Stimmt es, dass es früher Drehscheiben für Loks gab?

Stimmt es, dass…?

„Ja, es stimmt: Die Drehscheibe drehte die schwere Lok, damit sie wieder vorwärts fahren konnte.“

Stimmt es, dass es früher Drehscheiben für Loks gab?

→ Ein Blick auf die drehbare Scheibe im Gleis.

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Kurz gesagt

Ja, das stimmt. Es gab die Drehscheibe. Das ist eine große runde Scheibe im Boden, mit einem Gleis darauf. Eine Lok fuhr darauf. Dann drehte sich die Scheibe. So schaute die Lok in eine andere Richtung. Das brauchte man, weil manche Loks nur vorwärts gut fuhren. Auf der Scheibe wendete man sie ganz ohne Mühe.

Ein Auto kann leicht wenden.

Eine Lok auf Schienen nicht.

Wie man sie trotzdem drehte, klären wir.

Straßenbahn Triebwagen (VER, Kölner Straße 303)
Foto: SonderBild, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Drehscheibe in Zahlen

Ja

die Antwort

für die Loks

runde Scheibe

mit einem Gleis

im Boden

gedreht

in jede Richtung

die Lok wendet

Ja, früher gab es Drehscheiben, um schwere Loks zu wenden.

Eine Lok kann nicht wenden

Ein Auto dreht auf der Straße.

Eine Lok fährt auf Schienen.

Sie kann nicht einfach abbiegen.

Und nicht auf der Stelle wenden.

Bahnsteigdach Hadersdorf Weidlingau
Foto: PinoHolzmann, CC BY-SA 3.0 at, via Wikimedia Commons

Die runde Scheibe

Dafür gab es die Drehscheibe.

Eine große runde Scheibe im Boden.

Auf ihr lag ein Stück Gleis.

Und sie ließ sich drehen.

Gut zu wissen

Ja, es stimmt: Es gab die Drehscheibe. Ein Auto dreht leicht auf der Straße, eine Lok aber fährt auf Schienen, kann nicht einfach abbiegen und nicht auf der Stelle wenden. Dafür gab es die Drehscheibe, eine große runde Scheibe im Boden, auf der ein Stück Gleis lag und die sich drehen ließ. Die Lok fuhr genau auf das Gleis der Scheibe, hielt an und wartete; dann drehte sich die Scheibe langsam mit der Lok darauf, bis das Gleis in die neue Richtung zeigte, und die Lok fuhr andersherum weiter. Nötig war das, weil manche Loks nur vorwärts gut fuhren und am Ziel falsch herum schauten, sodass man sie auf der Drehscheibe drehte, damit sie zurückfahren konnten.

Oft lag die Scheibe vor einem Lokschuppen, ringsum viele Tore, und die Scheibe brachte jede Lok vor ihr Tor, sodass sie an ihrem Platz parkte. Heute fahren viele Loks vor- und rückwärts gleich gut, und viele Züge haben an beiden Enden einen Führerstand, sodass man keine Drehscheibe mehr braucht; manche alte dreht sich aber noch, zur Freude der Gäste. So stimmt es, dass es Drehscheiben für Loks gab: eine runde Scheibe mit einem Gleis, die die schwere Lok drehte, damit sie in eine andere Richtung fahren konnte.

Die Lok fährt darauf

Die Lok fuhr auf die Scheibe.

Genau auf das Gleis darauf.

Dann hielt sie an.

Und wartete auf das Drehen.

Und dreht sich

Die Scheibe drehte sich langsam.

Mit der Lok darauf.

Bis das Gleis in die neue Richtung zeigte.

Dann fuhr die Lok andersherum weiter.

Warum das nötig war

Manche Loks fuhren nur vorwärts gut.

Am Ziel schauten sie falsch herum.

Auf der Drehscheibe drehte man sie.

So konnten sie zurückfahren.

Der Lokschuppen ringsum

Oft lag die Scheibe vor einem Lokschuppen.

Ringsum viele Tore.

Die Scheibe brachte die Lok vor ihr Tor.

So parkte jede Lok an ihrem Platz.

Heute meist anders

Heute fahren viele Loks vor- und rückwärts gleich gut.

Und viele Züge haben an beiden Enden einen Führerstand.

Dann braucht man keine Drehscheibe mehr.

Manche alte dreht sich aber noch.

Ja, es gab sie

Am Ende stimmt es: Es gab Drehscheiben für Loks.

Eine runde Scheibe mit einem Gleis.

Sie drehte die schwere Lok.

So konnte sie in eine andere Richtung fahren.

Zum Schluss ein Gedanke

Hinter dieser scheinbar einfachen Frage verbirgt sich ein ganzes Stück der großen, vielfältigen und oft überraschenden Welt der Eisenbahn, das einen zweiten Blick durchaus lohnt.

Wer ein wenig genauer hinschaut, entdeckt hinter der knappen Antwort schnell die spannenden Geschichten, die kluge Technik und die lange Geschichte, die dahinterstehen.

So wird aus einer bloßen Frage am Bahnsteig ein kleines Fenster, das den Blick auf ein ganzes und durchaus faszinierendes Themenfeld der Bahn freigibt.

Gerade bei den vielen Angaben und Annahmen rund um die Bahn lohnt es sich, genau hinzuschauen und das Wahre vom Ungefähren zu trennen.

Denn erst wer die Zusammenhänge kennt, versteht das oft verborgene Geschehen rund um Zug, Gleis und Bahnhof am Ende ein gutes Stück besser als zuvor.

Am besten merkt man sich die einfache und klare Antwort gleich für das nächste Mal, wenn das Gespräch wieder einmal auf dieses schöne Thema kommt.

So kann man manch hartnäckigem Gerücht und mancher liebgewonnenen Halbwahrheit über die Bahn künftig ganz gelassen begegnen.

Und ein wenig gesichertes Wissen über die Bahn macht das Reisen am Ende nicht nur interessanter, sondern auch spürbar entspannter.

Denn wer die Hintergründe kennt, der sieht den vorbeifahrenden Zug und den belebten Bahnhof mit ganz anderen Augen.

So wird aus einer kleinen Frage am Ende ein nützliches Stück Wissen, das einen auf jeder weiteren Reise begleitet.

Häufige Fragen

Gab es früher wirklich Drehscheiben für Loks?
Ja. Eine Drehscheibe ist eine große runde Scheibe im Boden mit einem Gleis darauf. Eine Lok fuhr darauf, und die Scheibe drehte sie in eine andere Richtung.
Warum musste man eine Lok drehen?
Weil manche Loks nur vorwärts gut fuhren. Am Ziel schauten sie falsch herum. Auf der Drehscheibe wendete man sie, damit sie wieder vorwärts zurückfahren konnten.
Wie funktioniert eine Drehscheibe?
Die Lok fährt auf das Gleis der Scheibe und hält. Dann dreht sich die Scheibe langsam mit der Lok, bis das Gleis in die gewünschte Richtung zeigt.
Was hat die Drehscheibe mit dem Lokschuppen zu tun?
Oft lag sie vor einem Lokschuppen mit vielen Toren. Die Scheibe brachte jede Lok vor ihr Tor, sodass sie sternförmig an ihrem Platz parken konnte.
Braucht man Drehscheiben heute noch?
Meist nicht mehr. Viele Loks fahren vor- und rückwärts gleich gut, und viele Züge haben an beiden Enden einen Führerstand. Manche alte Drehscheibe dreht sich aber noch.

Weiterfahrt

Der Wasserturm – Wasser für die Lok

Die Dampflok – wie sie fuhr

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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