Nachtzug: Wie man im Schlaf ans ferne Ziel reist

Ich verstehe nur Bahnhof

„Man steigt am Abend ein, legt sich schlafen und wacht am Morgen in einer fernen Stadt auf – das ist das alte Versprechen des Nachtzuges.“

Nachtzug: Wie man im Schlaf ans ferne Ziel reist

→ Alles über das Reisen im Schlaf und die drei Arten, im Zug zu nächtigen.

Lesezeit: 8 Minuten · Bahn-Lexikon

Kurz gesagt

Ein Nachtzug fährt über Nacht zu einem fernen Ziel, während die Reisenden schlafen. Es gibt drei Arten zu nächtigen: den bequemen Schlafwagen mit Betten, den einfacheren Liegewagen und den günstigen Sitzwagen. Wer klug bucht, spart sich eine Hotelnacht und reist zugleich umweltfreundlich.

Der Nachtzug ist eine der romantischsten und zugleich praktischsten Arten, mit der Bahn eine weite Strecke zurückzulegen.

Statt einen ganzen Tag im Zug zu verbringen, steigt man am Abend ein und erwacht am nächsten Morgen ausgeruht am fernen Ziel.

Wie das Reisen im Nachtzug genau funktioniert und welche Möglichkeiten es gibt, ist eine überraschend reizvolle Sache zu wissen.

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Foto: TeWeBs, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Reise durch die Nacht

Der Grundgedanke des Nachtzuges ist so einfach wie bestechend, denn er verlegt die Reisezeit in die ohnehin verschlafene Nacht.

Wer am Abend in einer Stadt einsteigt, wird während der Fahrt sanft in den Schlaf gewiegt und erreicht am Morgen ein weit entferntes Ziel.

Die Stunden der Fahrt, die man tagsüber im Zug verbringen müsste, verschläft man auf diese Weise ganz einfach.

So gewinnt man einen ganzen Reisetag, denn man kommt ausgeruht an und kann sofort in den neuen Tag starten.

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Foto: TeWeBs, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Der Schlafwagen als bequemste Wahl

Wer die Nacht im Zug besonders bequem verbringen möchte, wählt einen Platz im sogenannten Schlafwagen.

Dort reist man in einem kleinen, abschließbaren Abteil mit richtigen Betten, oft sogar mit einem eigenen Waschbecken.

Diese komfortable Art zu reisen ist die teuerste, bietet aber die meiste Ruhe und Privatsphäre.

Für die anspruchsvolle Nachtreise ist der Schlafwagen die erste und angenehmste Wahl.

Gut zu wissen

Es gibt drei Arten, im Nachtzug zu nächtigen: den bequemen Schlafwagen mit Betten, den einfacheren Liegewagen und den günstigen Sitzwagen.

Rechnet man die gesparte Hotelnacht mit ein, ist der Nachtzug oft günstiger, als er zunächst erscheint. Beliebte Plätze aber früh buchen.

Der Liegewagen als Mittelweg

Etwas einfacher und günstiger als der Schlafwagen ist der sogenannte Liegewagen.

Hier teilt man sich ein Abteil mit mehreren Reisenden und schläft auf einfachen, gepolsterten Liegen.

Man reist enger und weniger privat als im Schlafwagen, kann sich aber dennoch zum Schlafen ausstrecken.

Der Liegewagen ist damit ein guter Mittelweg zwischen Komfort und einem bezahlbaren Preis.

Der Sitzwagen für den kleinen Geldbeutel

Die günstigste Art, im Nachtzug zu reisen, ist ein Platz im gewöhnlichen Sitzwagen.

Dort verbringt man die Nacht sitzend im Sessel, so wie man es von einer Reise am Tag kennt.

Diese Variante ist am wenigsten bequem, dafür aber deutlich billiger als ein Bett oder eine Liege.

Für junge Reisende und alle mit einem kleinen Budget ist der Sitzwagen eine erschwingliche Möglichkeit.

Eine gesparte Hotelnacht

Ein oft übersehener Vorteil des Nachtzuges ist, dass man sich mit ihm eine Hotelübernachtung ersparen kann.

Denn die Nacht, die man sonst in einem Hotel am Zielort verbringen müsste, verbringt man einfach im fahrenden Zug.

Rechnet man die Kosten für ein Hotel mit ein, ist der Nachtzug am Ende oft günstiger, als er zunächst erscheint.

Man bezahlt also nicht nur die Fahrt, sondern gewissermaßen auch gleich sein Nachtlager.

Umweltfreundlich unterwegs

Wie jede Bahnfahrt ist auch die Reise im Nachtzug deutlich umweltfreundlicher als ein Flug über dieselbe Strecke.

Gerade auf mittleren Entfernungen quer durch Europa ist der Nachtzug eine echte Alternative zum Flugzeug.

Wer aus Überzeugung auf das Fliegen verzichten möchte, findet in ihm eine bequeme und schonende Möglichkeit.

So verbindet der Nachtzug den alten Reiz des Reisens mit dem Wunsch nach einem schonenden Umgang mit der Umwelt.

Rechtzeitig buchen

Weil es in einem Nachtzug nur eine begrenzte Zahl an Betten und Liegen gibt, sind diese oft schnell vergriffen.

Wer bequem im Schlafwagen oder Liegewagen reisen will, sollte deshalb möglichst früh im Voraus buchen.

Besonders in der Ferienzeit und zu beliebten Reisezielen sind die begehrten Plätze rasch ausverkauft.

Eine rechtzeitige Buchung sichert nicht nur den Platz, sondern oft auch einen günstigeren Preis.

Die Rückkehr einer Reisekultur

Nachdem der Nachtzug lange als altmodisch galt, erlebt er in den vergangenen Jahren eine erstaunliche Wiedergeburt.

Immer mehr Menschen entdecken den besonderen Reiz, im Schlaf durch die Nacht in eine ferne Stadt zu reisen.

Neue Verbindungen und modernere Wagen sollen diese alte Reisekultur wieder aufleben lassen.

So wird der Nachtzug für viele erneut zu einem romantischen und zugleich vernünftigen Weg, weite Strecken zu überwinden.

Häufige Fragen

Was ist ein Nachtzug?
Ein Zug, der über Nacht zu einem fernen Ziel fährt, während die Reisenden schlafen. Man steigt abends ein und kommt morgens ausgeruht an.
Welche Arten zu schlafen gibt es?
Den Schlafwagen mit richtigen Betten, den einfacheren Liegewagen mit gepolsterten Liegen und den günstigen Sitzwagen mit Sesseln.
Spart der Nachtzug eine Hotelnacht?
Ja. Die Nacht verbringt man im fahrenden Zug statt im Hotel. Rechnet man das mit ein, ist der Nachtzug oft günstiger als gedacht.
Ist der Nachtzug umweltfreundlich?
Ja, wie jede Bahnfahrt deutlich mehr als ein Flug. Auf mittleren Strecken durch Europa ist er eine echte Alternative zum Flugzeug.
Sollte man früh buchen?
Unbedingt. Betten und Liegen sind begrenzt und schnell vergriffen. Eine frühe Buchung sichert den Platz und oft einen günstigeren Preis.

Weiterfahrt

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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