Ortstermin
„Früher fuhr der Zug von hier weiter bis an den Strand, und genau das soll wieder möglich werden.“
Der Bahnhof Barth, Endstation der Darßbahn am Bodden
→ Ein Ortstermin an der Ostseeküste.
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Kurz gesagt
Die Bahn nach Barth wurde am 1. Juli 1888 ohne Feier eröffnet. Heute endet hier die Strecke aus Velgast, früher ging es weiter bis auf den Darß.
Am Barther Bodden, zwischen Stralsund und der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, liegt die kleine Stadt Barth.
Sie ist ein staatlich anerkannter Erholungsort und hat eine lange Geschichte als Hafen- und Residenzstadt.
Ihr Bahnhof war einst ein kleiner Knoten, von dem heute nur eine Strecke übrig ist.

Eröffnet im Jahr 1888
Die Nebenbahn von Velgast nach Barth wurde am 1. Juli 1888 eröffnet, ohne jede Feier.
Sie zweigt von der Strecke Stralsund–Rostock ab und ist 11,4 Kilometer lang.
Am Endpunkt errichteten die Preußischen Staatseisenbahnen ein bescheidenes Bahnhofsgebäude mit Güterschuppen.
Später wurde ein Anbau zu einer Gastwirtschaft erweitert.

Die Darßbahn
Von 1910 bis zum Zweiten Weltkrieg fuhr die Darßbahn von Barth weiter nach Zingst und Prerow.
Sie brachte Urlauber direkt an die Ostseestrände des Darß.
Nach dem Krieg wurde die Verbindung nicht wieder aufgenommen.
Heute endet die Strecke in Barth.

Gut zu wissen
Die Nebenbahn Velgast–Barth wurde am 1. Juli 1888 eröffnet, von 1910 bis zum Zweiten Weltkrieg fuhr die Darßbahn weiter bis Zingst und Prerow. Seit 2002/2003 gehört der Bahnhof der Usedomer Bäderbahn.
Von 1895 bis 1969 führte zudem eine Meterspurstrecke der Franzburger Kreisbahnen über Barth. Die Marienkirche aus dem 13. Jahrhundert gestaltete Stüler 1856 neugotisch um.
Eine Kleinbahn mit Meterspur
Von 1895 bis 1969 führte auch eine Strecke der Franzburger Kreisbahnen über Barth.
Sie verband Stralsund über Barth mit Damgarten und fuhr auf Meterspur.
Diese Kleinbahn hatte in Barth ein eigenes Empfangsgebäude.
Dazu kamen eine Hafenbahn und ein Anschluss zum Flugplatz.

Die Bäderbahn übernimmt
Seit dem Fahrplanwechsel 2002 und 2003 gehört der Bahnhof Barth der Usedomer Bäderbahn.
Sie übernahm auch den Verkehr auf der Strecke von Velgast nach Barth von der Deutschen Bahn.
Die Züge verbinden Barth mit dem Umsteigebahnhof Velgast.
Dort gibt es Anschluss nach Stralsund und Rostock.

Die Darßbahn soll zurückkommen
Seit Jahren wird geplant, die Darßbahn wieder aufzubauen.
Die Züge sollen dann wieder von Barth bis nach Zingst fahren.
Für die Urlauber auf dem Darß wäre das eine große Erleichterung.
Die Straßen dorthin sind im Sommer oft überlastet.

Die Marienkirche
Die Kirche St. Marien ist ein Bau der Backsteingotik aus dem 13. Jahrhundert.
Zuerst entstand der Chor, dann das Langhaus und zuletzt der Turm.
Im Jahr 1856 gestaltete Friedrich August Stüler das Innere im Stil der Neogotik um.
Ihre Buchholz-Orgel ist bei Konzertbesuchern beliebt.

Das Vineta-Museum
Das Vineta-Museum zeigt die Geschichte der Stadt.
Es ist auch für bedeutende Sonderausstellungen bekannt.
Im Jahr 2007 wurden dort Originalgrafiken von Rembrandt gezeigt.
Der Name erinnert an die Sage von der untergegangenen Stadt Vineta.

Eine Stadt mit Geschichte
Barth geht auf slawische Wurzeln zurück und erhielt Mitte des 13. Jahrhunderts Stadtrechte.
Zeitweise war es Residenzstadt.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg gehörte Barth zu Schwedisch-Pommern.
Im 18. Jahrhundert brachten Schiffbau und Handel neuen Wohlstand.

Ankommen am Bodden
Vom Bahnhof ist die Altstadt mit ihren Bürgerhäusern gut zu Fuß erreichbar.
Am Hafen blickt man auf den Barther Bodden.
Radwege führen von hier auf den Darß und an die Ostsee.
So beginnt am Ende der Strecke der Weg ans Meer.

Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Häufige Fragen
Seit wann fährt die Bahn nach Barth?
Wem gehört der Bahnhof?
Fuhr die Bahn früher weiter?
Soll die Darßbahn zurückkommen?
Was zeigt das Vineta-Museum?
Weiterfahrt
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→ Ortstermin: Der Bahnhof Stralsund – der Umsteigebahnhof im Süden
