Sollte die Bahn mehr Lehrlinge ausbilden?

Standpunkt

„Wer soll morgen die Züge fahren und die Gleise pflegen? Die Bahn braucht Nachwuchs – und muss ihn selbst ausbilden.“

Sollte die Bahn mehr Lehrlinge ausbilden?

→ Ein Standpunkt über den Nachwuchs.

Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Standpunkt

Worum es geht

Ja, die Bahn sollte mehr Lehrlinge ausbilden, denn sie braucht viele Fachleute: Lokführer, Handwerker, Leute fürs Stellwerk. Viele ältere gehen bald in Rente, und Nachwuchs fehlt. Wer selbst ausbildet, hat morgen die Fachleute, die er braucht. Das kostet Zeit und Geld, doch ohne eigene Lehrlinge fehlen der Bahn bald die Hände.

Bei der Bahn arbeiten viele Menschen.

Sie fahren Züge und pflegen die Gleise.

Ob die Bahn mehr Nachwuchs ausbilden sollte, klären wir.

DB BR 185 254 0, Güterzug Freight train (DE) Treuchtlingen 20.04.2014 ()
Foto: HintenRum, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Viele Fachleute nötig

Die Bahn ist ein riesiger Betrieb.

Sie braucht viele verschiedene Fachleute.

Lokführer, Handwerker, Leute fürs Stellwerk.

Ohne sie fährt kein Zug.

Schwarzwaldbahn Güterzug
Foto: Reinhard Dietrich, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Die Älteren gehen

Viele Mitarbeiter sind schon lange dabei.

Bald gehen sie in Rente.

Dann fehlen ihre Erfahrung und ihre Hände.

Jemand muss nachkommen.

Nachwuchs fehlt

Doch der Nachwuchs kommt nicht von allein.

Viele junge Leute kennen die Berufe kaum.

Andere zieht es in andere Branchen.

So wird es eng.

Selbst ausbilden

Ein guter Weg ist, selbst auszubilden.

Die Bahn nimmt junge Leute als Lehrlinge.

Sie zeigt ihnen alles von Grund auf.

So wachsen die Fachleute von morgen heran.

Ein sicherer Start

Eine Lehre bei der Bahn ist eine Chance.

Man lernt einen soliden Beruf.

Danach wartet oft eine feste Stelle.

Das ist ein sicherer Start ins Leben.

Es kostet Zeit und Geld

Ausbilden kostet Zeit und Geld.

Erfahrene Leute müssen die Lehrlinge anleiten.

Am Anfang bringen die noch wenig ein.

Doch das zahlt sich später aus.

Sonst fehlen die Hände

Bildet die Bahn zu wenig aus, rächt sich das.

Bald fehlen ihr die Fachleute.

Dann stehen Züge still.

Das wäre viel teurer als jede Ausbildung.

In die Zukunft investieren

Am Ende sollte die Bahn mehr Lehrlinge ausbilden.

Sie braucht die Fachleute von morgen.

Das kostet heute, sichert aber die Zukunft.

Wer ausbildet, hat morgen die Hände, die er braucht.

Pro und Contra

Dafür

+  Die Bahn braucht viele Fachleute, die nicht von allein kommen.

+  Viele erfahrene Mitarbeiter gehen bald in Rente.

+  Wer selbst ausbildet, hat morgen die passenden Fachleute.

+  Eine Lehre bei der Bahn ist ein sicherer Start für junge Leute.

Dagegen

  Ausbildung kostet Zeit und Geld, bevor sie sich lohnt.

  Erfahrene Leute müssen die Lehrlinge anleiten und fehlen woanders.

  Nicht jeder Lehrling bleibt am Ende bei der Bahn.

  Manche Aufgaben übernimmt vielleicht bald die Technik.

