Darßbahn und Franzburger Kreisbahnen: Stille Halte rund um Barth

Lost Place · Stillgelegte Bahnhöfe

Darßbahn und Franzburger Kreisbahnen: Stille Halte rund um Barth

Die Darßbahn von Barth nach Prerow ruht seit 1997, die Franzburger Kreisbahnen sind seit 1968 Geschichte. Die Halte dazwischen zeigen, was von beiden Bahnen übrig blieb und was neu entstehen soll.

VORHER · 1966

Die Meiningenbrücke bei Zingst am 24. Juli 1966, damals schon als Straßenbrücke genutzt.

Die Meiningenbrücke bei Zingst am 24. Juli 1966, damals schon als Straßenbrücke genutzt. Foto: Jörg Blobelt, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
NACHHER · 2017

Die gedrehte Meiningenbrücke 2017, die Brücke der stillgelegten und möglicherweise bald reaktivierten Darßbahn.

Die gedrehte Meiningenbrücke 2017, die Brücke der stillgelegten und möglicherweise bald reaktivierten Darßbahn. Foto: JoachimKohler-HB, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Kurz erklärt
1910
Eröffnung der Darßbahn Barth–Prerow
1968
Franzburger Kreisbahnen stellen den Verkehr ein
1997
Letzte Fahrten Barth–Bresewitz
2025
Kenz und Saatel nicht mehr bedient

Lage: Strecke Velgast–Barth–Zingst–Prerow am Bodden, dazu die Meterspurbahn Stralsund–Barth–Damgarten. Status: Barth–Prerow ohne Betrieb, aber nicht formell stillgelegt, Wiederaufbau beschlossen. Heute: Velgast–Barth fährt weiter, die Kreisbahnen sind abgebaut.

Die Darßbahn führt von Barth über Zingst nach Prerow und ist offiziell nicht stillgelegt, doch auf ihr fährt seit den 1990er Jahren kein Zug mehr.

Die Strecke von Velgast nach Barth ist in Betrieb, auf dem Abschnitt von Barth bis Bresewitz liegen noch Gleise, und hinter Bresewitz gibt es nur noch die Trasse.

Eine ganz andere Bahn lief durch dieselbe Gegend: die Franzburger Kreisbahnen, eine Meterspurbahn zwischen Stralsund, Barth und Damgarten.

Beide Bahnen trafen sich im Bahnhof Barth.

Alte freie Fotos der Halte gibt es auf Wikimedia Commons kaum, die meisten Bilder stammen aus den Jahren ab 2007.

Der Bahnhof Barth hat einen eigenen Beitrag.

Entstehung: Von der Stichbahn zur Darßbahn

Barth erhielt seinen Bahnanschluss zusammen mit der Hauptstrecke Stralsund–Rostock, die Stichstrecke von Velgast wurde am 1. Juli 1888 eröffnet.

Schon kurz danach gab es Ideen, die Strecke von Barth auf den Darß weiterzuführen.

Am 17. Dezember 1904 fand in Stettin eine Konferenz über die Darßbahn statt, auf der die Linienführung über Pruchten, Timmort und Zingst nach Prerow festgelegt wurde.

Die Entscheidung fiel schließlich für eine normalspurige Strecke.

Im Frühjahr 1909 begannen die Bauarbeiten an mehreren Stellen gleichzeitig, schon im November 1910 konnte die Strecke abgenommen werden.

Am 30. November 1910 wurde der Abschnitt Barth–Prerow eröffnet, am 1. Dezember 1910 gab man ihn für den öffentlichen Verkehr frei.

Die Bevölkerung in Zingst und Prerow hatte damit eine ganzjährige Verbindung zum Festland.

Die Dampfschiffslinien stellten 14 Tage nach der Streckeneröffnung ihren Dienst ein.

Die Strecke wurde schnell zu einer wichtigen Verbindung für Badegäste, für das Reisegepäck gab es zeitweise eigene Gepäckzüge.

Tannenheim: Der erste Halt hinter der Barthe

Tannenheim lag bei Kilometer 33,5 hinter der Brücke über die Barthe.

Das Empfangsgebäude ist ein zweistöckiger Ziegelbau, der denen in Pruchten und Bresewitz gleicht, und dient heute als Wohnhaus.

