Ortstermin
„Halb im Tunnel, halb in der alten Universitätsstadt: In Göttingen hält der schnellste Fernverkehr des Landes mitten in der niedersächsischen Provinz.“
Ortstermin: Göttingen Hauptbahnhof
→ Ein Ortstermin an einem der wichtigsten ICE-Halte zwischen Hannover und Würzburg.
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Kurz gesagt
Der Göttinger Hauptbahnhof ist ein wichtiger Halt an der schnellen Neubaustrecke zwischen Hannover und Würzburg und verbindet die berühmte Universitätsstadt in kurzer Zeit mit dem halben Land. Als ICE-Drehscheibe zwischen Nord und Süd hält er weit mehr Fernzüge, als es die Größe der Stadt vermuten ließe.
Wer in Göttingen aus dem ICE steigt, hat gerade eine der schnellsten Bahnstrecken Deutschlands hinter sich gelassen und erreicht doch eine eher beschauliche Stadt.
Die alte Universitätsstadt am Rande des Harzes ist zwar nicht besonders groß, ihr Hauptbahnhof aber spielt im Fernverkehr eine überraschend gewichtige Rolle.
Denn hier hält der schnelle Verkehr zwischen dem Norden und dem Süden des Landes und macht den Bahnhof zu einem wichtigen Bindeglied auf dieser Achse.

Ein großer Halt in kleiner Stadt
Göttingen zählt zu jenen Städten, deren Bedeutung im Bahnnetz weit größer ist als ihre reine Einwohnerzahl vermuten lässt.
Der Grund dafür liegt in der Lage genau auf der wichtigen Nord-Süd-Achse zwischen den großen Ballungsräumen des Landes.
So halten hier zahlreiche schnelle Fernzüge, die auf ihrem Weg zwischen Hamburg, Hannover, Frankfurt und München die Stadt passieren.
Für die Reisenden bedeutet das eine hervorragende Anbindung, wie sie sonst nur deutlich größere Städte genießen.

Die schnelle Neubaustrecke
Ein entscheidender Grund für die gute Anbindung ist die schnelle Neubaustrecke, die von Hannover in Richtung Würzburg führt.
Diese Strecke zählte bei ihrer Eröffnung zu den ersten in Deutschland, auf denen die Züge mit sehr hohem Tempo fahren durften.
Göttingen liegt genau an dieser Achse und profitiert damit unmittelbar von den kurzen Reisezeiten, die sie ermöglicht.
Der Weg in die großen Städte des Südens verkürzte sich mit dieser Strecke ganz erheblich.

Gut zu wissen
Göttingen liegt an der schnellen Neubaustrecke Hannover–Würzburg. Deshalb halten hier weit mehr Fernzüge, als die Größe der Stadt vermuten lässt.
Rund um die Stadt durchfährt die Schnellstrecke zahlreiche lange Tunnel, die den geraden und schnellen Verlauf erst möglich machen.
Eine Stadt voller Tunnel ringsum
Damit die Züge auf der Neubaustrecke ihr hohes Tempo halten können, muss die Strecke möglichst gerade und eben verlaufen.
In dem hügeligen Land rund um Göttingen ließ sich das nur erreichen, indem man zahlreiche lange Tunnel durch die Höhenzüge trieb.
So verschwinden die Züge kurz vor und hinter der Stadt immer wieder für Minuten im Inneren der Berge.
Diese Tunnel sind der unsichtbare Preis für die kurzen Reisezeiten, die den Bahnhof so wertvoll machen.

Tor zur berühmten Universität
Göttingen ist vor allem als altehrwürdige Universitätsstadt bekannt, deren Hochschule seit Jahrhunderten Gelehrte aus aller Welt anzieht.
Zahlreiche berühmte Forscher und Nobelpreisträger haben hier gelehrt und der Stadt einen Ruf als Ort der Wissenschaft verschafft.
Für die vielen Studierenden und Forschenden ist der Hauptbahnhof das tägliche Tor zur übrigen Welt.
Er verbindet die kleine Stadt des Wissens mit den großen Zentren des Landes und darüber hinaus.

Der Bahnhof und seine Geschichte
Der Göttinger Bahnhof entstand ursprünglich in der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts, als das Eisenbahnnetz das Land rasch überzog.
Über die Jahrzehnte wuchs er mit dem steigenden Verkehr und wurde immer wieder umgebaut und erweitert.
Wie viele deutsche Bahnhöfe trägt auch dieser die Spuren der wechselvollen Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts.
Heute präsentiert er sich als moderner Verkehrsknoten, der den Anforderungen des schnellen Fernverkehrs gewachsen ist.

Wo Fern und Nah sich begegnen
Neben den schnellen Fernzügen halten in Göttingen auch zahlreiche Regionalbahnen aus dem Umland.
Sie verbinden die Universitätsstadt mit den kleineren Orten der Region und bringen täglich viele Pendler und Studierende zum Bahnhof.
So trifft am Bahnsteig der eilige Fernreisende auf den Pendler aus dem nahen Umland.
Diese Mischung macht den Bahnhof zu einem lebendigen Ort, an dem sich die weiten und die kurzen Wege kreuzen.

Zwischen Harz und Weserbergland
Göttingen liegt landschaftlich reizvoll zwischen dem Harz im Osten und dem Weserbergland im Westen.
Für viele Ausflügler ist der Bahnhof der Ausgangspunkt für Reisen in diese nahen Mittelgebirge.
Wanderer und Erholungssuchende nutzen die guten Verbindungen, um von hier aus die Umgebung zu erkunden.
So ist der Bahnhof nicht nur ein Ort der Wissenschaft, sondern auch ein Tor in die umliegende Natur.

Ein Knoten mit Gewicht
Wer den Betrieb am Göttinger Hauptbahnhof beobachtet, erlebt einen erstaunlich dichten Wechsel schneller und langsamer Züge.
In kurzen Abständen rollen die eleganten Fernzüge ein, halten nur wenige Minuten und beschleunigen wieder in Richtung Tunnel.“,“Dazwischen bringen die Regionalbahnen ihren stetigen Strom von Reisenden aus dem Umland.
So zeigt sich in dieser vergleichsweise kleinen Stadt die ganze Bandbreite des modernen Bahnverkehrs auf engem Raum.


Häufige Fragen
Warum hält in Göttingen so viel Fernverkehr?
Was macht die Stadt bekannt?
Warum gibt es rund um Göttingen so viele Tunnel?
Welche Regionen erreicht man von hier?
Ist der Bahnhof alt?
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