Stimmt es, dass man im ICE kein Fahrrad mitnehmen darf?

Stimmt es, dass …?

„Sehr geehrte Fahrgäste, Ihr Fahrrad darf heute mit in den ICE – mit Reservierung.“

Darf man im ICE kein Fahrrad mitnehmen?

→ Lange stimmte das – heute nicht mehr. Wie das Rad doch in den Hochgeschwindigkeitszug kam.

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Kurz gesagt

Früher stimmte es, heute nicht mehr. Der neue ICE 4 hat acht Fahrradstellplätze – er war der erste Hochgeschwindigkeitszug der Bahn mit Fahrradmitnahme. Man braucht aber eine Reservierung und eine Fahrradkarte. In älteren ICE geht es weiterhin nicht.

Jahrzehntelang galt: Im ICE ist kein Platz fürs Fahrrad.

Die ersten Baureihen hatten schlicht keine Stellplätze, anders als viele Regionalzüge.

Wer mit dem Rad reisen wollte, musste auf langsamere Verbindungen ausweichen.

Flixtrain im Kölner Hauptbahnhof
Foto: Superalbs, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Lange war der ICE tabu fürs Rad

Der Grund war der Platz.

In einem Hochgeschwindigkeitszug ist jeder Quadratmeter für Sitze verplant.

Sperrige Fahrräder passten in dieses Konzept nicht – und so blieben ICE 1 und ICE 3 für Radler geschlossen.

Das war ein echter Nachteil.

Gerade Urlauber, die Rad und Bahn verbinden wollten, konnten die schnellen Fernzüge nicht nutzen.

Der ICE galt als radfeindlich, während im Nahverkehr die Mitnahme längst selbstverständlich war.

Der ICE 4 bringt die Wende

Mit dem ICE 4 änderte sich das.

Er wurde als erster Hochgeschwindigkeitszug der Bahn mit Fahrradstellplätzen ausgestattet – acht an der Zahl.

Endlich konnte man auch im schnellen Fernzug mit dem Rad reisen.

Nötig ist dafür allerdings eine Reservierung für den Stellplatz und eine Fahrradkarte.

Weil es nur acht Plätze gibt, sind sie gefragt und sollten früh gebucht werden – wer spontan mit dem Rad kommt, geht womöglich leer aus.

Warum das Rad im Zug wichtig ist

Die Kombination aus Rad und Bahn ist ideal: Das Rad überbrückt die kurzen Wege, die Bahn die langen.

Wer sein eigenes Rad mitnehmen kann, ist am Zielort sofort mobil – ohne auf Leihräder oder Busse angewiesen zu sein.

Gerade im Urlaub ist das ein starkes Argument.

Radreisende wollen ihr vertrautes Rad dabeihaben.

Dass der schnelle ICE das lange nicht erlaubte, war für sie ein echtes Hindernis auf dem Weg zum Reiseziel.

Ein wachsender Bedarf

Mit dem Fahrradboom ist der Wunsch nach Mitnahme gewachsen.

Immer mehr Menschen verbinden Radfahren und Bahnreisen, sei es zum Pendeln oder für den Radurlaub.

Der Druck auf die Bahn, auch im Fernverkehr Platz zu schaffen, wurde entsprechend groß.

Der ICE 4 mit seinen acht Stellplätzen ist die Antwort darauf – wenn auch eine bescheidene.

Bei der großen Nachfrage sind acht Plätze oft schnell ausgebucht, was zeigt, dass der Bedarf das Angebot übersteigt.

S Bahn at Hauptbahnhof Berlin
Foto: Martin Falbisoner, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Blick über die Grenze

Andere Länder sind teils weiter.

In der Schweiz oder in Frankreich gibt es auf manchen schnellen Zügen großzügigere Fahrradabteile.

Deutschland hat mit dem ICE 4 aufgeholt, steht aber noch am Anfang.

Für die Zukunft ist mehr geplant: Neue Fahrzeuge sollen mehr Stellplätze bekommen.

Der alte Grundsatz „Im ICE kein Fahrrad“ dürfte damit endgültig der Vergangenheit angehören – ein gutes Zeichen für alle, die Rad und Bahn verbinden.

Für Bahnreisende mit Rad lohnt sich also der genaue Blick in die Verbindungssuche.

Steht dort das Fahrradsymbol, ist ein ICE 4 im Einsatz und die Mitnahme möglich – fehlt es, hilft nur eine andere Verbindung oder das Faltrad.

So ist aus dem alten „Im ICE kein Fahrrad“ ein „im ICE 4 schon“ geworden.

Ein kleiner Wandel, der zeigt, dass die Bahn die Wünsche der Radfahrer inzwischen ernster nimmt als früher.

So bleibt festzuhalten: Der Mythos vom fahrradfreien ICE stimmt nur noch halb.

Im richtigen Zug, dem ICE 4, rollt das Rad heute selbstverständlich mit – man muss nur rechtzeitig reservieren.

Rad im ICE – die Regeln

Der ICE 4 hat acht Fahrradstellplätze – der erste ICE mit Fahrradmitnahme.

Man braucht eine Reservierung für den Platz und eine Fahrradkarte.

In den älteren Baureihen ICE 1 und ICE 3 ist die Mitnahme weiterhin nicht möglich.

Nicht in jedem ICE

Wichtig ist: Nur der ICE 4 hat die Stellplätze.

Die älteren Baureihen wurden nicht umgerüstet.

Wer sein Rad mitnehmen will, muss also gezielt eine Verbindung mit einem ICE 4 wählen – nicht jeder ICE nimmt Räder mit.

Bei der Buchung wird angezeigt, ob Fahrradmitnahme möglich ist.

Ein Blick darauf lohnt sich, damit man nicht am Bahnsteig steht und feststellt, dass ausgerechnet dieser Zug keine Stellplätze hat.

Ein Schritt in die richtige Richtung

Die Fahrradmitnahme im ICE 4 ist ein kleiner, aber bedeutender Schritt.

Sie zeigt, dass die Bahn die Verbindung von Rad und schneller Fernreise ernst nimmt – ein Wunsch, den viele Reisende lange geäußert hatten.

Noch sind acht Plätze wenig für einen langen Zug, und nicht jeder ICE ist ein ICE 4. Doch der Anfang ist gemacht.

Der alte Grundsatz „Im ICE kein Fahrrad“ gilt jedenfalls nicht mehr uneingeschränkt.

Häufige Fragen

Darf man im ICE ein Fahrrad mitnehmen?
Im ICE 4 ja, mit Reservierung und Fahrradkarte. In den älteren Baureihen ICE 1 und ICE 3 nicht.
Wie viele Stellplätze gibt es?
Der ICE 4 hat acht Fahrradstellplätze – er war der erste ICE mit Fahrradmitnahme.
Was brauche ich dafür?
Eine Reservierung für den Stellplatz und eine Fahrradkarte. Wegen der wenigen Plätze am besten früh buchen.
Nimmt jeder ICE Räder mit?
Nein, nur der ICE 4. Bei der Buchung wird angezeigt, ob Fahrradmitnahme möglich ist.
War das früher anders?
Ja. Lange hatten ICE gar keine Fahrradstellplätze; die Mitnahme war schlicht nicht möglich.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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