In Tannenheim entstand ein Gleisanschluss zu den Pommerschen Industriewerken, einem von 1939 bis 1945 bestehenden Rüstungsunternehmen.

Das Bahnhofsgebäude von Tannenheim, 2007.
Das Bahnhofsgebäude von Tannenheim, 2007. Foto: Richard Schröder RsVe, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Pruchten: Der Bahnhof vor der langen Brücke

Pruchten lag bei Kilometer 35,5, kurz vor der Kloerbrücke.

Auch hier steht ein zweistöckiger Ziegelbau, der heute als Wohnhaus genutzt wird.

Die Kloerbrücke zwischen Pruchten und Bresewitz ist 723 Meter lang und hat 54 Überbauten, fünf davon als Fachwerk und 49 als Blechträger.

Sie ging im März 1916 in Betrieb und ersetzte eine ältere Brücke.

Das Bahnhofsgebäude von Pruchten, 2007.
Das Bahnhofsgebäude von Pruchten, 2007. Foto: Richard Schröder ( RsVe ), CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Die Kloerbrücke über die Gill-Wiese, 2014.
Die Kloerbrücke über die Gill-Wiese, 2014. Foto: Chron-Paul, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Bresewitz: Endstation für die Soldaten

Bresewitz lag bei Kilometer 37,8 und war der letzte Bahnhof vor der Meiningenbrücke.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Strecke von Prerow bis Bresewitz als Reparationsleistung abgebaut, 1947 folgte das Stück Bresewitz–Tannenheim und wenig später der Rest bis Barth.

1967 begann der Wiederaufbau der Strecke Barth–Bresewitz durch Eisenbahnpioniere der NVA.

Sie war bis zur Wende nur für Truppen- und Materialtransporte vorwiegend der NVA in Betrieb.

Dafür wurde nördlich des Ortes eine Laderampe errichtet, um den Übungsplatz in den Sundischen Wiesen und den NVA-Stützpunkt in Zingst zu versorgen.

Mit der Auflösung der NVA 1990 wurde die Strecke nicht mehr benötigt.

Das Bahnhofsgebäude von Bresewitz, 2007.
Das Bahnhofsgebäude von Bresewitz, 2007. Foto: Richard Schröder ( RsVe ), CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Die letzten Fahrten fanden 1996 und 1997 statt, als einige Güterwagen für eine Ausstellung nach Bresewitz überführt wurden.

Das Gelände des Bahnhofs wird für die Ausstellung Kunst auf Schienen genutzt.

Die Ausstellung Kunst auf Schienen in Bresewitz, 2007.
Die Ausstellung Kunst auf Schienen in Bresewitz, 2007. Foto: Richard Schröder ( RsVe ), CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Aufgelassene Gleise am Bahnhof Bresewitz, August 2016.
Aufgelassene Gleise am Bahnhof Bresewitz, August 2016. Foto: Johannes Maximilian, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Zingst: Vom Ferienlager zum Wirtshaus

Der Bahnhof Zingst wurde 1910 nach Fertigstellung der Strecke eröffnet und liegt bei Kilometer 42,2.

Das Hauptgebäude ist ein Klinkerbau mit tief herabreichendem Dach und wurde noch zu DDR-Zeiten unter Denkmalschutz gestellt.

Im Haus befanden sich Warteräume für die erste, zweite und dritte Klasse, eine Gaststätte, eine Gepäckannahme, zwei Fahrkartenschalter und eine Wohnung für die Familie des Bahnhofsvorstehers.

Daneben gab es Nebengebäude für Toiletten, Stallungen, Brennstoffe und eine Waschküche, dazu einen Eiskeller und einen Bierkeller.

Die Gaststube blieb noch bis 1956 in Betrieb.

Im selben Jahr baute die Reichsbahndirektion Greifswald das Gebäude zum Betriebsferienlager um, in dem auch Weiterbildungen für Eisenbahner stattfanden.

Nach der Wende wurde das Ferienlager geschlossen, das Gebäude stand über 20 Jahre leer.

Wegen der hohen Sanierungskosten fand sich lange kein Käufer.

Im Frühjahr 2013 wurde der historisch restaurierte Bahnhof wieder eröffnet.

