Stimmt es, dass die Bahn eine eigene Feuerwehr hat?

Stimmt es, dass…?

„Ein Brand tief in einem kilometerlangen Tunnel – dorthin kommt keine gewöhnliche Feuerwehr, und genau dafür hält die Bahn Besonderes bereit.“

Stimmt es, dass die Bahn eine eigene Feuerwehr hat?

→ Ein Mythos über die Rettung auf der Schiene auf dem Prüfstand.

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Kurz gesagt

Das stimmt im Kern. Die Bahn unterhält für Unglücke auf der Schiene eine eigene Notfalltechnik mit besonderen Fahrzeugen und an gefährdeten Stellen sogar Rettungszüge. Gerade in langen Tunneln, wo keine gewöhnliche Feuerwehr hinkommt, ist diese eigene Rettung unverzichtbar.

Wenn irgendwo ein Feuer ausbricht, rückt die örtliche Feuerwehr aus, so kennt es jeder aus dem Alltag.

Doch was geschieht, wenn ein Zug tief in einem kilometerlangen Tunnel oder auf einer weit abgelegenen Strecke in Not gerät?

Dorthin kommt keine gewöhnliche Feuerwehr so leicht, und genau deshalb hält die Bahn eigene Vorkehrungen bereit.

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Foto: Wikimedia Commons, CC BY 3.0 de, via Wikimedia Commons

Rettung an einem besonderen Ort

Ein Unglück auf der Schiene geschieht oft an Orten, die für die gewöhnliche Rettung schwer zu erreichen sind.

Ein Zug kann mitten in einem langen Tunnel, auf einer hohen Brücke oder weit draußen auf freier Strecke liegen bleiben.“,“Ein gewöhnliches Feuerwehrauto von der Straße kommt an solche Stellen kaum oder gar nicht heran.

Für diese besonderen Herausforderungen braucht die Bahn eine eigene, auf die Schiene zugeschnittene Rettung.

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Foto: Fantaglobe11, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Notfalltechnik der Bahn

Für solche Fälle unterhält die Bahn eine eigene Notfalltechnik mit besonderen Fahrzeugen und ausgebildeten Fachleuten.

Diese Fachleute kennen die Besonderheiten der Bahn, etwa die Gefahr durch die stromführende Oberleitung.

Sie arbeiten eng mit der örtlichen Feuerwehr zusammen und ergänzen deren Einsatz um ihr besonderes Wissen.

So verbindet sich die Kraft der gewöhnlichen Feuerwehr mit der Erfahrung der Fachleute der Bahn.

Gut zu wissen

Vor jeder Rettung an einem Zug muss die stromführende Oberleitung abgeschaltet und geerdet werden, denn ihre hohe Spannung wäre für die Retter lebensgefährlich.

An sehr langen Tunneln hält die Bahn eigene Rettungszüge bereit, die in den Tunnel hineinfahren und Menschen herausbringen können.

Strom abschalten als erster Schritt

Bevor die Rettung an einem Zug überhaupt beginnen kann, muss ein entscheidender Schritt erfolgen.

Die stromführende Oberleitung über dem Zug muss zuverlässig abgeschaltet und geerdet werden.

Denn die hohe Spannung in der Leitung wäre für die Retter lebensgefährlich.

Erst wenn der Strom sicher abgeschaltet ist, können die Helfer gefahrlos an die Arbeit gehen.

Rettungszüge im Tunnel

An besonders gefährdeten Stellen, vor allem an sehr langen Tunneln, hält die Bahn eigene Rettungszüge bereit.

Diese besonderen Züge sind darauf ausgelegt, in einen brennenden Tunnel hineinzufahren und Menschen herauszubringen.

Sie führen die nötige Technik mit sich, um im Tunnel Brände zu bekämpfen und Verletzte zu versorgen.

So stehen sie an neuralgischen Punkten bereit, um im Ernstfall rasch und wirksam zu helfen.

Sicherheit schon im Bau

Die beste Rettung ist die, die durch kluge Vorsorge gar nicht erst nötig wird.

