Der Prellbock: Der Schlusspunkt am Ende des Gleises

Ich verstehe nur Bahnhof

„Am äußersten Ende der Gleise steht ein massiver Klotz, der im Ernstfall einen ganzen Zug auffängt – der stille Wächter der Sackgasse.“

Der Prellbock: Der Schlusspunkt am Ende des Gleises

→ Alles über den letzten Halt am Ende der Schienen.

Lesezeit: 8 Minuten · Bahn-Lexikon

Kurz gesagt

Ein Prellbock ist ein massives Bauwerk am Ende eines Gleises, das dort endet. Er fängt einen Zug ab, der aus Versehen zu weit fährt, und verhindert so, dass dieser über das Gleisende hinausrollt. Besonders in Kopfbahnhöfen, wo alle Gleise enden, ist er unverzichtbar.

Wer am Ende eines Bahnsteigs in einem Kopfbahnhof steht, entdeckt dort ein massives Bauwerk, an dem die Gleise einfach aufhören.

Dieser Prellbock ist ein unscheinbares, aber wichtiges Stück Technik, das die meisten Reisenden kaum beachten.

Welche Aufgabe er erfüllt und warum er gerade in manchen Bahnhöfen so wichtig ist, ist eine überraschend anschauliche Sache zu wissen.

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Foto: Wiki05, Public domain, via Wikimedia Commons

Der Schlusspunkt des Gleises

Ein Prellbock steht immer dort, wo ein Gleis nicht weiterführt, sondern an einem festen Ende aufhört.

Solche endenden Gleise nennt man Stumpfgleise, und ihr Abschluss ist eben der Prellbock.

Er bildet gewissermaßen den letzten Punkt, bis zu dem ein Zug auf diesem Gleis überhaupt fahren kann.

So markiert der Prellbock deutlich sichtbar das Ende der Fahrt auf diesem Stück Schiene.

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Foto: Tors, CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons

Ein Fangnetz aus Stahl

Die eigentliche Aufgabe des Prellbocks ist es, einen Zug abzufangen, der aus Versehen zu weit fährt.

Kommt ein Zug nicht rechtzeitig zum Stehen, so rollt er gegen den Prellbock und wird von ihm aufgehalten.

Ohne dieses Bauwerk würde der Zug über das Gleisende hinausrollen und schweren Schaden anrichten.

Der Prellbock ist damit eine Art letztes Fangnetz aus Stahl am Ende der Schienen.

Gut zu wissen

Ein Prellbock steht am Ende jedes Stumpfgleises, also eines Gleises, das nicht weiterführt. In Kopfbahnhöfen, wo alle Gleise enden, gibt es besonders viele.

Moderne Bremsprellböcke geben beim Aufprall ein Stück nach, um den Zug sanfter abzubremsen und die Reisenden zu schonen.

Massiv und nachgiebig zugleich

Ein guter Prellbock ist massiv genug, um einen Zug aufzuhalten, und doch nicht völlig starr.

Denn ein völlig unnachgiebiger Aufprall würde die Reisenden im Zug heftig durchschütteln.

Moderne Prellböcke geben deshalb beim Aufprall ein Stück weit nach und bremsen den Zug sanfter ab.

So fangen sie den Zug sicher auf, ohne dass die Menschen an Bord zu Schaden kommen.

Der Held im Kopfbahnhof

Besonders wichtig ist der Prellbock in einem Kopfbahnhof, in dem alle Gleise an einem Ende enden.

Weil jeder einfahrende Zug dort auf ein Gleisende zufährt, steht am Ende jedes Gleises ein Prellbock.

Er ist die letzte Sicherung, falls ein Zug einmal zu schnell oder zu weit in den Bahnhof einfährt.

So wacht in jedem Kopfbahnhof eine ganze Reihe dieser stillen Wächter über die Sicherheit.

Verschiedene Bauarten

Prellböcke gibt es in ganz verschiedenen Bauarten, vom einfachen Klotz bis zur ausgefeilten Konstruktion.

