Stimmt es, dass ein Zug nie ganz leer fährt?

Stimmt es, dass…?

„Ein Zug ganz ohne Fahrgäste? Den gibt es tatsächlich – wenn er nur an den Ort fährt, wo er gebraucht wird.“

Stimmt es, dass ein Zug nie ganz leer fährt?

→ Ein Mythos über die leeren Fahrten der Bahn.

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Kurz gesagt

Das stimmt nicht. Züge fahren durchaus manchmal ganz ohne Fahrgäste, dann spricht man von einer Leerfahrt. Sie ist nötig, um einen Zug an den Ort zu bringen, wo er gebraucht wird. Auch spät in der Nacht oder außerhalb der Stoßzeiten sind manche Züge fast leer unterwegs.

Man steigt in einen Zug und findet ihn mal voll, mal mäßig besetzt, aber selten ganz leer.

So entsteht leicht der Eindruck, ein Zug fahre eigentlich nie ganz ohne Fahrgäste.

Ob ein Zug wirklich nie ganz leer fährt, führt zu einem Blick hinter die Kulissen des Betriebs.

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Foto: Joachim Lutz, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Der leere Zug gibt es doch

Anders als viele denken, fährt ein Zug durchaus manchmal ganz ohne einen einzigen Fahrgast.

Ein solcher Zug ist zwar unterwegs, doch niemand sitzt in seinen Wagen.

Für die Reisenden ist er meist gar nicht sichtbar, denn er nimmt niemanden mit.

So gibt es den ganz leeren Zug tatsächlich, auch wenn man ihn selten bemerkt.

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Foto: Joachim Lutz, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Leerfahrt

Eine Fahrt ganz ohne Fahrgäste bezeichnet man in der Fachsprache als Leerfahrt.

Bei ihr fährt der Zug nicht, um Menschen zu befördern, sondern aus einem anderen Grund.

Meist muss er einfach von einem Ort an einen anderen gebracht werden.

Dort wird er dann für seinen nächsten Einsatz mit Fahrgästen gebraucht.

Gut zu wissen

Eine Fahrt ganz ohne Fahrgäste heißt Leerfahrt. Sie ist nötig, um einen Zug an den Ort zu bringen, wo er gebraucht wird, etwa zum Startort am Morgen oder zum Abstellgleis am Abend.

Die Bahn versucht, Leerfahrten durch eine kluge Planung der Umläufe möglichst gering zu halten, weil sie Strom, Personal und Zeit kosten, ohne Fahrgäste zu befördern.

Warum Leerfahrten nötig sind

Am Ende eines Tages steht ein Zug oft nicht dort, wo er am nächsten Morgen gebraucht wird.

Dann muss er über Nacht oder am frühen Morgen leer an seinen Startort gebracht werden.

Auch nach einer Reparatur im Bahnbetriebswerk muss ein Zug leer zurück zur Strecke fahren.

So sind Leerfahrten ein notwendiger Teil, um die Züge stets am richtigen Ort zu haben.

Der Zug zum Abstellgleis

Eine besondere Art der Leerfahrt führt einen Zug zu seinem Abstellgleis.

Nach seiner letzten Fahrt mit Fahrgästen bringt man ihn dorthin, wo er die Nacht verbringt.

Diese kurze Fahrt legt er ohne Reisende zurück, denn seine Aufgabe für den Tag ist getan.

Am nächsten Morgen holt man ihn von dort wieder für den Dienst mit Fahrgästen.

Fast leer in der Nacht

Neben den ganz leeren Fahrten gibt es auch Züge, die nur fast leer unterwegs sind.

Spät in der Nacht oder außerhalb der Stoßzeiten reisen manchmal nur wenige Menschen.

Dann fährt ein großer Zug für eine Handvoll Fahrgäste durch das Land.

Solche Fahrten wirken beinahe leer, dienen aber dennoch den wenigen Reisenden.

Warum auch leere Fahrten sinnvoll sind

Man mag eine Leerfahrt für Verschwendung halten, doch sie hat einen guten Sinn.

Nur wenn ein Zug am richtigen Ort steht, kann er dort die vielen Fahrgäste aufnehmen.

Die leere Fahrt ist gewissermaßen der Weg zur Arbeit, den der Zug selbst zurücklegt.

So ist auch der leere Zug ein notwendiger Teil eines gut geordneten Betriebs.

Die Kunst der Planung

Die Fachleute der Bahn versuchen, die Zahl der Leerfahrten möglichst gering zu halten.

Denn jede leere Fahrt kostet Strom, Personal und Zeit, ohne Fahrgäste zu befördern.

Durch eine kluge Planung der Umläufe lässt sich manche Leerfahrt vermeiden.

So bleibt die leere Fahrt zwar nötig, wird aber mit Bedacht auf das Notwendige beschränkt.

Was von dem Mythos übrig bleibt

Am Ende erweist sich die verbreitete Annahme als ein Irrtum.

Nein, es stimmt nicht, dass ein Zug nie ganz leer fährt.

Als Leerfahrt legt er durchaus Strecken zurück, um an den richtigen Ort zu gelangen.

Wer das weiß, erkennt in dem seltenen leeren Zug den stillen Weg des Zuges zu seiner Arbeit.

Der Zug als Pendler

In gewisser Weise pendelt auch ein Zug, ganz ähnlich wie die Menschen, die er befördert.

Am Morgen fährt er hinaus zu seinem Einsatz und am Abend wieder zurück zu seinem Standort.

Ein Teil dieser Wege legt er dabei mit Fahrgästen zurück, ein Teil aber auch ganz leer.

So hat auch der Zug gewissermaßen seinen eigenen täglichen Weg zur Arbeit und zurück.

Häufige Fragen

Fährt ein Zug wirklich manchmal ganz leer?
Ja. Als sogenannte Leerfahrt legt ein Zug durchaus Strecken ganz ohne Fahrgäste zurück, meist um von einem Ort an einen anderen zu gelangen.
Was ist eine Leerfahrt?
Eine Fahrt ganz ohne Fahrgäste. Der Zug fährt dabei nicht, um Menschen zu befördern, sondern um an den Ort gebracht zu werden, wo er als Nächstes gebraucht wird.
Warum sind Leerfahrten nötig?
Weil ein Zug abends oft nicht dort steht, wo er am Morgen gebraucht wird. Auch nach einer Reparatur muss er leer zur Strecke zurückfahren. So ist er stets am richtigen Ort.
Gibt es auch fast leere Züge?
Ja. Spät in der Nacht oder außerhalb der Stoßzeiten reisen manchmal nur wenige Menschen. Dann fährt ein großer Zug für eine Handvoll Fahrgäste durch das Land.
Sind Leerfahrten nicht Verschwendung?
Sie kosten Strom und Personal, sind aber nötig, damit ein Zug am richtigen Ort steht. Die Bahn versucht, sie durch kluge Planung möglichst gering zu halten.

Weiterfahrt

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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