Stimmt es, dass es früher eine dritte Klasse gab?

Stimmt es, dass…?

„Ja, es stimmt: Früher hatte der Zug eine erste, zweite und dritte Klasse.“

Stimmt es, dass es früher eine dritte Klasse gab?

→ Ein Blick auf die Zahl an der Wagentür.

Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Stimmt es, dass…?

Kurz gesagt

Ja, das stimmt. Früher gab es im Zug eine dritte Klasse. Der Zug war in Klassen geteilt: erste, zweite und dritte. Die erste Klasse war die feinste und teuerste. Die dritte war die einfachste und billigste. Dort saß man oft auf harten Holzbänken. An der Wagentür stand eine große Zahl. So sah man, welche Klasse es war. Später gab es nur noch erste und zweite Klasse.

Heute hat der Zug zwei Klassen.

Früher waren es mehr.

Wie das war, klären wir.

Kaiserslautern West railway stations.org
Foto: @pihalbe, CC0, via Wikimedia Commons

Die dritte Klasse in Zahlen

Ja

die Antwort

1., 2. und 3.

die dritte

einfach & billig

oft Holzbänke

heute nur

1. und 2. Klasse

die 3. fiel weg

Ja, früher hatte der Zug eine erste, zweite und dritte Klasse.

Der Zug in Klassen

Früher war der Zug in Klassen geteilt.

Erste, zweite und dritte Klasse.

Jede war anders ausgestattet.

Und kostete anderes Geld.

Bahnhof Weissenstein panoramio
Foto: qwesy qwesy, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Die erste Klasse

Die erste Klasse war die feinste.

Weiche Polster, viel Platz.

Sie war die teuerste.

Für wer es sich leisten konnte.

Gut zu wissen

Ja, es stimmt: Früher hatte der Zug eine erste, zweite und dritte Klasse. Früher war der Zug in Klassen geteilt, erste, zweite und dritte Klasse, jede war anders ausgestattet und kostete anderes Geld. Die erste Klasse war die feinste, mit weichen Polstern und viel Platz, sie war die teuerste, für wer es sich leisten konnte. Die dritte Klasse war die einfachste und die billigste, oft saß man auf harten Holzbänken, aber man kam ans Ziel. So gab es für jeden etwas: Wer sparen musste, fuhr dritte Klasse, wer es bequem wollte, erste, jeder nach seinem Geldbeutel.

An der Wagentür stand eine Zahl, eine 1, 2 oder 3, so sah man die Klasse gleich und stieg richtig ein. Ganz früher gab es sogar eine vierte Klasse, sie war die allereinfachste, oft ohne richtige Sitze, man stand oder saß auf dem Boden. Mit der Zeit wurde es einfacher, die dritte Klasse fiel weg, aus der dritten wurde die zweite, sodass nur noch zwei Klassen blieben. So stimmt es, dass es früher eine dritte Klasse gab: Der Zug hatte erste, zweite und dritte, die dritte war einfach und billig, während es heute nur noch zwei Klassen gibt.

Die dritte Klasse

Die dritte Klasse war die einfachste.

Und die billigste.

Oft saß man auf harten Holzbänken.

Aber man kam ans Ziel.

Für jeden etwas

So gab es für jeden etwas.

Wer sparen musste, fuhr dritte Klasse.

Wer es bequem wollte, erste.

Jeder nach seinem Geldbeutel.

Die Zahl an der Tür

An der Wagentür stand eine Zahl.

Eine 1, 2 oder 3.

So sah man die Klasse gleich.

Und stieg richtig ein.

Sogar eine vierte

Ganz früher gab es sogar eine vierte Klasse.

Sie war die allereinfachste.

Oft ohne richtige Sitze.

Man stand oder saß auf dem Boden.

Die dritte fällt weg

Mit der Zeit wurde es einfacher.

Die dritte Klasse fiel weg.

Aus der dritten wurde die zweite.

So blieben nur noch zwei Klassen.

Ja, es gab sie

Am Ende stimmt es: Früher gab es eine dritte Klasse.

Der Zug hatte erste, zweite und dritte.

Die dritte war einfach und billig.

Heute gibt es nur noch zwei Klassen.

Vom Staunen zum Verstehen

Als Kind hat man über Züge gestaunt.

Über ihre Größe und ihre Kraft.

Später wird vieles zur Gewohnheit.

Man steigt ein und aus, ohne hinzusehen.

Doch das Staunen darf ruhig bleiben.

Wer versteht, wie etwas funktioniert, staunt neu.

Nur diesmal mit Wissen dahinter.

Das macht das Reisen ein Stück reicher.

Und den Bahnhof zu einem Ort voller Geschichten.

Man muss sie nur entdecken.

Was man mitnimmt

Am Ende bleibt oft eine kleine Erkenntnis.

Ein Detail, das man vorher nicht kannte.

Beim nächsten Mal sieht man es gleich.

Und nickt vielleicht kurz vor sich hin.

So sammelt sich mit der Zeit viel Wissen an.

Über einen Ort, den man ohnehin oft besucht.

Das kostet nichts als ein wenig Neugier.

Und macht den Alltag ein bisschen heller.

Denn wer versteht, langweilt sich seltener.

Und findet fast überall etwas zu entdecken.

Warum sich der Blick lohnt

Viele Dinge am Bahnhof sieht man jeden Tag.

Man geht an ihnen vorbei, ohne nachzudenken.

Dabei steckt hinter jedem Detail ein Grund.

Jemand hat es sich einmal genau überlegt.

Wer hinschaut, versteht diesen Grund.

Und sieht den Bahnhof mit neuen Augen.

Aus etwas Alltäglichem wird so etwas Besonderes.

Man muss nur einen Moment stehen bleiben.

Und sich fragen: Warum ist das eigentlich so?

Diese Frage führt oft zu einer schönen Antwort.

Häufige Fragen

Gab es früher wirklich eine dritte Klasse?
Ja. Der Zug war in erste, zweite und dritte Klasse geteilt. Die dritte war die einfachste und billigste, oft mit harten Holzbänken.
Was war der Unterschied zwischen den Klassen?
Die Ausstattung und der Preis. Die erste Klasse war fein und teuer, mit weichen Polstern. Die dritte war einfach und billig. Je höher die Klasse, desto mehr Komfort.
Woran erkannte man die Klasse?
An einer großen Zahl an der Wagentür, einer 1, 2 oder 3. So sah man gleich, welche Klasse der Wagen war, und stieg in den richtigen ein.
Gab es sogar eine vierte Klasse?
Ja, ganz früher. Die vierte Klasse war die allereinfachste, oft ohne richtige Sitze. Man stand oder saß auf dem Boden. Sie verschwand aber recht früh.
Warum gibt es heute nur noch zwei Klassen?
Weil es mit der Zeit einfacher wurde. Die dritte Klasse fiel weg, aus ihr wurde die zweite. Heute hat der Zug nur noch die erste und die zweite Klasse.

Weiterfahrt

Die Holzbänke – in der dritten Klasse

Die Abteile – wie der Zug geteilt war

Zurück zum Finder

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

Zeige alle Beiträge von BahnSlam →