Deshalb werden moderne Tunnel von vornherein mit Fluchtwegen, Notbeleuchtung und Rettungsstollen gebaut.

Bei sehr langen Tunneln gibt es unterirdische Nothaltestellen, an denen ein Zug sicher anhalten und geräumt werden kann.

So beginnt der Schutz der Reisenden lange vor dem Ernstfall bereits beim Bau der Strecke.

Übung für den Ernstfall

Damit im Ernstfall alles reibungslos gelingt, wird die Rettung auf der Schiene regelmäßig geübt.

Bei großen Übungen spielen die Feuerwehr, die Notfalltechnik der Bahn und die Rettungsdienste ein Unglück gemeinsam durch.

So lernen die vielen Beteiligten, im entscheidenden Moment nahtlos zusammenzuarbeiten.

Diese Übungen sind ein wichtiger Baustein für die Sicherheit im Bahnverkehr.

Nicht ganz eine Feuerwehr

Man muss allerdings genau sein, denn die Bahn unterhält nicht überall eine eigene Feuerwehr im strengen Sinne.

An großen Werken und Anlagen gibt es zwar eigene Werkfeuerwehren, doch für den Einsatz an der Strecke arbeitet man eng mit den örtlichen Feuerwehren zusammen.

Die Bahn steuert dabei ihre besondere Technik und ihr Fachwissen bei, während die Feuerwehr die eigentliche Brandbekämpfung übernimmt.

So ist es weniger eine einzige große Bahnfeuerwehr als ein gut eingespieltes Zusammenwirken vieler.

Was von dem Mythos übrig bleibt

Am Ende bestätigt sich der Kern der Vermutung, wenn auch mit einer wichtigen Feinheit.

Ja, die Bahn hält für Unglücke eine eigene Notfalltechnik und an gefährdeten Stellen sogar Rettungszüge bereit.

Eine eigene Feuerwehr im strengen Sinne aber gibt es vor allem an großen Werken, während man an der Strecke mit den örtlichen Feuerwehren zusammenwirkt.

Wer das weiß, versteht, mit welch besonderem Aufwand die Sicherheit gerade in den langen Tunneln gewährleistet wird.

Ein unsichtbares Sicherheitsnetz

Für die allermeisten Reisenden bleibt diese ganze Welt der Notfalltechnik und der Rettungszüge zeitlebens unsichtbar.

Und das ist auch gut so, denn es bedeutet, dass die vielen Vorkehrungen im Alltag glücklicherweise gar nicht gebraucht werden.

Und doch steht dieses unsichtbare Sicherheitsnetz Tag und Nacht bereit, für den seltenen Fall, dass es einmal nötig wird.

Wer davon weiß, kann sich auf seiner Reise darauf verlassen, dass im Ernstfall geübte Helfer mit besonderer Technik zur Stelle wären.

Häufige Fragen

Hat die Bahn eine eigene Feuerwehr?
Im Kern ja. Sie unterhält eine eigene Notfalltechnik und an gefährdeten Stellen Rettungszüge. An großen Werken gibt es zudem Werkfeuerwehren.
Warum braucht die Bahn eine eigene Rettung?
Weil Unglücke oft an schwer erreichbaren Orten geschehen, etwa in langen Tunneln, wohin eine gewöhnliche Feuerwehr kaum herankommt.
Was ist der erste Schritt bei der Rettung?
Die stromführende Oberleitung muss abgeschaltet und geerdet werden. Ihre hohe Spannung wäre für die Retter sonst lebensgefährlich.
Was ist ein Rettungszug?
Ein besonderer Zug, der an sehr langen Tunneln bereitsteht, in den Tunnel hineinfahren, Brände bekämpfen und Menschen herausbringen kann.
Arbeitet die Bahn mit der Feuerwehr zusammen?
Ja, eng. Die Bahn steuert ihre Technik und ihr Fachwissen bei, während die örtliche Feuerwehr die eigentliche Brandbekämpfung übernimmt.

Weiterfahrt

Wie viele Tunnel hat die Bahn? – Sicherheit unter der Erde

Ist die Oberleitung lebensgefährlich? – der Strom über dem Zug

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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