Stimmt es, dass Züge früher ein eigenes Gepäckabteil hatten?

Stimmt es, dass…?

„Einst gab man seinen schweren Koffer am Bahnhof auf, und er reiste in einem eigenen Wagen mit – ganz ohne Mühe.“

Stimmt es, dass Züge früher ein eigenes Gepäckabteil hatten?

→ Ein Mythos über einen fast vergessenen Dienst der Bahn.

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Kurz gesagt

Das stimmt. Früher hatten viele Züge einen eigenen Gepäckwagen mit einem Gepäckabteil. Dort konnte man großes und schweres Gepäck aufgeben, das dann gesondert mitreiste. Heute ist dieser Dienst weitgehend verschwunden, und das Gepäck reist mit dem Reisenden im Wagen.

Wer heute mit viel Gepäck reist, schleppt seine Koffer selbst durch den Zug und verstaut sie über dem Sitz.

Das war nicht immer so, denn früher gab es für das große Gepäck eine ganz andere Lösung.

Ob Züge einst ein eigenes Gepäckabteil hatten, führt zu einem fast vergessenen Dienst der Bahn.

Offenburg im Henschel Wegmann Aussichtswagen über die Schwarzwaldbahn LA
Foto: Willy Pragher, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Der eigene Wagen für das Gepäck

Tatsächlich hatten früher viele Züge einen eigenen Wagen allein für das Gepäck.

In diesem Gepäckwagen wurde das große und schwere Gepäck der Reisenden befördert.

Er hatte keine Sitze, sondern einen weiten Raum zum Verstauen der Koffer und Kisten.

So reiste das Gepäck gesondert mit, während die Reisenden bequem in ihren Wagen saßen.

Offenburg im Henschel Wegmann Aussichtswagen über die Schwarzwaldbahn LA
Foto: Willy Pragher, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Das Aufgeben des Gepäcks

Wer viel Gepäck hatte, konnte es am Bahnhof aufgeben, ähnlich wie heute am Flughafen.

Das Personal nahm den Koffer entgegen und verlud ihn in den Gepäckwagen.

Am Ziel bekam der Reisende sein Gepäck dann wieder ausgehändigt.

So musste er seine schweren Sachen nicht selbst durch den Zug tragen.

Gut zu wissen

Früher hatten viele Züge einen eigenen Gepäckwagen. Dort gab man großes Gepäck auf, ähnlich wie heute am Flughafen, und bekam es am Ziel wieder ausgehändigt.

Heute reist das Gepäck mit dem Reisenden im Wagen, verstaut über dem Sitz und an den Enden. Für sperrige Dinge wie Fahrräder gibt es eigene Stellplätze, und einen Gepäckversand von Tür zu Tür gibt es zum Teil noch.

Ein Dienst für die weite Reise

Besonders auf langen Reisen war dieser Dienst eine große Erleichterung.

Wer mit einer ganzen Familie und viel Gepäck verreiste, war dafür dankbar.

Auch schwere und sperrige Dinge ließen sich auf diese Weise bequem befördern.

So gehörte der Gepäckwagen lange Zeit selbstverständlich zum Bild eines Zuges.

Der Gepäckwagen im Zug

Der Gepäckwagen lief meist am Anfang oder am Ende des Zuges mit.

Oft war er zugleich der Wagen, in dem auch der Zugbegleiter seinen Platz hatte.

Von außen erkannte man ihn an seinen großen Türen und den fehlenden Sitzreihen.

So war er ein vertrauter, wenn auch stiller Teil vieler Züge.

Warum der Dienst verschwand

Mit der Zeit wurde das Aufgeben des Gepäcks immer weniger genutzt.

Die Menschen reisten mehr mit dem Auto, und im Zug nahm man das Gepäck lieber selbst mit.

Der Aufwand, das Gepäck gesondert zu verladen und zu bewachen, lohnte sich immer weniger.

So schaffte die Bahn den Gepäckwagen im gewöhnlichen Zug nach und nach ab.

Das Gepäck reist heute mit

Heute nimmt der Reisende sein Gepäck ganz selbstverständlich mit in den Wagen.

Über dem Sitz und an den Enden des Wagens gibt es Ablagen für die Koffer.

So hat man sein Gepäck stets im Blick und muss es nicht gesondert aufgeben.

Das erspart den Aufwand von einst, verlangt aber, dass man seine Koffer selbst trägt.

Ein Rest ist geblieben

Ganz verschwunden ist der Gedanke des aufgegebenen Gepäcks jedoch nicht.

Für besonders sperrige Dinge wie Fahrräder gibt es noch eigene Stellplätze.

Auch einen Versand des Gepäcks von Tür zu Tür bietet die Bahn zum Teil noch an.

So lebt ein kleiner Rest des einstigen Gepäckdienstes bis heute fort.

Was von dem Mythos übrig bleibt

Am Ende bestätigt sich die Behauptung in vollem Umfang und ganz ohne Einschränkung.

Ja, früher hatten viele Züge einen eigenen Gepäckwagen mit einem Gepäckabteil.

Dort gab man sein großes Gepäck auf, das dann gesondert mitreiste.

Wer das weiß, versteht, wie sich das Reisen mit dem Gepäck über die Zeit gewandelt hat.

Vom Koffer zum Kurierdienst

Der Gedanke, das Gepäck gesondert reisen zu lassen, ist nicht ganz verschwunden.

Auch heute kann man sein Gepäck bei manchen Anbietern von Tür zu Tür versenden lassen.

Es wird dann abgeholt und kommt am Zielort an, ohne dass man es selbst tragen muss.

So lebt der alte Gedanke des aufgegebenen Gepäcks in neuer Form bis heute fort.

Häufige Fragen

Hatten Züge früher ein Gepäckabteil?
Ja. Viele Züge hatten einen eigenen Gepäckwagen, in dem großes und schweres Gepäck gesondert befördert wurde. Er hatte keine Sitze, sondern einen weiten Raum zum Verstauen.
Wie funktionierte das Aufgeben?
Ähnlich wie heute am Flughafen. Das Personal nahm den Koffer am Bahnhof entgegen, verlud ihn in den Gepäckwagen, und am Ziel bekam der Reisende ihn wieder ausgehändigt.
Warum ist der Dienst verschwunden?
Weil er immer weniger genutzt wurde. Die Menschen reisten mehr mit dem Auto und nahmen ihr Gepäck lieber selbst mit. Der Aufwand des gesonderten Verladens lohnte sich kaum noch.
Wie reist das Gepäck heute?
Mit dem Reisenden im Wagen, verstaut über dem Sitz und an den Enden. So hat man es stets im Blick, muss es aber selbst tragen.
Gibt es noch einen Rest davon?
Ja. Für sperrige Dinge wie Fahrräder gibt es eigene Stellplätze, und einen Versand des Gepäcks von Tür zu Tür bietet die Bahn zum Teil noch an.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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