Stimmt es, dass der Lokführer den ganzen Zug sehen kann?

Stimmt es, dass…?

„Vom Führerstand aus reicht der Blick nur ein Stück nach hinten – den Rest des langen Zuges muss der Lokführer sich anders erschließen.“

Stimmt es, dass der Lokführer den ganzen Zug sehen kann?

→ Ein Mythos über den Blick des Lokführers.

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Kurz gesagt

Nein, das stimmt nicht. Bei einem langen Zug kann der Lokführer die hinteren Wagen von seinem Führerstand aus gar nicht sehen. Er verlässt sich stattdessen auf Spiegel, Kameras und eine Technik, die den Zustand des ganzen Zuges überwacht. So behält er den Überblick, obwohl er den Zug nicht mit eigenen Augen ganz sieht.

Der Lokführer sitzt ganz vorn im Führerstand an der Spitze des Zuges.

Viele nehmen an, er könne von dort aus seinen ganzen Zug im Blick behalten.

Doch bei einem langen Zug ist das gar nicht möglich, wie sich zeigt.

Berlin U Bahnhof Wedding ()
Foto: Ingolf, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Der Blick nach vorn

Der Lokführer blickt von seinem Platz aus vor allem nach vorn auf die Strecke.

Er beobachtet die Signale, das Gleis und alles, was vor ihm liegt.

Sein ganzer Arbeitsplatz ist auf diesen Blick nach vorn ausgerichtet.

Was hinter ihm im Zug geschieht, sieht er von dort aus jedoch nicht.

Berlin U Bahnhof Wedding ()
Foto: Ingolf, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Der lange Zug im Rücken

Ein Zug kann viele hundert Meter lang sein und aus vielen Wagen bestehen.

Die hinteren Wagen liegen dann weit hinter dem Führerstand.

Sie um eine Kurve zu sehen, ist für den Lokführer schlicht unmöglich.

So bleibt ihm der größte Teil seines eigenen Zuges verborgen.

Gut zu wissen

Bei einem langen Zug kann der Lokführer die hinteren Wagen von seinem Führerstand aus nicht sehen. Sein Blick ist vor allem nach vorn auf die Strecke gerichtet.

Nach hinten helfen ihm Spiegel und Kameras, deren Bild er auf einem Bildschirm sieht, sowie eine Technik, die den Zustand des ganzen Zuges überwacht, etwa ob alle Türen geschlossen sind. So behält er den Überblick, ohne den Zug ganz zu sehen.

Spiegel und Kameras helfen

Damit der Lokführer dennoch nach hinten blicken kann, gibt es Hilfsmittel.

An vielen Zügen sind dafür Spiegel oder kleine Kameras angebracht.

Auf einem Bildschirm im Führerstand sieht er dann die Seiten des Zuges.

So kann er zum Beispiel beobachten, ob alle Reisenden sicher eingestiegen sind.

Wichtig beim Schließen der Türen

Besonders wichtig ist dieser Blick nach hinten beim Schließen der Türen.

Der Lokführer muss sicher sein, dass niemand mehr in der Tür steht.

Über Spiegel oder Kameras vergewissert er sich, dass alles frei ist.

Erst dann gibt er die Türen zum Schließen frei und der Zug fährt an.

Die Technik überwacht den Zug

Neben dem Blick verlässt sich der Lokführer auf eine kluge Technik.

Sie überwacht ständig den Zustand des ganzen Zuges für ihn.

Ob alle Türen geschlossen sind und die Bremsen bereit, zeigt sie ihm an.

So weiß der Lokführer über seinen Zug Bescheid, ohne ihn ganz zu sehen.

Früher half das Personal

Früher, als noch mehr Personal an Bord war, half dieses beim Überblick.

Ein Schaffner am Ende des Zuges gab dem Lokführer ein Zeichen.

So wusste dieser, dass alle eingestiegen und die Türen frei waren.

Heute übernehmen diese Aufgabe weitgehend die Kameras und die Technik.

Verlass auf viele Sinne

Der Lokführer steuert seinen Zug also nicht mit den Augen allein.

Er verlässt sich auf seinen Blick, auf Spiegel, Kameras und die Technik.

All diese Quellen zusammen geben ihm ein sicheres Bild von seinem Zug.

So behält er den Überblick, auch über den Teil, den er nicht sieht.

Was von dem Mythos übrig bleibt

Am Ende erweist sich der Glaube, der Lokführer sähe den ganzen Zug, als falsch.

Bei einem langen Zug kann er die hinteren Wagen gar nicht mit den Augen sehen.

Doch Spiegel, Kameras und eine kluge Technik geben ihm den nötigen Überblick.

So führt er seinen Zug sicher, auch wenn er ihn nie ganz zu Gesicht bekommt.

Technik statt Adleraugen

Früher verließ man sich beim Blick nach hinten allein auf die Augen der Menschen.

Heute übernehmen Kameras und Bildschirme einen großen Teil dieser Aufgabe.

Die Technik sieht dabei oft mehr und genauer als das bloße Auge.

So hat der Fortschritt den Blick des Lokführers klug erweitert.

Sicherheit entsteht heute aus dem Zusammenspiel von Mensch und Technik.

Ein Beruf voller Verantwortung

Auch wenn der Lokführer nicht alles sieht, trägt er die volle Verantwortung.

Er muss den vielen Anzeigen und Bildern vertrauen und klug handeln.

Diese Verantwortung verlangt einen wachen und ruhigen Kopf.

So ist das Führen eines langen Zuges eine anspruchsvolle Kunst.

Häufige Fragen

Kann der Lokführer den ganzen Zug sehen?
Nein. Bei einem langen Zug kann er die hinteren Wagen von seinem Führerstand aus gar nicht sehen. Sein Blick ist vor allem nach vorn auf die Strecke gerichtet.
Wie behält er dann den Überblick?
Über Spiegel und Kameras, deren Bild er auf einem Bildschirm sieht, sowie über eine Technik, die den Zustand des ganzen Zuges überwacht.
Warum ist der Blick nach hinten wichtig?
Vor allem beim Schließen der Türen. Der Lokführer muss sicher sein, dass niemand mehr in der Tür steht, bevor der Zug anfährt. Dabei helfen ihm Spiegel und Kameras.
Was überwacht die Technik?
Sie zeigt dem Lokführer den Zustand des ganzen Zuges an, etwa ob alle Türen geschlossen und die Bremsen bereit sind. So weiß er Bescheid, ohne alles zu sehen.
Wie war das früher?
Früher half das Personal an Bord. Ein Schaffner am Zugende gab dem Lokführer ein Zeichen, dass alles frei war. Heute übernehmen das weitgehend Kameras und Technik.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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