Ortstermin: Bahnhof Coburg

Ortstermin

„Lange lag die alte Residenzstadt im toten Winkel des Verkehrs, seit dem Bau der Schnellfahrstrecke aber hält hier der ICE.“

Ortstermin: Bahnhof Coburg

→ Ein Ortstermin an einem jungen ICE-Halt in Oberfranken.

Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin

Kurz gesagt

Der Coburger Bahnhof ist seit dem Bau der Schnellfahrstrecke zwischen Nürnberg und Erfurt zu einem ICE-Halt geworden. Als Tor zur alten Vestestadt in Oberfranken verbindet er die geschichtsträchtige Residenzstadt in kurzer Zeit mit dem Süden und dem Norden des Landes.

Wer in Coburg aus dem Zug steigt, erreicht eine alte Residenzstadt in Oberfranken, über der eine mächtige Festung thront.

Die Stadt war einst der Sitz eines bedeutenden Herzogshauses, dessen Angehörige in halb Europa auf den Thronen saßen.

Der Bahnhof ist das Tor zu dieser geschichtsträchtigen Stadt und seit einigen Jahren ein wichtiger Halt im schnellen Fernverkehr.

Coburg Bahnhof1
Foto: Störfix, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ein neuer ICE-Halt

Lange Zeit lag Coburg abseits der großen Bahnachsen und war nur mit einigem Aufwand zu erreichen.

Das änderte sich grundlegend mit dem Bau der modernen Schnellfahrstrecke, die Nürnberg über Erfurt mit Berlin verbindet.

Seither hält in Coburg auch der schnelle Fernverkehr, was die Reisezeiten in den Süden und Norden erheblich verkürzt hat.

So wurde die einst schwer erreichbare Stadt auf einen Schlag hervorragend an das Netz angebunden.

Coburg Bahnhof Creidlitz
Foto: Störfix, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Stadt unter der Veste

Über Coburg thront die mächtige Veste Coburg, eine der größten und besterhaltenen Burganlagen Deutschlands.

Diese gewaltige Festung wird auch die fränkische Krone genannt und ist weithin sichtbar das Wahrzeichen der Stadt.

Von ihren Mauern bietet sich ein weiter Blick über die Stadt und das umliegende Land Oberfrankens.

Für viele Besucher ist der Aufstieg zur Veste ein lohnendes Ziel, das vom Bahnhof aus gut zu erreichen ist.

Coburg Bahnhof2
Foto: Störfix, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Coburg wurde erst mit dem Bau der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt zu einem ICE-Halt. Zuvor lag die Stadt abseits der großen Bahnachsen.

Über der Stadt thront die Veste Coburg, eine der größten Burgen Deutschlands. Das einstige Herzogshaus war mit vielen Königsfamilien Europas verwandt.

Eine Stadt der Fürsten

Coburg war über Jahrhunderte die Residenz eines bedeutenden Herzogshauses von europäischem Rang.

Die Angehörigen dieses Hauses heirateten in zahlreiche Königs- und Fürstenfamilien des ganzen Kontinents ein.

So bestehen von der kleinen Stadt aus verwandtschaftliche Bande bis zu den Thronen mehrerer Länder.

Diese glanzvolle Geschichte hat der Stadt prächtige Schlösser und Bauten hinterlassen.

Coburg Bahnhof, Stellwerk Cgn
Foto: Störfix, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Das Empfangsgebäude

Das Empfangsgebäude des Coburger Bahnhofs prägt mit seiner stattlichen Gestalt den Vorplatz der Stadt.

Es zeugt von der Bedeutung, die die Bahn schon früh für die kleine Residenzstadt hatte.

Über die Jahre wurde der Bahnhof den wachsenden Anforderungen des Verkehrs immer wieder angepasst.

Im Inneren führen die Wege zu den Bahnsteigen und hinaus in die alte Vestestadt.

Coburg Bahnhof, Stellwerk Cgs
Foto: Störfix, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Schnellfahrstrecke im Berg

Die neue Schnellfahrstrecke, die Coburg an das Netz brachte, ist ein gewaltiges Bauwerk der Ingenieurskunst.

Um die hügelige Landschaft Frankens und Thüringens zu durchqueren, führt sie durch zahlreiche lange Tunnel und über hohe Talbrücken.

Die Züge rauschen mit sehr hohem Tempo durch dieses Land, das sie einst mühsam umfahren mussten.

So verbindet die moderne Strecke die alte Stadt mit der schnellen Welt des Fernverkehrs.

Coburg Bahnhof Cs
Foto: Störfix, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ein Aufschwung für die Region

Der neue ICE-Halt hat der Stadt und der ganzen Region einen spürbaren Aufschwung gebracht.

Wer in Coburg wohnt, erreicht nun die großen Städte in kurzer Zeit, ohne umständlich umsteigen zu müssen.

Zugleich lockt die gute Anbindung Besucher und Unternehmen in die einst abgelegene Stadt.

So zeigt sich in Coburg beispielhaft, wie eine schnelle Bahnverbindung eine ganze Region beleben kann.

Coburg Bahnhof Creidlitz1
Foto: Störfix, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Wo Fern und Nah sich treffen

An den Bahnsteigen des Coburger Bahnhofs begegnen sich nun die schnellen Fernzüge und der Regionalverkehr.

Die Fernzüge verbinden die Stadt mit Nürnberg, München, Erfurt und weiter mit Berlin.

Die Regionalbahnen bringen die vielen Pendler aus dem umliegenden Oberfranken heran.

Diese Mischung macht den Bahnhof zu einem lebendigen Ort ständiger Bewegung.

Coburg Fuerstenbahnhof
Foto: Störfix, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ein Bahnhof im Aufbruch

Wer den Betrieb am Coburger Bahnhof beobachtet, spürt den Aufbruch einer Stadt, die neu an die Welt angeschlossen wurde.

Reisende steigen in die schnellen Züge, während über ihnen die alte Veste von der langen Geschichte der Stadt erzählt.

Zwischen den Ankünften kehrt für kurze Momente Ruhe ein, bevor der nächste Zug neue Reisende bringt.

In diesem steten Wechsel verbindet sich die glanzvolle Vergangenheit mit der neu gewonnenen Nähe zur weiten Welt.

Pbf Coburg Expressgut
Foto: Presse03, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Coburg station
Foto: Achurchner, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Häufige Fragen

Seit wann hält in Coburg der ICE?
Seit dem Bau der modernen Schnellfahrstrecke, die Nürnberg über Erfurt mit Berlin verbindet. Zuvor lag die Stadt abseits der großen Bahnachsen.
Was ist die Veste Coburg?
Eine der größten und besterhaltenen Burgen Deutschlands, die über der Stadt thront. Sie wird auch die fränkische Krone genannt und ist das Wahrzeichen der Stadt.
Warum war Coburg eine Fürstenstadt?
Sie war Residenz eines bedeutenden Herzogshauses, dessen Angehörige in zahlreiche Königs- und Fürstenfamilien Europas einheirateten.
Welche Städte erreicht man?
Über die Schnellfahrstrecke Nürnberg, München, Erfurt und weiter Berlin, über Regionalbahnen das umliegende Oberfranken.
Was brachte der neue Halt der Region?
Einen spürbaren Aufschwung. Die gute Anbindung verkürzt die Reisezeiten und lockt Besucher und Unternehmen in die einst abgelegene Stadt.

Weiterfahrt

Ortstermin: Nürnberg Hauptbahnhof – Metropole im Süden

Ortstermin: Erfurt Hauptbahnhof – Knoten im Norden

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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