Schraubenkupplung: Wie zwei Wagen von Hand verbunden werden

Ich verstehe nur Bahnhof

„Zwischen zwei Wagen, im engen Spalt über den Puffern, hakt ein Mensch von Hand einen schweren Bügel ein – so hängen die Waggons zusammen.“

Schraubenkupplung: Wie zwei Wagen von Hand verbunden werden

→ Alles über die Verbindung zwischen zwei Wagen.

Lesezeit: 8 Minuten · Bahn-Lexikon

Kurz gesagt

Die Schraubenkupplung ist das Bindeglied, das in Europa zwei Eisenbahnwagen zusammenhält. Zwischen den beiden Puffern hakt ein Rangierer sie von Hand ein und zieht sie mit einer Schraube fest. Das ist eine schwere und mühsame Arbeit. Darum soll sie nach und nach durch eine automatische Kupplung ersetzt werden.

Ein Güterzug besteht aus vielen einzelnen Wagen, die alle fest miteinander verbunden sind.

Doch wie genau hängen diese schweren Waggons eigentlich zusammen?

In Europa geschieht das bis heute meist von Hand mit der sogenannten Schraubenkupplung.

Bahnhof Freistadt AB Lagerhaus Prellbock
Foto: Linie29, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Verbindung zwischen den Wagen

Die Schraubenkupplung ist das Bindeglied zwischen zwei Eisenbahnwagen.

Sie hält die Wagen zusammen und überträgt die Zugkraft von einem zum nächsten.

Ohne sie würde ein Zug schon beim Anfahren einfach in seine Einzelteile zerfallen.

So ist die unscheinbare Kupplung für den Zusammenhalt des ganzen Zuges entscheidend.

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Foto: Im Fokus, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Puffer fangen den Druck

An den Ecken jedes Wagens sitzen zwei federnde Puffer, die den Druck abfangen.

Stoßen zwei Wagen aneinander, so drücken sich ihre Puffer gegeneinander.

Die Federn darin fangen den Stoß sanft ab und verhindern einen harten Aufprall.

So sorgen die Puffer dafür, dass die Wagen beim Zusammenkuppeln nicht beschädigt werden.

Gut zu wissen

Die Schraubenkupplung verbindet in Europa zwei Eisenbahnwagen. Zwischen den federnden Puffern, die den Druck abfangen, hakt ein Rangierer sie von Hand ein und zieht sie mit einer Schraube fest.

Diese Handarbeit ist schwer und nicht ohne Gefahr. Moderne Triebzüge haben längst eine automatische Kupplung. Auch die Güterwagen sollen nach und nach damit ausgerüstet werden.

Die Kupplung hält auf Zug

Während die Puffer den Druck aufnehmen, hält die Kupplung die Wagen auf Zug zusammen.

Sie besteht aus einem kräftigen Bügel mit einer Schraube, die man festziehen kann.

Der Bügel wird in einen Haken am anderen Wagen eingehängt und dann angezogen.

So werden die beiden Wagen fest und ohne Spiel miteinander verbunden.

Die schwere Arbeit des Rangierers

Das Einhängen der Schraubenkupplung ist bis heute eine Arbeit von Hand.

Ein Rangierer steigt dafür in den engen Spalt zwischen die beiden Wagen.

Dort hebt er den schweren Bügel und hängt ihn in den Haken des anderen Wagens.

Diese Arbeit ist mühsam, körperlich schwer und auch nicht ohne Gefahr.

Warum das gefährlich ist

Sich zwischen zwei schwere Wagen zu begeben, ist eine heikle Sache.

Der Rangierer muss dabei mit größter Vorsicht und Sorgfalt zu Werke gehen.

Strenge Regeln sorgen dafür, dass sich die Wagen dabei nicht bewegen dürfen.

Dennoch bleibt diese Arbeit eine der anstrengendsten im ganzen Betrieb.

Die automatische Kupplung

Bei modernen Triebzügen gibt es die mühsame Handarbeit längst nicht mehr.

Sie besitzen eine automatische Kupplung, die sich von selbst verbindet.

Fahren zwei solche Züge zusammen, so kuppeln sie ganz ohne Zutun eines Menschen.

So zeigt sich, dass es auch einfacher und sicherer geht als mit der Hand.

Ein Wandel steht bevor

Für die vielen Güterwagen soll die Handarbeit nun endlich der Vergangenheit angehören.

Nach und nach sollen auch sie eine automatische Kupplung erhalten.

Dieser Wandel ist eine gewaltige Aufgabe, denn es geht um sehr viele Wagen.

Doch am Ende soll er die schwere Arbeit des Rangierers überflüssig machen.

Ein Bindeglied im Wandel

Am Ende ist die Schraubenkupplung ein unscheinbares, aber wichtiges Bindeglied.

Bis heute hält sie in Europa die vielen Güterwagen von Hand zusammen.

Doch ihre Zeit neigt sich langsam dem Ende zu, denn die Technik geht weiter.

So steht dieses alte Stück Bahntechnik am Beginn eines großen Wandels.

Ein Blick zwischen zwei Wagen

Wer am Bahnsteig zwischen zwei Güterwagen blickt, entdeckt die Schraubenkupplung.

Man sieht den kräftigen Bügel, der die beiden Wagen fest verbindet.

Daneben ragen die runden Puffer hervor, die den Druck abfangen.

So lässt sich das alte Zusammenspiel von Puffer und Kupplung leicht erkennen.

Warum der Wandel so lange dauert

Die Umstellung auf eine automatische Kupplung ist eine gewaltige Aufgabe.

Denn es gibt in ganz Europa unzählige Güterwagen, die alle umgerüstet werden müssten.

Zudem müssen die Wagen vieler Länder auch weiterhin zusammenpassen.

So braucht dieser große Wandel viel Zeit, Geld und eine enge Abstimmung.

Ein Stück europäische Geschichte

Die Schraubenkupplung begleitet die Eisenbahn in Europa seit ihren frühen Tagen.

Über anderthalb Jahrhunderte hat sie unzählige Güterzüge zusammengehalten.

So ist sie ein echtes Stück gelebter europäischer Bahngeschichte.

Ihr langsamer Abschied markiert daher das Ende einer ganzen Epoche.

Häufige Fragen

Was ist die Schraubenkupplung?
Das Bindeglied, das in Europa zwei Eisenbahnwagen zusammenhält. Ein Rangierer hakt sie zwischen den Puffern von Hand ein und zieht sie mit einer Schraube fest.
Wozu dienen die Puffer?
Sie sitzen an den Ecken der Wagen und fangen den Druck ab. Stoßen zwei Wagen aneinander, drücken sich die federnden Puffer gegeneinander und verhindern einen harten Aufprall.
Warum ist das Kuppeln so schwer?
Weil es Handarbeit ist. Der Rangierer steigt in den engen Spalt zwischen die Wagen und hebt den schweren Bügel. Die Arbeit ist mühsam und nicht ohne Gefahr.
Gibt es auch automatische Kupplungen?
Ja. Moderne Triebzüge besitzen eine automatische Kupplung, die sich von selbst verbindet, wenn zwei Züge zusammenfahren, ganz ohne Zutun eines Menschen.
Ändert sich das bei den Güterwagen?
Ja, nach und nach. Auch die vielen Güterwagen sollen eine automatische Kupplung erhalten. Das ist eine große Aufgabe, soll aber die schwere Handarbeit überflüssig machen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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