Stimmt es, dass die Schienen rosten?

Stimmt es, dass…?

„Ja, es stimmt: Schienen rosten, aber nur zum Teil, denn oben hält der Verkehr sie blank.“

Stimmt es, dass die Schienen rosten?

→ Ein Blick auf Stahl und Rost.

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Kurz gesagt

Ja, das stimmt, aber nur zum Teil. Schienen sind aus Stahl, und Stahl rostet an der Luft. Deshalb sind die Seiten und der Fuß der Schiene braun. Doch oben, wo die Räder rollen, bleibt die Schiene blank und glänzt silbern. Die Räder wischen den Rost dort ständig weg. So rostet die Schiene, wo es nicht stört.

Schienen sind aus Stahl.

Und Stahl kann rosten.

Ob und wo die Schiene rostet, klären wir.

U Bahnhof Unter den Linden ()
Foto: Ingolf, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Rost in Zahlen

Ja, zum Teil

die Antwort

nur an den Seiten

oben blank

wo die Räder rollen

silbern glänzend

kein Problem

der Rost

wo er nicht stört

Ja, Schienen rosten, aber nur an den Seiten, nicht oben.

Stahl an der Luft

Schienen sind aus Stahl.

Stahl ist hart und stark.

Doch an der feuchten Luft rostet er.

Er wird dann braun.

U Bahnhof Unter den Linden ()
Foto: Ingolf, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Braune Seiten

An den Seiten rostet die Schiene.

Auch der Fuß unten wird braun.

Dort kommt niemand hin.

Der Rost stört dort nicht.

Gut zu wissen

Ja, es stimmt, aber nur zum Teil: Schienen sind aus Stahl, der hart und stark ist, aber an der feuchten Luft rostet und dann braun wird. Deshalb rosten die Seiten der Schiene und ihr Fuß unten, wo aber niemand hinkommt, sodass der Rost dort nicht stört. Ganz oben, wo die Lauffläche liegt, ist es anders: Dort glänzt die Schiene silbern und blank, und kein Rost setzt sich fest, denn die Räder rollen ständig darüber und wischen den Rost weg, sodass die Oberseite blank bleibt.

Von oben sieht man das gut, denn die Lauffläche ist ein glänzendes Band, das sich über die sonst braune Schiene zieht, sodass man daran ein befahrenes Gleis erkennt. Auf einem stillen Gleis, auf dem lange kein Zug fährt, rostet dagegen auch die Oberseite, und die ganze Schiene wird braun, sodass man sieht, dass hier nichts mehr fährt. Der Rost an den Seiten schadet kaum, weil die Schiene dick und stark ist und ein wenig Rost gut aushält; wichtig ist nur, dass die Oberseite blank bleibt, damit die Räder guten Halt haben.

Oben blank

Ganz oben ist es anders.

Dort läuft die Lauffläche.

Sie glänzt silbern und blank.

Kein Rost setzt sich dort fest.

Die Räder wischen ihn weg

Der Grund sind die Räder.

Sie rollen ständig über die Schiene.

Dabei wischen sie den Rost weg.

So bleibt die Oberseite blank.

Ein glänzendes Band

Von oben sieht man das gut.

Die Lauffläche ist ein glänzendes Band.

Es zieht sich über die braune Schiene.

So erkennt man ein befahrenes Gleis.

Rost auf stillen Gleisen

Auf einem stillen Gleis ist es anders.

Fährt lange kein Zug, rostet auch die Oberseite.

Die ganze Schiene wird dann braun.

Man sieht: Hier fährt nichts mehr.

Warum das kein Problem ist

Der Rost an den Seiten schadet kaum.

Die Schiene ist dick und stark.

Ein wenig Rost hält sie gut aus.

Wichtig ist nur die blanke Oberseite.

Ja, aber nur zum Teil

Am Ende stimmt es: Schienen rosten, aber nur zum Teil.

Die Seiten und der Fuß werden braun.

Oben aber bleibt die Schiene blank.

Die Räder wischen den Rost dort ständig weg.

Zum Schluss ein Gedanke

Hinter dieser scheinbar einfachen Frage verbirgt sich ein ganzes Stück der großen, vielfältigen und oft überraschenden Welt der Eisenbahn, das einen zweiten Blick durchaus lohnt.

Wer ein wenig genauer hinschaut, entdeckt hinter der knappen Antwort schnell die spannenden Geschichten, die kluge Technik und die lange Geschichte, die dahinterstehen.

So wird aus einer bloßen Frage am Bahnsteig ein kleines Fenster, das den Blick auf ein ganzes und durchaus faszinierendes Themenfeld der Bahn freigibt.

Gerade bei den vielen Angaben und Annahmen rund um die Bahn lohnt es sich, genau hinzuschauen und das Wahre vom Ungefähren zu trennen.

Denn erst wer die Zusammenhänge kennt, versteht das oft verborgene Geschehen rund um Zug, Gleis und Bahnhof am Ende ein gutes Stück besser als zuvor.

Am besten merkt man sich die einfache und klare Antwort gleich für das nächste Mal, wenn das Gespräch wieder einmal auf dieses schöne Thema kommt.

So kann man manch hartnäckigem Gerücht und mancher liebgewonnenen Halbwahrheit über die Bahn künftig ganz gelassen begegnen.

Und ein wenig gesichertes Wissen über die Bahn macht das Reisen am Ende nicht nur interessanter, sondern auch spürbar entspannter.

Denn wer die Hintergründe kennt, der sieht den vorbeifahrenden Zug und den belebten Bahnhof mit ganz anderen Augen.

So wird aus einer kleinen Frage am Ende ein nützliches Stück Wissen, das einen auf jeder weiteren Reise begleitet.

Häufige Fragen

Rosten Schienen wirklich?
Ja, aber nur zum Teil. Schienen sind aus Stahl, der an der Luft rostet, sodass die Seiten und der Fuß braun werden. Oben aber bleibt die Schiene blank.
Warum glänzt die Oberseite?
Weil die Räder ständig darüber rollen und den Rost wegwischen. So bleibt die Lauffläche silbern und blank, während der Rest der Schiene braun rostet.
Ist der Rost ein Problem?
Kaum. Die Schiene ist dick und stark und hält ein wenig Rost an den Seiten gut aus. Wichtig ist nur, dass die Oberseite blank bleibt, damit die Räder Halt haben.
Woran erkennt man ein befahrenes Gleis?
An der blank glänzenden Oberseite. Sie zieht sich als silbernes Band über die braune Schiene. Ein stilles Gleis dagegen rostet ganz und wird überall braun.
Was passiert auf stillgelegten Gleisen?
Fährt lange kein Zug, rostet auch die Oberseite, und die ganze Schiene wird braun. So sieht man schon von Weitem, dass auf diesem Gleis nichts mehr fährt.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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