Er beherbergt heute das Wirtshaus im alten Bahnhof und die Zimmervermittlung Zingst.

Der ehemalige Bahnhof Zingst, 2010.
Der ehemalige Bahnhof Zingst, 2010. Foto: Norbert Kaiser, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Der ehemalige Bahnhof Zingst, März 2013, mit einem Restaurant im linken Teil.
Der ehemalige Bahnhof Zingst, März 2013, mit einem Restaurant im linken Teil. Foto: Triangolum, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Prerow: Endstation am Prerowstrom

Prerow bei Kilometer 48,6 war als Endstation ein Kopfbahnhof direkt am Prerowstrom.

Das 1910 errichtete Empfangsgebäude ist ein typisch norddeutscher Klinkerbau.

Nach der Einstellung des Bahnbetriebs 1944 stand das Gebäude acht Jahre lang leer.

1952 wurde es zu einer Schule für Weiterbildungsmaßnahmen des Ministeriums für Verkehrswesen umgebaut, die während der Sommerferien als Betriebsferienheim diente.

Diese Doppelnutzung endete 1989, danach stand das Gebäude sieben Jahre leer.

Im Januar 2000 wurde es zu einer Pension mit Gaststätte umgebaut.

Kenz: Ein Halt mit eigenem Denkmal

Kenz liegt auf dem betriebenen Abschnitt Velgast–Barth bei Kilometer 26,5.

Das relativ große, zweistöckige Bahnhofsgebäude am Nordostrand des Dorfes dient als Wohnhaus, den Reisenden bleibt eine Wartehalle am Bahnsteig.

Bei Kenz kreuzte früher die Strecke der Franzburger Kreisbahnen.

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 wird der Halt nicht mehr bedient, um in Velgast die Anschlüsse bei den veränderten Fahrplanlagen der RB 25 zu sichern.

Der denkmalgeschützte Bahnhof Kenz von Nordwesten, 2017.
Der denkmalgeschützte Bahnhof Kenz von Nordwesten, 2017. Foto: Global Fish, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Saatel: Ein großes Haus für einen kleinen Halt

Der Haltepunkt Saatel liegt etwa einen Kilometer südlich des Dorfes in der Nähe der Bundesstraße 105.

Das Empfangsgebäude ist groß und dreigeschossig, wird nicht mehr zu Bahnzwecken genutzt und ist seit 2003 in Privatbesitz.

Auch Saatel wird seit Dezember 2025 nicht mehr bedient, die Strecke selbst ist weiter in Betrieb.

Die Franzburger Kreisbahnen: Meterspur durch Vorpommern

Die Aktiengesellschaft Franzburger Kreisbahnen wurde am 21. November 1893 gegründet.

Fast die Hälfte der Anteile hielt der Kreis Franzburg-Barth, fast 48 Prozent die Provinz.

Das 67 Kilometer lange meterspurige Netz ging am 4. Mai 1895 in Betrieb.

Die Stammstrecke begann am Kleinbahnhof Stralsund und führte über Altenpleen nach Barth.

Von dort erreichte sie nach 57 Kilometern Gesamtlänge in Damgarten an der Recknitz die Staatsbahn Stralsund–Rostock.

Eine neun Kilometer lange Abzweigung führte von Altenpleen nach Klausdorf.

Das Empfangsgebäude der Kleinbahn in Barth, 2007.
Das Empfangsgebäude der Kleinbahn in Barth, 2007. Foto: Richard Schröder, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

1934 wurde die Strecke von Kilometer 31 bis 33 neu trassiert, wegen des Baus eines Militärflugplatzes bei Barth.

1935 beförderte die Bahn 186.300 Personen und 101.510 Tonnen Güter.

Stralsund Landesbahnhof: Der Anfang der Kreisbahn

Die Stammstrecke begann am Kleinbahnhof Stralsund, der später Stralsund Landesbahn und dann Stralsund Ost hieß.

Seit dem 16. Juni 1961 begannen die Züge nicht mehr dort, sondern am 2,5 Kilometer entfernten Haltepunkt Stadtwald in der Barther Straße.

So sollte die Fahrt auf den Straßen der Stadt, vor allem dem Bahnhofsvorplatz, vermieden werden.

