Drehgestell: Das bewegliche Fahrwerk unter dem Wagen

Ich verstehe nur Bahnhof

„Ohne dieses drehbare Fahrwerk unter dem Wagen käme kein langer Zug jemals sicher um die Kurve.“

Drehgestell: Das bewegliche Fahrwerk unter dem Wagen

→ Alles über das drehbare Fahrwerk der Eisenbahn.

Lesezeit: 8 Minuten · Bahn-Lexikon

Kurz gesagt

Ein Drehgestell ist das bewegliche Fahrwerk unter einem Eisenbahnwagen. In ihm stecken meist zwei Achsen mit ihren Rädern samt Federung. Weil es sich gegen den Wagen drehen kann, folgt auch ein langer Wagen sicher jeder engen Kurve. Jeder Wagen ruht meist auf zwei solcher Drehgestelle, vorn und hinten.

Ein Eisenbahnwagen ist lang und starr, das Gleis aber führt durch viele enge Kurven.

Wie schafft es der lange Wagen, diesen Kurven zu folgen, ohne aus der Schiene zu springen?

Das Geheimnis steckt in einem beweglichen Fahrwerk unter dem Wagen, dem Drehgestell.

Eisenbahnbruecke, Meissen (LRM )
Foto: Matti Blume, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Das Fahrwerk unter dem Wagen

Ein Drehgestell ist das kleine, aber wichtige Fahrwerk unter einem Eisenbahnwagen.

In ihm sind meist zwei Achsen mit ihren Rädern zu einer Einheit zusammengefasst.

Auf diesem Fahrwerk ruht der eigentliche Wagenkasten mit den Reisenden.

So trägt jedes Drehgestell einen Teil des Wagens und seiner Last.

Suedbahnhof Bahnhofshalle 1874
Foto: Allgemeine Bauzeitung, Blatt 24, Public domain, via Wikimedia Commons

Warum es sich drehen kann

Der entscheidende Vorzug des Drehgestells liegt in seinem Namen verborgen.

Denn es ist beweglich gelagert und kann sich gegen den Wagen leicht verdrehen.

Fährt der Wagen in eine Kurve, so dreht sich das Fahrwerk in die neue Richtung.

So folgt der lange Wagen der Kurve, während sein Kasten fast gerade bleibt.

Gut zu wissen

Ein Drehgestell ist das bewegliche Fahrwerk unter einem Eisenbahnwagen. In ihm stecken meist zwei Achsen mit Rädern samt Federung und Bremsen. Jeder Wagen ruht meist auf zwei davon.

Weil es sich gegen den Wagen drehen kann, folgt auch ein langer Wagen sicher jeder engen Kurve. Bei einer Lok oder einem Triebwagen steckt oft auch der Antrieb im Drehgestell.

Zwei Fahrwerke je Wagen

Ein gewöhnlicher Eisenbahnwagen ruht meist auf zwei solcher Drehgestelle.

Eines sitzt vorn und eines hinten, jeweils ein gutes Stück von den Enden entfernt.

So ist das Gewicht des Wagens auf vier Achsen und acht Räder verteilt.

Diese Aufteilung sorgt für einen sicheren und ruhigen Lauf des Wagens.

Die Federung für eine sanfte Fahrt

Im Drehgestell steckt zudem die Federung, die die Fahrt so angenehm macht.

Sie fängt die kleinen Stöße und Unebenheiten des Gleises sanft ab.

So spürt der Reisende von dem Rumpeln der Räder nur wenig.

Ohne diese Federung wäre die Fahrt im Zug hart und unbequem.

Wo die Bremsen sitzen

Auch ein wichtiger Teil der Bremsen ist im Drehgestell untergebracht.

Dort sitzen die Bremsen, die sich beim Halten an die Räder oder Scheiben legen.

So wird die Kraft zum Bremsen genau dort erzeugt, wo die Räder das Gleis berühren.

Das Drehgestell ist damit weit mehr als nur ein Träger der Räder.

Der Motor im Fahrwerk

Bei einer Lok oder einem Triebwagen steckt oft sogar der Antrieb im Drehgestell.

Dort sitzen dann die Motoren, die die Räder dieses Fahrwerks antreiben.

So wird das Drehgestell vom bloßen Träger zum treibenden Herzen des Fahrzeugs.

Man spricht dann von einem angetriebenen Drehgestell mit besonderer Kraft.

Ein gut gepflegtes Bauteil

Weil das Drehgestell so wichtig ist, wird es besonders sorgfältig gepflegt.

Regelmäßig werden seine Achsen, Federn und Bremsen genau geprüft.

Denn von seinem guten Zustand hängt die Sicherheit der ganzen Fahrt ab.

So steht das unscheinbare Fahrwerk stets unter besonderer Beobachtung.

Das Geheimnis des ruhigen Laufs

Am Ende ist das Drehgestell das Geheimnis hinter dem ruhigen Lauf der Bahn.

Es trägt den Wagen, federt die Fahrt und lässt ihn sicher durch die Kurven laufen.

Kein Reisender sieht es, und doch verdankt ihm jede Fahrt ihre Sicherheit.

So steckt unter jedem Wagen ein kleines Meisterwerk der Technik.

Vom starren Wagen zum Drehgestell

In den ganz frühen Zeiten der Bahn hatten die Wagen noch feste, starre Achsen.

Solche Wagen taten sich in engen Kurven schwer und liefen unruhig.

Erst die Erfindung des drehbaren Fahrwerks brachte die große Verbesserung.

So war das Drehgestell ein wichtiger Schritt zu einer sicheren und ruhigen Fahrt.

Ein Blick zwischen Wagen und Schiene

Wer am Bahnsteig einmal genauer auf einen Wagen schaut, entdeckt das Drehgestell.

Es sitzt gut sichtbar zwischen dem Wagenkasten und den Schienen.

Dort erkennt man die Räder, die Federn und die Teile der Bremse.

So lässt sich das wichtige Fahrwerk mit einem aufmerksamen Blick leicht finden.

Häufige Fragen

Was ist ein Drehgestell?
Das bewegliche Fahrwerk unter einem Eisenbahnwagen. In ihm stecken meist zwei Achsen mit ihren Rädern samt Federung. Auf ihm ruht der Wagenkasten.
Warum kann es sich drehen?
Es ist beweglich gelagert. Fährt der Wagen in eine Kurve, dreht sich das Fahrwerk in die neue Richtung, während der Wagenkasten fast gerade bleibt. So folgt der lange Wagen der Kurve.
Wie viele Drehgestelle hat ein Wagen?
Meist zwei, eines vorn und eines hinten. So ist das Gewicht auf vier Achsen und acht Räder verteilt, was einen sicheren und ruhigen Lauf ergibt.
Was steckt noch im Drehgestell?
Die Federung für eine sanfte Fahrt und ein wichtiger Teil der Bremsen. Bei einer Lok oder einem Triebwagen sitzt dort oft auch der Antrieb mit den Motoren.
Warum wird es so gepflegt?
Weil von seinem Zustand die Sicherheit der ganzen Fahrt abhängt. Regelmäßig werden seine Achsen, Federn und Bremsen genau geprüft.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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