Sollte es in den Zügen wieder mehr Personal geben?

Standpunkt

„Ein leerer Zug ohne einen einzigen Mitarbeiter fühlt sich für manchen Reisenden verlassen und unsicher an.“

Sollte es in den Zügen wieder mehr Personal geben?

→ Ein Standpunkt über das Personal an Bord der Züge.

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Worum es geht

Mehr Personal im Zug bedeutet mehr Sicherheit, mehr Service und mehr Hilfe für Menschen, die sie brauchen. Doch Personal ist teuer, und auf kurzen Strecken kommt der Verkehr oft auch ohne aus. Ob es wieder mehr Personal geben sollte, ist deshalb eine Abwägung zwischen dem Wunsch nach Betreuung und den Kosten.

Früher war in fast jedem Zug ein Schaffner unterwegs, der die Fahrkarten prüfte und Auskunft gab.

Heute fahren viele Züge, besonders im Nahverkehr, ganz ohne begleitendes Personal.

Ob es in den Zügen wieder mehr Personal geben sollte, ist eine viel gestellte Frage.

Lok 99 222 im Bahnhof Wernigerode
Foto: Richard Bartz, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Der Zug ohne Begleitung

Auf vielen Strecken des Nahverkehrs fährt der Zug heute ohne begleitendes Personal.

Nur der Lokführer sitzt vorne in seinem Führerstand und steuert den Zug.

Im Fahrgastraum selbst ist oft kein einziger Mitarbeiter mehr anzutreffen.

So sind die Reisenden während der Fahrt weitgehend auf sich allein gestellt.

Dampflokomotive Bautzen 1
Foto: Dr. Bernd Gross, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Gefühl der Sicherheit

Die Anwesenheit von Personal gibt vielen Reisenden ein Gefühl der Sicherheit.

Gerade am Abend und in der Nacht ist ein leerer Zug für manchen ein mulmiger Ort.

Ein sichtbarer Mitarbeiter kann bei einem Streit schlichten und für Ordnung sorgen.

So ist das Personal für das Gefühl der Sicherheit von großer Bedeutung.

Hilfe für die, die sie brauchen

Personal im Zug ist vor allem für jene wichtig, die auf Hilfe angewiesen sind.

Ein älterer Mensch, eine Familie oder ein Reisender im Rollstuhl braucht manchmal Unterstützung.

Ein Mitarbeiter kann beim Ein- und Aussteigen helfen und Fragen beantworten.

So sorgt das Personal dafür, dass die Bahn auch für diese Menschen gut nutzbar bleibt.

Service und Auskunft

Ein Mitarbeiter an Bord ist auch für den ganz gewöhnlichen Service von Nutzen.

Er gibt Auskunft über Anschlüsse, Verspätungen und den richtigen Weg zum Ziel.

Bei einer Störung kann er die Reisenden beruhigen und verlässlich informieren.

So macht das Personal die Reise nicht nur sicherer, sondern auch angenehmer.

Das Argument der Kosten

Gegen mehr Personal spricht zunächst und vor allem der hohe Kostenaufwand.

Jeder Mitarbeiter an Bord will bezahlt werden, und das über den ganzen Tag.

Diese Kosten würden am Ende auch die Preise der Fahrkarten in die Höhe treiben.

So muss man abwägen, wie viel Betreuung sich zu welchem Preis lohnt.

Die kurze Fahrt in der Stadt

Auf einer kurzen Fahrt mit der S-Bahn kommt der Verkehr oft gut ohne Personal aus.

Die Reisenden steigen nach wenigen Minuten wieder aus und brauchen kaum Betreuung.

Hier wäre ein Begleiter in jedem Zug ein Aufwand, der sich kaum rechnete.

So ist der Bedarf an Personal je nach Art der Strecke sehr unterschiedlich.

Mensch statt Maschine

Manche Aufgaben des Personals lassen sich durch Technik ersetzen, andere nicht.

Eine Kamera oder ein Automat kann einem gestürzten Reisenden nicht aufhelfen.

Ein freundliches Wort und eine helfende Hand sind durch keine Maschine zu ersetzen.

So bleibt der Mensch an Bord für vieles unverzichtbar, was Technik nicht leisten kann.

Eine Frage der richtigen Verteilung

Am Ende steht die Abwägung zwischen dem Wunsch nach Betreuung und den Kosten.

Dass Personal an Bord viele Vorzüge hat, steht dabei außer Frage.

Der Streit dreht sich darum, auf welchen Strecken es wirklich gebraucht wird.

So liegt die kluge Lösung darin, das Personal dort einzusetzen, wo es am meisten nützt.

Pro und Contra

Dafür

+  Personal gibt den Reisenden gerade am Abend ein Gefühl der Sicherheit.

+  Es hilft älteren Menschen, Familien und Reisenden im Rollstuhl.

+  Ein Mitarbeiter gibt Auskunft und beruhigt bei einer Störung.

+  Manche Aufgaben, wie einem Gestürzten aufzuhelfen, kann keine Maschine leisten.

Dagegen

  Jeder Mitarbeiter an Bord will bezahlt werden, was die Ticketpreise erhöht.

  Auf kurzen Fahrten in der Stadt braucht es kaum Betreuung.

  Manche Aufgaben lassen sich auch durch Technik erledigen.

  Die Mittel sind begrenzt und werden an vielen Stellen zugleich gebraucht.

Praktischer Tipp

Wer im Zug Hilfe braucht, findet in vielen Zügen einen Knopf oder eine Sprechstelle, über die man das Personal oder den Lokführer erreicht. Bei Fahrten mit dem Rollstuhl lässt sich zudem vorab eine Begleitung anmelden, die beim Ein- und Aussteigen an den Bahnhöfen hilft.

Der Wandel des Berufs

Der Beruf des Zugbegleiters hat sich über die Jahre stark gewandelt.

Früher ging es vor allem um das Prüfen und Lochen der Fahrkarten.

Heute stehen die Beratung, die Hilfe und die Sicherheit der Reisenden im Vordergrund.

So ist aus dem strengen Kontrolleur von einst ein Helfer und Gastgeber geworden.

Ein Blick auf den Fernverkehr

Anders als im Nahverkehr ist im Fernzug fast immer Personal an Bord.

Auf der langen Reise wäre ein Zug ganz ohne Begleitung kaum vorstellbar.

Hier prüft das Personal die Fahrkarten und steht zugleich für Fragen bereit.

So zeigt der Fernverkehr, wie viel eine gute Betreuung an Bord wert sein kann.

Unterm Strich

Ob es in den Zügen wieder mehr Personal geben sollte, lässt sich nicht mit einem schlichten Ja oder Nein beantworten.

Für mehr Personal sprechen die Sicherheit, der Service und die Hilfe für jene, die sie brauchen.

Dagegen stehen die hohen Kosten und die kurzen Strecken, die auch ohne auskommen.

Der klügste Weg liegt wohl darin, das Personal gezielt dort einzusetzen, wo es den Reisenden am meisten nützt.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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