Gut zu wissen

Die Bahn sollte mehr Lehrlinge ausbilden, denn sie ist ein riesiger Betrieb, der viele verschiedene Fachleute braucht: Lokführer, Handwerker und Leute fürs Stellwerk, ohne die kein Zug fährt. Viele Mitarbeiter sind schon lange dabei und gehen bald in Rente, sodass ihre Erfahrung und ihre Hände fehlen und jemand nachkommen muss. Doch der Nachwuchs kommt nicht von allein, weil viele junge Leute die Berufe kaum kennen und es andere in andere Branchen zieht, sodass es eng wird. Ein guter Weg ist, selbst auszubilden: Die Bahn nimmt junge Leute als Lehrlinge, zeigt ihnen alles von Grund auf und lässt so die Fachleute von morgen heranwachsen, während die jungen Leute einen soliden Beruf und oft eine feste Stelle bekommen, einen sicheren Start ins Leben. Zwar kostet Ausbilden Zeit und Geld, weil erfahrene Leute die Lehrlinge anleiten müssen und diese am Anfang wenig einbringen, doch das zahlt sich später aus; bildet die Bahn dagegen zu wenig aus, fehlen ihr bald die Fachleute, sodass Züge stillstehen – das wäre viel teurer als jede Ausbildung.

Ein abwägender Schluss

Am Ende zeigt sich, dass es auf diese Frage keine einfache und für alle gültige Antwort gibt, sondern gute Gründe auf beiden Seiten stehen.

Wer die Sache bedenkt, muss die berechtigten Wünsche der einen gegen die ebenso berechtigten Sorgen der anderen sorgsam abwägen.

Beide Seiten führen Gründe ins Feld, die man ernst nehmen sollte, auch wenn man am Ende zu einem klaren eigenen Urteil kommt.

Vielleicht liegt die beste Lösung ja, wie so oft im Leben, in einem klugen Ausgleich der verschiedenen Interessen.

Wichtig ist, dass man einander zuhört und die Gründe der anderen Seite nicht einfach vom Tisch wischt.

Eine Bahn für alle lebt davon, dass sich möglichst viele Menschen in ihr gut und gerecht behandelt fühlen.

So bleibt die Erkenntnis, dass ein fairer Ausgleich meist mehr wert ist als das schnelle Rechthaben der einen Seite.

Denn die Bahn ist ein Ort, an dem viele verschiedene Menschen mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen aufeinandertreffen.

Wer das im Blick behält, findet fast immer einen Weg, der für die allermeisten gangbar ist.

Und genau darin liegt vielleicht die eigentliche Kunst, eine gute Bahn für alle zu gestalten.

Noch ein Gedanke zum Abwägen

Wer die Frage in Ruhe bedenkt, merkt schnell, dass sich die Sache nicht mit einem einzigen Satz erledigen lässt.

Auf beiden Seiten stehen Menschen mit ihren ganz eigenen Wünschen, Sorgen und guten Gründen.

Die einen pochen auf das eine, die anderen auf das andere, und beide haben ein Stück weit recht.

Gerade darum lohnt es sich, nicht vorschnell zu urteilen, sondern erst einmal genau hinzuhören.

Eine gute Antwort nimmt die Anliegen aller ernst und sucht nach einem Weg, der möglichst vielen gerecht wird.

Oft ist es klüger, nach dem verbindenden Ausgleich zu suchen als nach dem schnellen Sieg der einen Seite.

Denn die Bahn ist ein Ort, an dem die unterschiedlichsten Menschen Tag für Tag zusammenkommen.

Was dem einen wichtig ist, mag dem anderen nebensächlich erscheinen, und doch zählt beides.

Wer das bedenkt, findet meist einen Weg, mit dem am Ende die allermeisten gut leben können.

So bleibt als Erkenntnis, dass ein fairer Blick auf beide Seiten der besseren Lösung näher kommt.

Unterm Strich

Am Ende sollte die Bahn mehr Lehrlinge ausbilden.

Sie braucht die Fachleute von morgen.

Das kostet heute, sichert aber die Zukunft.

Wer ausbildet, hat morgen die Hände, die er braucht.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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