Weitere Angaben zum Bahnhof sind nicht belegt.

Klausdorf: Die Zweigbahn an die Küste

Klausdorf war ein Küstenort nördlich von Stralsund und lag am Ende der neun Kilometer langen Abzweigung ab Altenpleen.

Der Verkehr auf der Zweigbahn endete am 30. November 1968 zusammen mit der Strecke Stralsund–Barth.

Weitere Angaben zum Halt sind nicht belegt.

Damgarten Ost: Das westliche Ende

Damgarten Ost war der westliche Endpunkt der Kreisbahn an der Recknitz, die damals die mecklenburgische Grenze bildete.

Der Personenverkehr zwischen Hermannshof und Damgarten Ost endete am 29. Mai 1965.

Der Güterverkehr zwischen Barth und Hermannshof wurde noch bis zum 31. Mai 1969 bedient, danach wurde die Bahn abgebaut.

Der Bahnhof Ribnitz-Damgarten West an der Hauptstrecke hat einen eigenen Beitrag.

Das ehemalige Empfangsgebäude der Schmalspurbahn in Barth, September 2013.
Das ehemalige Empfangsgebäude der Schmalspurbahn in Barth, September 2013. Foto: Niteshift, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

So sah es vorher aus: Ferienzüge und Soldaten

Im Sommer 1934 verkehrten auf der Darßbahn fünf Zugpaare, die nur noch etwa eine Stunde für die Gesamtstrecke brauchten.

Der Abschnitt Velgast–Barth blieb nach 1945 im Personen- und Güterverkehr.

In den 1970er und 1980er Jahren fuhren dort täglich mehr als zehn Zugpaare, im Sommer kamen direkte Schnellzüge aus Richtung Berlin und dem Süden der DDR hinzu.

Zu den Badeorten musste in einen Bus umgestiegen werden, durchgehende Fahrkarten konnten gelöst werden, und auch das Reisegepäck wurde direkt abgefertigt.

Niedergang: Abbau, NVA und Stillstand

Die Darßbahn verlor nach dem Krieg die Strecke hinter Bresewitz und dann den Rest bis Barth, als Reparationsleistung wurden Schienen abgebaut.

Ab 1967 diente der Abschnitt Barth–Bresewitz nur noch der NVA.

Die Meiningenbrücke wurde ab 1964 als Straßenbrücke von Barth nach Prerow und Zingst genutzt.

Bei den Kreisbahnen kam das Ende in den 1960er Jahren, der Gesamtverkehr zwischen Stralsund und Barth sowie auf der Zweigbahn nach Klausdorf endete am 30. November 1968.

So sieht es jetzt aus: Wohnhäuser, Radweg und Wiederaufbaupläne

Die Empfangsgebäude entlang der Strecke wurden ab den 2000er Jahren aufwändig renoviert und an Privatleute verkauft.

Der Bahndamm zwischen der Meiningenbrücke und Zingst wurde zu einem Bahntrassenradweg umgebaut.

Im Stadtgebiet von Barth wurde ein Prellbock auf die weiterführende Strecke geschraubt, an mehreren Bahnübergängen sind die Gleise überteert.

Von den Kreisbahnen sind nur einzelne Wagen erhalten geblieben, etwa beim Deutschen Eisenbahn-Verein.

Die verlassene Bahnstrecke Velgast–Prerow, Februar 2007.
Die verlassene Bahnstrecke Velgast–Prerow, Februar 2007. Foto: Richard Schröder ( RsVe ), CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Am 18. August 2020 beschloss die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern die Wiedererrichtung der Strecke von Barth über Zingst nach Prerow.

Die Meiningenbrücke soll durch eine neue Klappbrücke ersetzt werden, die zu je einem Drittel von Bund, Land und Usedomer Bäderbahn getragen wird.

Die Strecke soll bis zum Prerower Hafen verlängert werden, außerdem ist ein neuer Haltepunkt Prerow Strand vorgesehen.

Mit einer Inbetriebnahme der gesamten Strecke rechnet die Landesregierung in den 2030er Jahren.

Die Frage, ob die Darßbahn wieder aufgebaut werden sollte, wird in einem eigenen Beitrag diskutiert.

