Sollte man im Zug laut telefonieren dürfen?

Standpunkt

„Ein lautes Telefonat kann den ganzen Wagen mithören lassen – wie viel Rücksicht ist im Zug nötig?“

Sollte man im Zug laut telefonieren dürfen?

→ Ein Standpunkt über das Telefonieren im Zug.

Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Standpunkt

Worum es geht

Nein, laut telefonieren sollte man im Zug nicht, denn der ganze Wagen muss das Gespräch mithören, was viele stört. Telefonieren an sich ist in Ordnung, nur eben leise und kurz. Wer länger reden will, geht am besten in den Bereich zwischen den Wagen. Ruhezonen für alle, die es still wollen, lösen den Streit zusätzlich.

Im Zug klingelt oft ein Handy.

Manche reden dabei sehr laut.

Ob das in Ordnung ist, klären wir.

U Bahnhof Unter den Linden ()
Foto: Ingolf, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Das laute Gespräch

Im Zug telefonieren viele Menschen.

Manche reden dabei sehr laut.

Der ganze Wagen hört mit.

Das ist für die anderen störend.

U Bahnhof Unter den Linden ()
Foto: Ingolf, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Man will nicht mithören

Nicht jeder will fremde Gespräche hören.

Man erfährt Dinge, die einen nichts angehen.

Und man kann sich nicht auf sein Buch konzentrieren.

Das nervt auf Dauer.

Telefonieren ist erlaubt

Ganz verbieten muss man das Telefonieren nicht.

Manchmal ist ein Anruf wichtig.

Auch unterwegs muss man erreichbar sein.

Nur eben mit Rücksicht.

Leise und kurz

Am besten telefoniert man leise.

Und man fasst sich kurz.

Ein wichtiger Satz genügt oft.

So stört man niemanden.

Der Platz zwischen den Wagen

Für ein längeres Gespräch gibt es einen guten Platz.

Es ist der Bereich zwischen zwei Wagen.

Dort stört man niemanden.

Man kann in Ruhe reden.

Ruhezonen für die Stille

In einer Ruhezone soll es still sein.

Dort telefoniert man gar nicht.

Wer Ruhe sucht, setzt sich dorthin.

So haben beide Seiten ihren Platz.

Rücksicht in beide Richtungen

Rücksicht hilft beiden Seiten.

Der eine redet leise.

Der andere ist nicht gleich böse.

So kommen alle miteinander aus.

Leise ja, laut nein

Am Ende sollte man im Zug nicht laut telefonieren.

Der ganze Wagen muss sonst mithören.

Leise und kurz ist in Ordnung.

Für längere Gespräche geht man zwischen die Wagen.

Pro und Contra

Dafür

+  Manchmal ist ein Anruf wichtig, auch unterwegs.

+  Ein leises, kurzes Telefonat stört kaum jemanden.

+  Ein ganzes Verbot wäre schwer durchzusetzen.

+  Wer länger reden will, kann zwischen die Wagen gehen.

Dagegen

  Ein lautes Telefonat lässt den ganzen Wagen mithören.

  Man erfährt Dinge, die einen nichts angehen.

  Andere können sich nicht ausruhen oder lesen.

  In einem vollen Zug gibt es kaum Ausweichmöglichkeiten.

Gut zu wissen

Laut telefonieren sollte man im Zug nicht, denn im Zug telefonieren viele Menschen, und wer dabei sehr laut redet, lässt den ganzen Wagen mithören, was für die anderen störend ist: Nicht jeder will fremde Gespräche hören, man erfährt Dinge, die einen nichts angehen, und man kann sich nicht auf sein Buch konzentrieren, was auf Dauer nervt. Ganz verbieten muss man das Telefonieren aber nicht, denn manchmal ist ein Anruf wichtig, und auch unterwegs muss man erreichbar sein, nur eben mit Rücksicht: Am besten telefoniert man leise und fasst sich kurz, denn ein wichtiger Satz genügt oft, sodass man niemanden stört. Für ein längeres Gespräch gibt es einen guten Platz, den Bereich zwischen zwei Wagen, wo man niemanden stört und in Ruhe reden kann. Zusätzlich lösen Ruhezonen den Streit, in denen es still sein soll und man gar nicht telefoniert, sodass, wer Ruhe sucht, sich dorthin setzt und beide Seiten ihren Platz haben. So hilft Rücksicht in beide Richtungen: Der eine redet leise, der andere ist nicht gleich böse, sodass alle miteinander auskommen.

Ein abwägender Schluss

Am Ende zeigt sich, dass es auf diese Frage keine einfache und für alle gültige Antwort gibt, sondern gute Gründe auf beiden Seiten stehen.

Wer die Sache bedenkt, muss die berechtigten Wünsche der einen gegen die ebenso berechtigten Sorgen der anderen sorgsam abwägen.

Beide Seiten führen Gründe ins Feld, die man ernst nehmen sollte, auch wenn man am Ende zu einem klaren eigenen Urteil kommt.

Vielleicht liegt die beste Lösung ja, wie so oft im Leben, in einem klugen Ausgleich der verschiedenen Interessen.

Wichtig ist, dass man einander zuhört und die Gründe der anderen Seite nicht einfach vom Tisch wischt.

Eine Bahn für alle lebt davon, dass sich möglichst viele Menschen in ihr gut und gerecht behandelt fühlen.

So bleibt die Erkenntnis, dass ein fairer Ausgleich meist mehr wert ist als das schnelle Rechthaben der einen Seite.

Denn die Bahn ist ein Ort, an dem viele verschiedene Menschen mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen aufeinandertreffen.

Wer das im Blick behält, findet fast immer einen Weg, der für die allermeisten gangbar ist.

Und genau darin liegt vielleicht die eigentliche Kunst, eine gute Bahn für alle zu gestalten.

Noch ein Gedanke zum Abwägen

Wer die Frage in Ruhe bedenkt, merkt schnell, dass sich die Sache nicht mit einem einzigen Satz erledigen lässt.

Auf beiden Seiten stehen Menschen mit ihren ganz eigenen Wünschen, Sorgen und guten Gründen.

Die einen pochen auf das eine, die anderen auf das andere, und beide haben ein Stück weit recht.

Gerade darum lohnt es sich, nicht vorschnell zu urteilen, sondern erst einmal genau hinzuhören.

Eine gute Antwort nimmt die Anliegen aller ernst und sucht nach einem Weg, der möglichst vielen gerecht wird.

Oft ist es klüger, nach dem verbindenden Ausgleich zu suchen als nach dem schnellen Sieg der einen Seite.

Denn die Bahn ist ein Ort, an dem die unterschiedlichsten Menschen Tag für Tag zusammenkommen.

Was dem einen wichtig ist, mag dem anderen nebensächlich erscheinen, und doch zählt beides.

Wer das bedenkt, findet meist einen Weg, mit dem am Ende die allermeisten gut leben können.

So bleibt als Erkenntnis, dass ein fairer Blick auf beide Seiten der besseren Lösung näher kommt.

Unterm Strich

Am Ende sollte man im Zug nicht laut telefonieren.

Der ganze Wagen muss sonst mithören.

Leise und kurz ist in Ordnung.

Für längere Gespräche geht man zwischen die Wagen.

Weiterfahrt

Ruhezonen im Zug – ein weiterer Standpunkt

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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