Standpunkt
„Wer lange auf den Zug wartet und keine Bank findet, für den wird das Warten schnell zur Qual – besonders im Alter.“
Sollte es an den Bahnhöfen mehr Sitzbänke geben?
→ Ein Standpunkt über das Sitzen am Bahnhof.
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Worum es geht
Mehr Sitzbänke würden den Wartenden das Leben leichter machen, besonders älteren und gehbehinderten Menschen. Doch Bänke kosten Geld, werden manchmal beschädigt und mancherorts bewusst entfernt, um ungebetene Gäste fernzuhalten. Ob es mehr davon geben sollte, ist eine Abwägung zwischen dem Wohl der Reisenden und den Sorgen der Betreiber.
Wer am Bahnhof auf einen verspäteten Zug wartet, sucht oft vergeblich nach einer Sitzgelegenheit.
Gerade für ältere Menschen wird das lange Stehen dann rasch zu einer echten Qual.
Ob es an den Bahnhöfen mehr Sitzbänke geben sollte, ist deshalb eine viel gestellte Frage.

Warten will gesessen sein
Zum Bahnhof gehört das Warten, und Warten fällt im Sitzen deutlich leichter.
Doch an vielen Bahnhöfen sind die Sitzgelegenheiten erstaunlich rar geworden.
Wer keinen Platz findet, muss die ganze Wartezeit über auf den Beinen bleiben.
Besonders bei einer Verspätung wird das lange Stehen dann zur Geduldsprobe.

Eine Hilfe für viele
Von einer Sitzbank profitieren vor allem jene, denen das Stehen schwerfällt.
Ältere Menschen, Schwangere und Gehbehinderte sind auf sie besonders angewiesen.
Auch wer schweres Gepäck trägt, ist für einen Platz zum Absetzen dankbar.
So ist die Sitzbank eine kleine, aber wichtige Hilfe für sehr viele Reisende.
Ein Zeichen der Wertschätzung
Wer für mehr Bänke ist, sieht darin auch ein Zeichen der Wertschätzung.
Ein Bahnhof, der zum Verweilen einlädt, heißt seine Reisenden willkommen.
Ein kahler Bahnhof ohne Bank dagegen wirkt abweisend und ungastlich.
So sagt schon die Zahl der Bänke etwas darüber aus, wie ein Bahnhof seine Gäste behandelt.
Gut für das Bild der Bahn
Ein einladender Bahnhof wirbt auf seine Weise für das Reisen mit der Bahn.
Wer sich am Bahnhof wohlfühlt, kommt gern wieder und nutzt den Zug öfter.
Kleine Annehmlichkeiten wie eine Bank tragen zu diesem guten Gefühl bei.
So ist die Sitzbank am Ende auch eine stille Werbung für die Schiene.
Das Argument der Kosten
Gegen viele neue Bänke spricht zunächst der Aufwand für ihre Anschaffung und Pflege.
Eine Bank muss gekauft, aufgestellt und regelmäßig gereinigt werden.
Wird sie beschädigt, so muss sie ausgebessert oder ersetzt werden.
So verursacht jede einzelne Bank über die Jahre ihre laufenden Kosten.
Die Sorge vor Beschädigung
Ein weiteres Argument ist die Sorge vor Beschädigung und Verschmutzung.
An manchen Bahnhöfen werden Bänke immer wieder mutwillig zerstört.
Andere werden von Menschen belegt, die dort die Nacht verbringen.
Aus Sorge davor haben manche Betreiber Bänke sogar ganz entfernt.
Der Streit um das Entfernen
Gerade das bewusste Entfernen von Bänken hat viel Kritik hervorgerufen.
Denn es trifft am Ende alle Reisenden, die eigentlich nur sitzen wollen.
Um wenige fernzuhalten, nimmt man vielen eine wichtige Hilfe.
So ist das Entfernen von Bänken ein umstrittenes und hartes Mittel.
Eine Frage des Miteinanders
Am Ende steht die Abwägung zwischen dem Wohl der Reisenden und den Sorgen der Betreiber.
Dass Wartende einen Platz zum Sitzen brauchen, steht dabei außer Frage.
Der Streit dreht sich um die Kosten und um den Umgang mit ungebetenen Gästen.
So liegt die kluge Lösung darin, genügend Bänke aufzustellen und sie gut zu pflegen, statt sie abzuschaffen.
Pro und Contra
Dafür
+ Ältere Menschen, Schwangere und Gehbehinderte sind auf Sitzbänke angewiesen.
+ Auch wer schweres Gepäck trägt, ist für einen Platz zum Absetzen dankbar.
+ Ein einladender Bahnhof wirbt für das Reisen mit der Bahn.
+ Genug Bänke sind ein Zeichen der Wertschätzung für die Reisenden.
Dagegen
− Jede Bank muss gekauft, gepflegt und bei Schaden ersetzt werden.
− An manchen Bahnhöfen werden Bänke mutwillig zerstört.
− Manche Betreiber fürchten, dass Bänke ungebetene Gäste anziehen.
− Die Mittel sind begrenzt und werden an vielen Stellen gebraucht.
Praktischer Tipp
Wer schlecht lange stehen kann, findet einen Sitzplatz oft im Wartebereich, im Reisezentrum oder in einem Café des Bahnhofs. Ein Klappstock mit kleiner Sitzfläche kann auf Reisen eine große Hilfe sein. An vielen Bahnsteigen gibt es zudem Lehnhilfen, an die man sich im Stehen anlehnen kann.
Die Bank als Treffpunkt
Eine Bank am Bahnhof ist oft mehr als nur ein Platz zum Warten.
Menschen kommen dort ins Gespräch, verabreden sich und nehmen Abschied.
So wird die schlichte Bank zu einem kleinen Treffpunkt im Trubel des Bahnhofs.
Sie gehört damit zum lebendigen Bild eines jeden Bahnhofs dazu.
Bänke mit Blick aufs Gleis
Am schönsten steht eine Bank dort, wo man das Treiben gut überblicken kann.
Von einem guten Platz aus behält man die Anzeigetafel und das Gleis im Blick.
So verpasst niemand seinen Zug, nur weil er einen Moment gesessen hat.
Eine klug aufgestellte Bank verbindet die Ruhe mit dem nötigen Überblick.
Ein Ort zum Durchatmen
Inmitten der Hektik des Bahnhofs ist eine Bank ein kleiner Ort zum Durchatmen.
Wer sich für einen Augenblick setzt, sammelt neue Kraft für die Weiterreise.
Gerade nach einem langen Tag ist ein solcher Ruhepunkt sehr willkommen.
So schenkt die einfache Bank den Reisenden einen Moment der Ruhe und Erholung.
Ein Bahnhof, der solche Ruhepunkte bietet, denkt an das Wohl seiner Gäste.
Unterm Strich
Ob es an den Bahnhöfen mehr Sitzbänke geben sollte, lässt sich im Grundsatz klar bejahen.
Denn Wartende, besonders ältere und gehbehinderte Menschen, brauchen einen Platz zum Sitzen.
Dagegen stehen die Kosten und die Sorge vor Beschädigung und ungebetenen Gästen.
Der klügste Weg liegt darin, genügend Bänke aufzustellen und gut zu pflegen, statt sie aus Sorge ganz zu entfernen.
Weiterfahrt
→ Sollten Bahnsteige überdacht sein? – ein verwandter Streit
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