Vorher und nachher: Die Meiningenbrücke

Die 470 Meter lange Fachwerkträgerbrücke über den Meiningenstrom ist die größte bautechnische Leistung der Strecke.

Sie wurde zwischen 1908 und 1912 als Eisenbahnbrücke gebaut.

Seit 1964 dient sie als Straßenbrücke.

Das Bild von 1966 zeigt sie bereits in dieser Rolle, das Bild von 2017 als Drehbrücke der stillgelegten Darßbahn.

Die Geschichte in Daten

1. Juli 1888: Die Stichstrecke Velgast–Barth wird eröffnet.

21. November 1893: Die Franzburger Kreisbahnen werden gegründet.

4. Mai 1895: Das meterspurige Netz der Kreisbahnen geht in Betrieb.

30. November 1910: Die Darßbahn Barth–Prerow wird eröffnet.

März 1916: Die neue Kloerbrücke wird in Betrieb genommen.

1934: Die Kreisbahn wird bei Barth neu trassiert.

16. Juni 1961: Die Kreisbahnzüge beginnen in Stralsund am Haltepunkt Stadtwald.

1964: Die Meiningenbrücke dient fortan als Straßenbrücke.

29. Mai 1965: Der Personenverkehr Hermannshof–Damgarten Ost endet.

1967: Eisenbahnpioniere der NVA beginnen den Wiederaufbau Barth–Bresewitz.

30. November 1968: Der Gesamtverkehr der Kreisbahn Stralsund–Barth und nach Klausdorf endet.

31. Mai 1969: Der Güterverkehr Barth–Hermannshof endet.

1996 und 1997: Letzte Fahrten zwischen Barth und Bresewitz.

Januar 2000: Das Empfangsgebäude Prerow wird zur Pension mit Gaststätte.

15. Dezember 2002: Die Usedomer Bäderbahn übernimmt den Verkehr Velgast–Barth.

Frühjahr 2013: Der Bahnhof Zingst wird als Wirtshaus wieder eröffnet.

18. August 2020: Die Landesregierung beschließt den Wiederaufbau Barth–Prerow.

Dezember 2025: Kenz und Saatel werden nicht mehr bedient.

Häufige Fragen

Ist die Darßbahn stillgelegt?
Nicht offiziell. Auf dem Abschnitt von Barth nach Bresewitz ruht seit den letzten Fahrten 1996 und 1997 jeglicher Zugverkehr, die Strecke ist aber nicht stillgelegt.
Fährt noch ein Zug nach Barth?
Ja, die Strecke von Velgast nach Barth ist in Betrieb. Seit Dezember 2025 fährt die RB 25 im Stundentakt zwischen Stralsund und Barth.
Was sind die Franzburger Kreisbahnen?
Eine Bahngesellschaft, die ein 67 Kilometer langes meterspuriges Netz zwischen Stralsund, Barth und Damgarten betrieb. Der Gesamtverkehr zwischen Stralsund und Barth endete am 30. November 1968.
Wird die Darßbahn wieder aufgebaut?
Die Landesregierung beschloss am 18. August 2020 die Wiedererrichtung der Strecke von Barth über Zingst nach Prerow. Mit der Inbetriebnahme der Gesamtstrecke wird in den 2030er Jahren gerechnet.
Was wurde aus dem Bahnhof Zingst?
Das Gebäude wurde 2013 restauriert und beherbergt heute das Wirtshaus im alten Bahnhof und die Zimmervermittlung Zingst.

Die Darßbahn und die Franzburger Kreisbahnen erzählen zwei unterschiedliche Geschichten.

Die eine Bahn ruht und soll wiederkommen, die andere ist nur noch in einzelnen Wagen und Gebäuden erhalten.

Quellen und Bildrechte

Wikipedia: Bahnstrecke Velgast–Prerow · Wikipedia: Franzburger Kreisbahnen · Wikimedia Commons: Bahnstrecke Velgast–Prerow

Alle Fotos stammen von Wikimedia Commons und sind gemeinfrei oder stehen unter einer freien Creative-Commons-Lizenz. Urheber, Lizenz und Quelle stehen direkt am Bild.

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

Zeige alle Beiträge von BahnSlam →