Stimmt es, dass die Bahn eigene Brunnen hat?

Stimmt es, dass…?

„Ja, es stimmt: Für die durstigen Dampfloks hatte die Bahn früher eigene Brunnen und Wassertürme.“

Stimmt es, dass die Bahn eigene Brunnen hat?

→ Ein Blick auf das Wasser der Bahn.

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Kurz gesagt

Ja, das stimmt. Früher hatte die Bahn eigene Brunnen. Der Grund war die Dampflok. Sie brauchte sehr viel Wasser, um Dampf zu machen. Damit sie immer genug bekam, hatte die Bahn eigene Brunnen und große Wassertürme am Bahnhof. Aus ihnen füllte man die Loks auf. Heute braucht man das kaum noch.

Eine Dampflok braucht Wasser.

Und zwar sehr viel davon.

Woher es kam, klären wir heute.

Walporzheim ehemaliger Bahnhof 442
Foto: Reinhardhauke, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Das Wasser der Bahn in Zahlen

Ja

die Antwort

eigene Brunnen

für die Dampflok

sehr durstig

viel Wasser

Wasserturm

am Bahnhof

als Vorrat

Ja, früher hatte die Bahn eigene Brunnen und Wassertürme für die Dampfloks.

Die durstige Dampflok

Früher fuhren Dampfloks.

Sie machten aus Wasser Dampf.

Dafür brauchten sie sehr viel Wasser.

Eine Lok war richtig durstig.

Walporzheim ehemaliger Bahnhof 444
Foto: Reinhardhauke, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Woher das Wasser kam

So viel Wasser musste irgendwo herkommen.

Die Bahn holte es sich selbst.

Sie bohrte eigene Brunnen.

Aus ihnen kam das Wasser für die Loks.

Gut zu wissen

Ja, es stimmt: Früher hatte die Bahn eigene Brunnen, und der Grund war die Dampflok, die aus Wasser Dampf machte und dafür sehr viel Wasser brauchte, sodass eine Lok richtig durstig war. So viel Wasser musste irgendwo herkommen, und die Bahn holte es sich selbst, indem sie eigene Brunnen bohrte, aus denen das Wasser für die Loks kam. Am Bahnhof stand oft ein hoher, runder Wasserturm, in dem das Wasser gespeichert wurde und von dem es mit Druck hinabfloss, und neben dem Gleis stand eine Wassersäule, unter der die Lok hielt, während ein großer Schlauch den Tank in wenigen Minuten füllte.

Solche Wassertürme gab es an vielen Bahnhöfen, weil die Loks oft nachtanken mussten, und auf langen Strecken lagen sie in Abständen, sodass keine Lok auf dem Trockenen ankam. Das eigene Wasser nutzte die Bahn auch sonst, etwa zum Reinigen der Wagen oder für die Gebäude am Bahnhof, sodass es praktisch war. Heute fahren fast keine Dampfloks mehr, und Strom und Diesel brauchen kein Wasser zum Fahren, sodass die Wassertürme stillstehen und manche heute ein Denkmal sind.

Der Wasserturm

Am Bahnhof stand oft ein Wasserturm.

In ihm wurde das Wasser gespeichert.

Er war hoch und rund.

Von oben floss das Wasser mit Druck hinab.

Auftanken an der Säule

Neben dem Gleis stand eine Wassersäule.

Die Lok hielt darunter.

Ein großer Schlauch füllte den Tank.

In wenigen Minuten war die Lok voll.

An vielen Bahnhöfen

Solche Wassertürme gab es an vielen Bahnhöfen.

Die Loks mussten ja oft nachtanken.

Auf langen Strecken lagen sie in Abständen.

So kam keine Lok auf dem Trockenen an.

Auch andere Nutzungen

Das eigene Wasser nutzte die Bahn auch sonst.

Zum Reinigen der Wagen zum Beispiel.

Oder für die Gebäude am Bahnhof.

So war das eigene Wasser praktisch.

Heute kaum noch nötig

Heute fahren fast keine Dampfloks mehr.

Strom und Diesel brauchen kein Wasser zum Fahren.

Deshalb stehen die Wassertürme still.

Manche sind heute ein Denkmal.

Ja, eigene Brunnen

Am Ende stimmt es: Die Bahn hatte eigene Brunnen.

Die durstigen Dampfloks brauchten viel Wasser.

Aus Brunnen und Wassertürmen bekamen sie es.

Heute braucht man das kaum noch.

Zum Schluss ein Gedanke

Hinter dieser scheinbar einfachen Frage verbirgt sich ein ganzes Stück der großen, vielfältigen und oft überraschenden Welt der Eisenbahn, das einen zweiten Blick durchaus lohnt.

Wer ein wenig genauer hinschaut, entdeckt hinter der knappen Antwort schnell die spannenden Geschichten, die kluge Technik und die lange Geschichte, die dahinterstehen.

So wird aus einer bloßen Frage am Bahnsteig ein kleines Fenster, das den Blick auf ein ganzes und durchaus faszinierendes Themenfeld der Bahn freigibt.

Gerade bei den vielen Angaben und Annahmen rund um die Bahn lohnt es sich, genau hinzuschauen und das Wahre vom Ungefähren zu trennen.

Denn erst wer die Zusammenhänge kennt, versteht das oft verborgene Geschehen rund um Zug, Gleis und Bahnhof am Ende ein gutes Stück besser als zuvor.

Am besten merkt man sich die einfache und klare Antwort gleich für das nächste Mal, wenn das Gespräch wieder einmal auf dieses schöne Thema kommt.

So kann man manch hartnäckigem Gerücht und mancher liebgewonnenen Halbwahrheit über die Bahn künftig ganz gelassen begegnen.

Und ein wenig gesichertes Wissen über die Bahn macht das Reisen am Ende nicht nur interessanter, sondern auch spürbar entspannter.

Denn wer die Hintergründe kennt, der sieht den vorbeifahrenden Zug und den belebten Bahnhof mit ganz anderen Augen.

So wird aus einer kleinen Frage am Ende ein nützliches Stück Wissen, das einen auf jeder weiteren Reise begleitet.

Häufige Fragen

Hatte die Bahn wirklich eigene Brunnen?
Ja. Früher brauchte die Dampflok sehr viel Wasser, um Dampf zu machen. Damit sie genug bekam, bohrte die Bahn eigene Brunnen und speicherte das Wasser in Wassertürmen.
Wozu brauchte die Lok so viel Wasser?
Um Dampf zu machen. In der Dampflok wurde Wasser erhitzt, bis es zu Dampf wurde, der die Räder antrieb. Dafür brauchte sie ständig große Mengen Wasser.
Was ist ein Wasserturm?
Ein hoher, runder Turm am Bahnhof, in dem das Wasser gespeichert wurde. Von oben floss es mit Druck hinab, sodass man die Loks über eine Wassersäule schnell auffüllen konnte.
Wie tankte eine Lok Wasser?
An einer Wassersäule neben dem Gleis. Die Lok hielt darunter, ein großer Schlauch füllte den Tank, und in wenigen Minuten war die Lok wieder voll.
Braucht die Bahn heute noch eigene Brunnen?
Kaum noch. Heute fahren fast keine Dampfloks mehr, und Strom und Diesel brauchen kein Wasser zum Fahren. Viele alte Wassertürme stehen still oder sind heute ein Denkmal.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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