Stimmt es, dass frühere Züge offene Plattformen hatten?

Stimmt es, dass…?

„Ja, es stimmt: Früher gab es zwischen den Wagen offene Plattformen, auf denen man im Freien stand.“

Stimmt es, dass frühere Züge offene Plattformen hatten?

→ Ein Blick auf die offene Plattform.

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Kurz gesagt

Ja, das stimmt. Früher hatten viele Wagen an den Enden eine offene Plattform. Dort stieg man ein, und dort stand man zwischen zwei Wagen im Freien. Der Fahrtwind wehte einem um die Nase. Das war luftig, aber auch gefährlich, denn man konnte hinausfallen. Deshalb baute man die Plattformen später geschlossen und sicher.

Heute steigt man geschützt in den Zug.

Früher war das anders.

Ob es offene Plattformen gab, klären wir.

Bahnhof Friedberg (Hessen) 06
Foto: Cherubino, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die offene Plattform in Zahlen

Ja

die Antwort

offene Plattformen

im Freien

zwischen den Wagen

der Wind wehte

gefährlich

man fiel leicht

später geschlossen

Ja, früher hatten viele Wagen offene Plattformen.

Der Einstieg von früher

Heute steigt man in einen geschlossenen Wagen.

Früher war das anders.

Am Ende des Wagens gab es eine Plattform.

Sie war nach außen offen.

Bahnhof Friedberg (Hessen) 07
Foto: Cherubino, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Zwischen zwei Wagen

Die Plattform lag zwischen zwei Wagen.

Von ihr stieg man ein und aus.

Dort stand man im Freien.

Nur ein Geländer war um einen herum.

Gut zu wissen

Ja, es stimmt: Früher hatten viele Wagen an den Enden eine offene Plattform. Heute steigt man in einen geschlossenen Wagen, doch früher lag am Ende des Wagens eine nach außen offene Plattform, die zwischen zwei Wagen lag und von der man ein- und ausstieg; dort stand man im Freien, nur ein Geländer war um einen herum. Auf der offenen Plattform wehte der Fahrtwind und pfiff einem bei der Fahrt um die Nase, was im Sommer erfrischend, im Winter aber bitterkalt war. Von der Plattform sah man gut hinaus, die Landschaft zog ganz nah vorbei, und man hörte das Rattern der Räder, sodass manche gern dort standen.

Doch die offene Plattform war nicht sicher: Bei einem Ruck konnte man das Gleichgewicht verlieren und sogar hinausfallen, was mehr als einmal passiert ist; manche sprangen sogar auf oder ab, während der Zug noch fuhr, was sehr gefährlich war, aber einige trotzdem taten. Mit der Zeit erkannte man die Gefahr und baute die Plattformen geschlossen, mit Türen und Wänden, sodass der Einstieg sicher wurde. So wurde aus der luftigen, aber gefährlichen offenen Plattform der geschützte Einstieg von heute.

Der Fahrtwind

Auf der offenen Plattform wehte der Wind.

Bei der Fahrt pfiff er einem um die Nase.

Im Sommer war das erfrischend.

Im Winter aber bitterkalt.

Ein schöner Blick

Von der Plattform sah man gut hinaus.

Die Landschaft zog ganz nah vorbei.

Man hörte das Rattern der Räder.

Manche standen gern dort.

Doch es war gefährlich

Die offene Plattform war nicht sicher.

Bei einem Ruck konnte man das Gleichgewicht verlieren.

Man konnte sogar hinausfallen.

Das ist mehr als einmal passiert.

Auf- und Abspringen

Manche sprangen sogar auf oder ab.

Während der Zug noch fuhr.

Das war sehr gefährlich.

Trotzdem taten es einige.

Später geschlossen gebaut

Mit der Zeit erkannte man die Gefahr.

Man baute die Plattformen geschlossen.

Türen und Wände kamen dazu.

So wurde der Einstieg sicher.

Ja, sie waren offen

Am Ende stimmt es: Früher gab es offene Plattformen.

Zwischen den Wagen stand man im Freien.

Das war luftig, aber gefährlich.

Deshalb baute man die Plattformen später geschlossen und sicher.

Zum Schluss ein Gedanke

Hinter dieser scheinbar einfachen Frage verbirgt sich ein ganzes Stück der großen, vielfältigen und oft überraschenden Welt der Eisenbahn, das einen zweiten Blick durchaus lohnt.

Wer ein wenig genauer hinschaut, entdeckt hinter der knappen Antwort schnell die spannenden Geschichten, die kluge Technik und die lange Geschichte, die dahinterstehen.

So wird aus einer bloßen Frage am Bahnsteig ein kleines Fenster, das den Blick auf ein ganzes und durchaus faszinierendes Themenfeld der Bahn freigibt.

Gerade bei den vielen Angaben und Annahmen rund um die Bahn lohnt es sich, genau hinzuschauen und das Wahre vom Ungefähren zu trennen.

Denn erst wer die Zusammenhänge kennt, versteht das oft verborgene Geschehen rund um Zug, Gleis und Bahnhof am Ende ein gutes Stück besser als zuvor.

Am besten merkt man sich die einfache und klare Antwort gleich für das nächste Mal, wenn das Gespräch wieder einmal auf dieses schöne Thema kommt.

So kann man manch hartnäckigem Gerücht und mancher liebgewonnenen Halbwahrheit über die Bahn künftig ganz gelassen begegnen.

Und ein wenig gesichertes Wissen über die Bahn macht das Reisen am Ende nicht nur interessanter, sondern auch spürbar entspannter.

Denn wer die Hintergründe kennt, der sieht den vorbeifahrenden Zug und den belebten Bahnhof mit ganz anderen Augen.

So wird aus einer kleinen Frage am Ende ein nützliches Stück Wissen, das einen auf jeder weiteren Reise begleitet.

Häufige Fragen

Hatten frühere Züge wirklich offene Plattformen?
Ja. Viele Wagen hatten an den Enden eine offene Plattform, auf der man zwischen zwei Wagen im Freien stand und ein- und ausstieg, nur von einem Geländer umgeben.
Wie war es auf einer offenen Plattform?
Luftig. Der Fahrtwind wehte einem um die Nase, im Sommer erfrischend, im Winter bitterkalt. Man sah die Landschaft nah vorbeiziehen und hörte das Rattern der Räder.
Warum war die offene Plattform gefährlich?
Weil man bei einem Ruck das Gleichgewicht verlieren und sogar hinausfallen konnte. Manche sprangen sogar auf oder ab, während der Zug fuhr, was sehr gefährlich war.
Warum baute man die Plattformen zu?
Weil man die Gefahr erkannte. Mit Türen und Wänden wurde der Einstieg geschlossen und sicher, sodass niemand mehr im Freien zwischen den Wagen stehen oder hinausfallen konnte.
Gibt es offene Plattformen heute noch?
In normalen Zügen nicht mehr. Der Einstieg ist heute geschlossen und sicher. Nur bei manchen alten Museumszügen kann man die offenen Plattformen noch erleben.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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