Stimmt es, dass der Lokführer oft ganz allein im Zug ist?

Stimmt es, dass…?

„Ganz vorn in der Kabine, allein mit den Hebeln und Anzeigen – auf vielen Fahrten steuert ein einziger Mensch den ganzen Zug.“

Stimmt es, dass der Lokführer oft ganz allein im Zug ist?

→ Ein Mythos über die einsame Arbeit an der Spitze des Zuges.

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Kurz gesagt

Oft stimmt das. Viele Züge werden heute von einem einzigen Lokführer allein im Führerstand gefahren. Dank moderner Sicherheitstechnik ist das sicher. Auf vielen Personenzügen ist zusätzlich ein Zugbegleiter an Bord, doch der sitzt nicht vorn und fährt den Zug nicht mit.

Wer vorne am Führerstand eines Zuges vorbeigeht, sieht dort meist nur einen einzigen Menschen sitzen.

Schnell fragt man sich, ob dieser Lokführer die ganze Verantwortung für den Zug wirklich allein trägt.

Ob der Lokführer oft ganz allein im Zug ist, führt mitten hinein in die Frage nach der Sicherheit der Bahn.

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Foto: Lars Steffens, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Einer steuert den ganzen Zug

Tatsächlich wird ein Zug im Führerstand meist von einem einzigen Menschen gesteuert.

Dieser Lokführer bedient allein die Hebel, überwacht die Anzeigen und achtet auf die Signale.

Auf seinen Schultern ruht damit die Verantwortung für den ganzen Zug und seine Reisenden.

So ist der Lokführer an der Spitze des Zuges in aller Regel tatsächlich allein.

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Foto: Lars Steffens, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Warum das sicher ist

Dass ein einzelner Mensch einen ganzen Zug fährt, ist dank moderner Technik durchaus sicher.

Zahlreiche Sicherheitseinrichtungen wachen über den Lokführer und seine Fahrt.

Sollte ihm etwas zustoßen, so bringen diese Einrichtungen den Zug selbsttätig zum Stehen.

So ist der Lokführer zwar allein, aber niemals ohne die wachsame Hilfe der Technik.

Gut zu wissen

Der Lokführer ist im Führerstand meist allein, doch die Technik wacht über ihn: Die Sicherheitsfahrschaltung bremst den Zug, falls er die Bestätigung nicht mehr gibt, und die Signalüberwachung greift bei einem Fehler ein.

Auf vielen Personenzügen fährt zusätzlich ein Zugbegleiter mit, der sich um die Reisenden kümmert. Er steuert den Zug aber nicht mit. Manche Nahverkehrszüge fahren ganz ohne Begleiter.

Die wachsame Sicherheitsfahrschaltung

Eine der wichtigsten dieser Einrichtungen ist die sogenannte Sicherheitsfahrschaltung.

Sie verlangt vom Lokführer, in regelmäßigen Abständen einen Knopf oder ein Pedal zu betätigen.

Bleibt diese Bestätigung aus, weil dem Lokführer etwas zugestoßen ist, greift die Technik ein.

Der Zug wird dann selbsttätig abgebremst, bis er sicher zum Stehen kommt.

Die Überwachung der Signale

Eine weitere Einrichtung überwacht, ob der Lokführer die Signale an der Strecke beachtet.

Fährt der Zug an einem Haltesignal vorbei, so löst die Technik eine Zwangsbremsung aus.

So wird verhindert, dass ein Fehler des Lokführers zu einer Gefahr für den Zug wird.

Auch hier wacht die Technik still über die Arbeit des einzelnen Menschen.

Der Zugbegleiter an Bord

Allein im Führerstand heißt nicht, dass sonst niemand an Bord des Zuges ist.

Auf vielen Personenzügen fährt zusätzlich ein Zugbegleiter mit, der sich um die Reisenden kümmert.

Er prüft die Fahrkarten, gibt Auskunft und hilft bei Fragen und in Notfällen.

Doch dieser Zugbegleiter sitzt nicht vorn und steuert den Zug nicht mit.

Züge ganz ohne Begleiter

Manche Züge, besonders im Nahverkehr, fahren sogar ganz ohne einen eigenen Zugbegleiter.

Dann ist der Lokführer der einzige Mitarbeiter der Bahn im ganzen Zug.

Die Fahrkarten werden in solchen Zügen oft nur stichprobenartig von Kontrolleuren geprüft.

So ist der Lokführer auf diesen Fahrten tatsächlich der einzige Mensch im Dienst an Bord.

Ein Beruf mit Verantwortung

Die Arbeit des Lokführers verlangt ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Ruhe.

Viele Stunden lang muss er sich auf die Strecke und die Signale konzentrieren.

Diese Verantwortung allein zu tragen, erfordert eine sorgfältige Ausbildung und viel Erfahrung.

So ist der scheinbar einsame Beruf zugleich einer der verantwortungsvollsten bei der Bahn.

Was von dem Mythos übrig bleibt

Am Ende bestätigt sich die Behauptung mit einer wichtigen Ergänzung.

Ja, der Lokführer ist im Führerstand meist allein und trägt dort die Verantwortung für den Zug.

Doch er ist niemals ohne die wachsame Hilfe der Sicherheitstechnik, die über ihn wacht.

Und auf vielen Zügen ist mit dem Zugbegleiter noch ein weiterer Mensch im Dienst an Bord.

Wenn doch zwei nötig sind

In besonderen Fällen sitzt ausnahmsweise nicht nur einer, sondern zwei Menschen im Führerstand.

So begleitet ein erfahrener Lokführer einen jüngeren, der die Strecke oder den Beruf noch erlernt.

Auch auf manchen besonderen Strecken kann aus Sicherheitsgründen eine zweite Person vorgeschrieben sein.

In aller Regel aber genügt dank der modernen Technik ein einziger Lokführer für die Fahrt.

Häufige Fragen

Ist der Lokführer wirklich oft allein?
Ja. Im Führerstand wird ein Zug meist von einem einzigen Lokführer gesteuert, der allein die Hebel bedient, die Anzeigen überwacht und auf die Signale achtet.
Ist das sicher?
Ja, dank moderner Technik. Zahlreiche Sicherheitseinrichtungen wachen über den Lokführer und bringen den Zug selbsttätig zum Stehen, sollte ihm etwas zustoßen.
Was ist die Sicherheitsfahrschaltung?
Eine Einrichtung, die vom Lokführer verlangt, regelmäßig einen Knopf oder ein Pedal zu betätigen. Bleibt die Bestätigung aus, wird der Zug selbsttätig abgebremst.
Ist sonst niemand an Bord?
Auf vielen Personenzügen fährt zusätzlich ein Zugbegleiter mit, der sich um die Reisenden kümmert. Er sitzt aber nicht vorn und steuert den Zug nicht.
Gibt es Züge ganz ohne Begleiter?
Ja, besonders im Nahverkehr. Dann ist der Lokführer der einzige Mitarbeiter der Bahn im Zug, und die Fahrkarten werden nur stichprobenartig geprüft.

Weiterfahrt

Die Taste des Lokführers – die Sicherheitsfahrschaltung

Was macht ein Zugbegleiter? – der Beruf im Zug

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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