Stimmt es, dass ein Zug kein Lenkrad hat?

Stimmt es, dass…?

„Der Lokführer kann seinen Zug nicht lenken – und das ist kein Mangel, sondern das ganze Geheimnis der Schiene.“

Stimmt es, dass ein Zug kein Lenkrad hat?

→ Ein Mythos über das Steuern eines Zuges.

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Kurz gesagt

Ja, das stimmt. Ein Zug hat kein Lenkrad, denn er kann gar nicht lenken. Er folgt einfach den beiden Schienen, auf denen er läuft. Welchen Weg er an einer Abzweigung nimmt, bestimmen nicht der Lokführer, sondern die Weichen. Der Lokführer regelt nur das Tempo und die Bremse, nicht die Richtung.

Ein Autofahrer lenkt sein Fahrzeug mit dem Lenkrad um jede Kurve und Ecke.

Viele stellen sich vor, dass auch ein Lokführer seinen Zug auf ähnliche Weise steuert.

Doch ein Zug funktioniert in dieser Hinsicht ganz anders, als man denkt.

Munderkingen Regionalexpress
Foto: Andreas Frankenhauser, Benutzer:Donautalbahner, Public domain, via Wikimedia Commons

Kein Lenkrad im Führerstand

Wer in den Führerstand eines Zuges blickt, sucht ein Lenkrad vergebens.

Denn ein Zug hat kein Lenkrad, weil er gar nicht lenken kann.

Er ist fest an seine beiden Schienen gebunden und folgt ihnen willenlos.

So braucht der Lokführer kein Lenkrad, um den Zug auf Kurs zu halten.

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Foto: KlausFoehl, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Schienen weisen den Weg

Die beiden Schienen führen den Zug wie in einer festen Spur.

Seine Räder haben am Rand einen Kranz, der sie auf der Schiene hält.

So kann der Zug gar nicht von selbst zur Seite ausbrechen.

Die Schiene übernimmt gewissermaßen die Aufgabe des Lenkens von ganz allein.

Gut zu wissen

Ein Zug hat kein Lenkrad, denn er kann nicht lenken. Er folgt den beiden Schienen, auf denen er läuft; ein Kranz am Rand der Räder hält ihn in der Spur.

Welchen Weg der Zug an einer Abzweigung nimmt, bestimmen die Weichen im Gleis, gestellt vom Stellwerk. Der Lokführer regelt nur das Tempo und die Bremse, nicht die Richtung.

Die Weiche bestimmt die Richtung

Kommt der Zug an eine Abzweigung, so muss er sich für einen Weg entscheiden.

Diese Entscheidung trifft aber nicht der Lokführer mit einem Lenkrad.

Sie wird durch die Stellung der Weiche im Gleis bestimmt.

So lenkt am Ende die Weiche den Zug, nicht der Fahrer.

Was der Lokführer wirklich tut

Wenn der Lokführer nicht lenkt, was tut er dann in seinem Führerstand?

Er regelt vor allem das Tempo des Zuges, gibt also Gas und bremst.

Er beachtet die Signale und hält den Zug pünktlich auf seiner Fahrt.

So ist seine Aufgabe die des Tempos und der Sicherheit, nicht die der Richtung.

Der Vorteil der festen Spur

Dass der Zug seiner festen Spur folgt, ist keineswegs ein Nachteil.

Im Gegenteil, es ist ein großer Vorzug der Eisenbahn.

Die glatten Räder auf den glatten Schienen laufen mit sehr wenig Widerstand.

So kann ein Zug mit wenig Kraft sehr große Lasten sparsam bewegen.

Sicher in der Spur

Auch für die Sicherheit ist die feste Spur von großem Vorteil.

Ein Zug kann nicht wie ein Auto von der Fahrbahn abkommen oder ausweichen.

Er bleibt stets genau dort, wo die Schienen ihn hinführen.

So ist der Weg des Zuges immer klar und für alle vorhersehbar.

Die Weiche als Lenker

Man könnte sagen, die Weiche ist das Lenkrad der ganzen Eisenbahn.

Doch dieses Lenkrad sitzt nicht im Zug, sondern im Gleis und im Stellwerk.

Von dort aus wird der Weg für jeden Zug im Voraus festgelegt.

So ist das Lenken bei der Bahn eine Sache des ganzen Netzes, nicht des Fahrers.

Was von dem Mythos übrig bleibt

Am Ende stimmt es also: Ein Zug hat wirklich kein Lenkrad.

Er folgt einfach seinen Schienen und wird von den Weichen gelenkt.

Der Lokführer regelt das Tempo und die Bremse, nicht die Richtung.

So ist das fehlende Lenkrad kein Mangel, sondern das Geheimnis der sicheren Schiene.

Ein Blick in den Führerstand

Wer einmal in den Führerstand eines Zuges blicken darf, ist oft überrascht.

Statt eines Lenkrads findet er dort vor allem Hebel, Knöpfe und Anzeigen.

Mit ihnen regelt der Lokführer das Tempo und überwacht die Technik.

So sieht der Arbeitsplatz eines Lokführers ganz anders aus als der eines Autofahrers.

Und doch trägt er hier eine ebenso große Verantwortung für viele Menschen.

Kinder staunen am meisten

Gerade Kinder staunen oft, dass ein so großer Zug kein Lenkrad hat.

Für sie ist es eine überraschende und spannende Entdeckung.

Dabei lernen sie ganz nebenbei, wie klug die Bahn mit ihren Schienen arbeitet.

So steckt in der einfachen Frage nach dem Lenkrad eine schöne kleine Lehre.

Häufige Fragen

Hat ein Zug wirklich kein Lenkrad?
Ja. Ein Zug kann gar nicht lenken, er folgt einfach seinen beiden Schienen. Deshalb gibt es im Führerstand kein Lenkrad.
Was hält den Zug in der Spur?
Die beiden Schienen und ein Kranz am Rand der Räder, der sie auf der Schiene hält. So kann der Zug nicht von selbst zur Seite ausbrechen.
Wer bestimmt dann die Richtung?
Die Weichen im Gleis, gestellt vom Stellwerk. Kommt der Zug an eine Abzweigung, entscheidet die Stellung der Weiche, welchen Weg er nimmt, nicht der Lokführer.
Was macht der Lokführer dann?
Er regelt das Tempo, gibt also Gas und bremst, beachtet die Signale und hält den Zug pünktlich. Seine Aufgabe ist das Tempo und die Sicherheit, nicht die Richtung.
Ist die feste Spur ein Nachteil?
Nein, im Gegenteil. Die glatten Räder auf den glatten Schienen laufen mit wenig Widerstand, sodass der Zug große Lasten sparsam bewegt. Und er kann nicht von der Bahn abkommen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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