sich herabklappen lässt.
Dann kann etwas frische Luft in den Wagen strömen.
Doch gerade im Tunnel sollte man dieses Fenster besser geschlossen halten.
Gut zu wissen
In den allermeisten modernen Zügen lassen sich die Fenster gar nicht mehr öffnen; sie sind fest verschlossen, damit die Klimaanlage die Luft regeln kann. Die Frage nach dem offenen Fenster im Tunnel stellt sich hier also gar nicht.
Nur in manchen älteren Zügen lässt sich ein Teil des Fensters noch öffnen. Im Tunnel sollte man es aber geschlossen halten, denn dort entstehen ein spürbarer Druck, verstärkter Lärm und mitunter Abgase. Auch aus Gründen der Sicherheit ist ein geschlossenes Fenster im engen Tunnel besser.
Der Druck im Tunnel
Fährt ein Zug schnell in einen Tunnel, entsteht dort ein spürbarer Druck.
Die Luft wird vor dem Zug zusammengeschoben und weicht zur Seite.
Bei einem offenen Fenster kann dieser Druck unangenehm auf die Ohren wirken.
So ist ein geschlossenes Fenster im Tunnel schon aus Bequemlichkeit besser.
Lärm und Zugluft
Im engen Tunnel wird der Lärm des fahrenden Zuges noch verstärkt.
Durch ein offenes Fenster dröhnt dieser Lärm dann laut in den Wagen.
Auch eine kräftige, unangenehme Zugluft kann so entstehen.
So sorgt ein geschlossenes Fenster im Tunnel für mehr Ruhe.
Abgase in der Enge
Fahren im Tunnel Züge ohne Oberleitung, entstehen dort Abgase.
In der Enge des Tunnels können sich diese Abgase leicht sammeln.
Durch ein offenes Fenster gelangen sie dann in den Wagen.
Auch darum ist es besser, das Fenster im Tunnel zu schließen.
Eine Frage der Sicherheit
Ein geschlossenes Fenster ist im Tunnel auch eine Frage der Sicherheit.
Aus dem Fenster gelehnt könnte man an einer Wand oder Anlage streifen.
Im engen Tunnel ist der Abstand zu den Wänden besonders knapp.
So schützt ein geschlossenes Fenster die Reisenden vor Gefahren.
Meist regelt es die Technik
In den modernen Zügen nimmt die Technik einem die Entscheidung ganz ab.
Da die Fenster fest verschlossen sind, kann gar nichts passieren.
Die Klimaanlage sorgt für frische Luft, im Tunnel wie auf freier Strecke.
So ist das offene Fenster im Zug immer seltener geworden.
Ein klares Teils
Am Ende lässt sich die Frage nur mit einem Teils beantworten.
In modernen Zügen lassen sich die Fenster ohnehin nicht mehr öffnen.
Wo es in älteren Zügen noch geht, hält man sie im Tunnel besser zu.
Der Grund sind der Druck, der Lärm, die Abgase und die Sicherheit.
Zum Schluss ein Gedanke
Hinter dieser scheinbar einfachen Frage verbirgt sich ein ganzes Stück der großen, vielfältigen und oft überraschenden Welt der Eisenbahn, das einen zweiten Blick durchaus lohnt.
Wer ein wenig genauer hinschaut, entdeckt hinter der knappen Antwort schnell die spannenden Geschichten, die kluge Technik und die lange Geschichte, die dahinterstehen.
So wird aus einer bloßen Frage am Bahnsteig ein kleines Fenster, das den Blick auf ein ganzes und durchaus faszinierendes Themenfeld der Bahn freigibt.
Gerade bei den vielen Angaben rund um die Bahn lohnt es sich, die nüchterne Zahl mit dem eigenen Alltag zu vergleichen und so mit Leben zu füllen.
Denn erst im Verhältnis zu vertrauten Größen wird die wahre Bedeutung einer solchen Zahl am Ende wirklich anschaulich und greifbar.
Auch ist eine solche Angabe selten für alle Zeit in Stein gemeißelt, sondern kann sich mit neuen Strecken, neuen Zügen und neuer Technik durchaus verschieben.
Darum versteht man sie am besten als eine anschauliche und runde Größenordnung, die den Blick für das große Ganze der Schiene schärft.
Und ein wenig gesichertes Wissen über die Zusammenhänge macht das Reisen mit der Bahn am Ende nicht nur interessanter, sondern auch spürbar entspannter.
Denn wer die Hintergründe kennt und wirklich versteht, der sieht den vorbeifahrenden Zug und den belebten Bahnhof mit ganz anderen, aufmerksameren Augen.
So wird aus einer kleinen, beiläufigen Frage am Ende ein nützliches und dauerhaftes Stück Wissen, das einen auf jeder weiteren Reise mit der Bahn begleitet.