Ein einfacher Prellbock besteht oft nur aus einem festen Aufbau aus Holz, Stahl oder Beton.

Ein moderner Bremsprellbock dagegen kann beim Aufprall über eine gewisse Strecke nachgeben und so viel Energie aufnehmen.

Welche Bauart verwendet wird, hängt davon ab, wie schnell und schwer die Züge sind, die dort halten.

Ein vertrautes Bild

Für viele Reisende gehört der Prellbock am Ende des Bahnsteigs zum vertrauten Bild eines Kopfbahnhofs.

Nicht selten ist er hübsch gestaltet oder trägt sogar ein Schild mit dem Namen des Bahnhofs.

So wird das nüchterne Sicherheitsbauwerk mancherorts zu einem kleinen Blickfang am Gleisende.

Wer aufmerksam durch die Bahnhöfe geht, entdeckt dabei die unterschiedlichsten Prellböcke.

Wenn der Prellbock gebraucht wird

Zum Glück muss ein Prellbock nur selten wirklich einen Zug abfangen, denn meist hält dieser rechtzeitig.

Doch in den wenigen Fällen, in denen ein Zug zu weit fährt, zeigt sich seine ganze Bedeutung.

Dann verhindert er, dass aus einem kleinen Fehler eine schwere Katastrophe wird.

Gerade weil er nur im Notfall wirkt, ist der Prellbock ein so wichtiges Stück Sicherheit.

Ein stiller Wächter

Am Ende ist der Prellbock ein anschauliches Beispiel für die vielen stillen Wächter der Bahn.

Unbeachtet steht er am Ende des Gleises und tut die meiste Zeit scheinbar gar nichts.

Und doch ist er bereit, im entscheidenden Moment einen ganzen Zug aufzuhalten und Schlimmeres zu verhüten.

Wer das nächste Mal einen Prellbock am Bahnsteig sieht, erkennt in ihm nun den treuen Wächter des Gleisendes.

Vom Sandhaufen zum Bremsprellbock

In den frühen Zeiten der Eisenbahn genügte am Ende mancher Gleise noch ein schlichter Haufen aus Sand oder Erde, um einen Zug aufzuhalten.

Mit den immer schwereren und schnelleren Zügen aber reichten solche einfachen Mittel bald nicht mehr aus.

So entwickelte man über die Jahre immer ausgefeiltere Prellböcke, bis hin zu den nachgebenden Bremsprellböcken von heute.

In dieser Entwicklung spiegelt sich der Weg der ganzen Eisenbahn, die für jedes Problem nach und nach eine sicherere Lösung fand.

Häufige Fragen

Was ist ein Prellbock?
Ein massives Bauwerk am Ende eines Gleises, das dort endet. Er fängt einen Zug ab, der zu weit fährt, und verhindert, dass er über das Gleisende hinausrollt.
Wo steht ein Prellbock?
Am Ende jedes Stumpfgleises, also eines Gleises, das nicht weiterführt. Besonders in Kopfbahnhöfen, wo alle Gleise enden, gibt es viele.
Ist er völlig starr?
Nein. Moderne Prellböcke geben beim Aufprall ein Stück nach, um den Zug sanfter abzubremsen und die Reisenden nicht heftig durchzuschütteln.
Warum ist er im Kopfbahnhof wichtig?
Weil dort alle Gleise enden und jeder Zug auf ein Gleisende zufährt. Der Prellbock ist die letzte Sicherung, falls ein Zug zu weit einfährt.
Wird er oft gebraucht?
Zum Glück selten, denn meist hält der Zug rechtzeitig. Doch in den wenigen Ernstfällen verhindert er, dass aus einem Fehler eine Katastrophe wird.

Weiterfahrt

Was ist ein Kopfbahnhof? – wo die Gleise enden

Wie ist ein Gleis aufgebaut? – Schiene, Schwelle, Schotter

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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