Sollte die Bahn die Bahnhöfe barrierefrei machen?

Standpunkt

„Wer im Rollstuhl vor einer Treppe steht und nicht zum Gleis kommt, ist vom Reisen ausgeschlossen.“

Sollte die Bahn die Bahnhöfe barrierefrei machen?

→ Ein Standpunkt über einen Bahnhof für alle.

Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Standpunkt

Worum es geht

Ja, die Bahn sollte die Bahnhöfe barrierefrei machen, denn ein Bahnhof soll für alle da sein. Für Menschen im Rollstuhl, mit Kinderwagen oder Gepäck sind Stufen ein Hindernis. Aufzüge, Rampen und ein ebener Einstieg helfen ihnen. Auch ein Leitsystem für Blinde gehört dazu. Das kostet viel Geld und Zeit. Doch niemand sollte vom Reisen ausgeschlossen sein.

Ein Bahnhof hat viele Stufen und Kanten.

Für manche sind sie ein Hindernis.

Ob er barrierefrei sein sollte, klären wir.

Blutbuche (westliche) am Bahnhofsvorplatz (Wurzen) 01
Foto: Cookroach, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Stufen und Kanten

Ein Bahnhof hat viele Stufen.

Treppen, Kanten, Absätze.

Für viele sind sie kein Problem.

Für manche aber ein großes Hindernis.

Ostbahnhof Saarbruecken1
Foto: AnRo0002, CC0, via Wikimedia Commons

Nicht jeder kann Stufen steigen

Wer im Rollstuhl sitzt, kann keine Treppe steigen.

Auch mit Kinderwagen ist es schwer.

Oder mit einem schweren Koffer.

Für sie ist die Treppe eine Mauer.

Aufzüge und Rampen

Ein Aufzug bringt alle nach oben.

Und wieder hinunter.

Eine Rampe hilft auch.

Ein schräger Weg ohne Stufen.

Eben in den Zug

Wichtig ist auch der Einstieg.

Ist der Bahnsteig so hoch wie der Zug, ist es eben.

Dann rollt man einfach hinein.

Ohne Stufe, ohne Hilfe.

Ein Weg für Blinde

Auch wer nicht gut sieht, braucht Hilfe.

Ein Leitsystem am Boden führt ihn.

Rillen, die man mit dem Stock ertastet.

So findet er sicher den Weg.

Für alle ein Gewinn

Barrierefrei hilft nicht nur wenigen.

Auch Familien und Ältere haben etwas davon.

Und wer viel Gepäck trägt.

Ein ebener Weg ist für alle bequem.

Es kostet viel

Einen Bahnhof umzubauen kostet viel.

Aufzüge, Rampen, neue Bahnsteige.

Das braucht Geld und Zeit.

Nach und nach schafft man es.

Ein Bahnhof für alle

Am Ende sollte die Bahn die Bahnhöfe barrierefrei machen.

Für Menschen im Rollstuhl, mit Wagen oder Gepäck.

Und für alle, die nicht gut sehen oder gehen.

Niemand sollte vom Reisen ausgeschlossen sein.

Pro und Contra

Dafür

+  Ein Bahnhof soll für alle da sein, nicht nur für manche.

+  Aufzüge, Rampen und ebener Einstieg helfen im Rollstuhl, mit Wagen oder Gepäck.

+  Ein Leitsystem am Boden führt Menschen, die nicht gut sehen.

+  Ein ebener Weg ist auch für Familien und Ältere bequem.

Dagegen

  Einen Bahnhof umzubauen kostet viel Geld und Zeit.

  Aufzüge müssen gewartet werden und dürfen nicht ausfallen.

  An alten, engen Bahnhöfen ist der Umbau schwierig.

  Man kann nicht alle Bahnhöfe auf einmal umbauen.

Gut zu wissen

Die Bahn sollte die Bahnhöfe barrierefrei machen, denn ein Bahnhof hat viele Stufen, Treppen, Kanten und Absätze, die für viele kein Problem sind, für manche aber ein großes Hindernis. Wer im Rollstuhl sitzt, kann keine Treppe steigen, und auch mit Kinderwagen oder einem schweren Koffer ist es schwer, sodass die Treppe für sie eine Mauer ist. Ein Aufzug bringt alle nach oben und wieder hinunter, und eine Rampe hilft auch, ein schräger Weg ohne Stufen. Wichtig ist auch der Einstieg: Ist der Bahnsteig so hoch wie der Zug, ist es eben, und man rollt einfach hinein, ohne Stufe und ohne Hilfe. Auch wer nicht gut sieht, braucht Hilfe, und ein Leitsystem am Boden führt ihn mit Rillen, die man mit dem Stock ertastet, sodass er sicher den Weg findet. Barrierefrei hilft dabei nicht nur wenigen, denn auch Familien, Ältere und wer viel Gepäck trägt, haben etwas davon, weil ein ebener Weg für alle bequem ist. Einen Bahnhof umzubauen kostet allerdings viel Geld und Zeit, Aufzüge, Rampen und neue Bahnsteige, sodass man es nur nach und nach schafft. Doch niemand sollte vom Reisen ausgeschlossen sein, darum sollte die Bahn die Bahnhöfe für alle zugänglich machen.

Was man mitnimmt

Am Ende bleibt oft eine kleine Erkenntnis.

Ein Detail, das man vorher nicht kannte.

Beim nächsten Mal sieht man es gleich.

Und nickt vielleicht kurz vor sich hin.

So sammelt sich mit der Zeit viel Wissen an.

Über einen Ort, den man ohnehin oft besucht.

Das kostet nichts als ein wenig Neugier.

Und macht den Alltag ein bisschen heller.

Denn wer versteht, langweilt sich seltener.

Und findet fast überall etwas zu entdecken.

Warum sich der Blick lohnt

Viele Dinge am Bahnhof sieht man jeden Tag.

Man geht an ihnen vorbei, ohne nachzudenken.

Dabei steckt hinter jedem Detail ein Grund.

Jemand hat es sich einmal genau überlegt.

Wer hinschaut, versteht diesen Grund.

Und sieht den Bahnhof mit neuen Augen.

Aus etwas Alltäglichem wird so etwas Besonderes.

Man muss nur einen Moment stehen bleiben.

Und sich fragen: Warum ist das eigentlich so?

Diese Frage führt oft zu einer schönen Antwort.

Ein Teil vom großen Ganzen

Ein Bahnhof ist mehr als ein Ort zum Warten.

Er ist Teil eines großen Netzes.

Schienen verbinden ihn mit vielen anderen.

Jeder Zug und jedes Gleis hat seine Aufgabe.

Alles greift ineinander wie in einem Uhrwerk.

Ein kleines Detail kann dabei viel bewirken.

Fällt es aus, merkt man es sofort.

Darum ist auch das Kleine wichtig.

Es hält das große Ganze am Laufen.

So wird jede Reise erst möglich.

Unterm Strich

Am Ende sollte die Bahn die Bahnhöfe barrierefrei machen.

Für Menschen im Rollstuhl, mit Wagen oder Gepäck.

Und für alle, die nicht gut sehen oder gehen.

Niemand sollte vom Reisen ausgeschlossen sein.

Weiterfahrt

Ein Aufzug am Bahnhof – ein verwandter Standpunkt

Die Höhe des Bahnsteigs – für den ebenen Einstieg

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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